Transfer? Klartext in Causa um Stürmer Deni Alar

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Deni Alar hat sich mit 13 Toren bei 19 Einsätzen in die Notizblöcke einiger Interessenten gespielt.

Die „Gazzetta dello Sport“ verkuppelte den Sturm-Graz-Angreifer schon mit Delfino Pescara. Auch Gerüchte um den FC Brügge und CA Osasuna machten die Runde.

„Osasunas Sportdirektor war der einzige, der mit mir Kontakt aufgenommen hat. Das war noch das Konkreteste“, bestätigt Alars Berater Franz Masser gegenüber LAOLA1, fügt aber hinzu:

„Deni bleibt im Winter bei Sturm – wenn kein Wunder passiert.“

Keine Transfer-Offensive

Eine erneute Luftveränderung nach nur einem halben Jahr ist vorerst kein Thema. Schließlich hat er sein Tief aus Rapid-Zeiten durch den herausragenden Herbst bei Sturm gerade übertaucht.

Dass Gerüchte die Runde machen und Anfragen eintrudeln schmeichelt, aber nicht mehr: „Deni fühlt sich im Moment sehr wohl bei Sturm Graz. Dass Anfragen kommen, ist die logische Folge. Aber es ist nichts dabei und es gibt keine Ambitionen.“

Davon musste Masser auch erst einmal Sturms Geschäftsführer Sport Günter Kreissl in Kenntnis setzen, nachdem das Interesse von Pescara und Co. kolportiert wurde.

„Ich habe ihn heute informiert, dass von uns sicher keine Offensive gestartet worden ist. Ich weiß nicht, warum das in Italien in der Zeitung stand. Ich habe dann gelesen, dass er dort angeboten wurde – aber sicher nicht von mir“, verteidigt sich der langjährige Manager.

„Wenn es ein unverschämtes Angebot ist,…“

Von Pescara und Brügge gab es nur Anfragen angeblicher Manager, aber keine offiziellen von Seiten der Vereine, schriftliche Angebote trudelten bisher ebenso keine ein. Auch nicht von Osasuna, das Alar schon länger am Zettel hat.

„Sie wollten Deni schon seinerzeit von Kapfenberg weg haben, aber das war damals viel zu früh, Osasuna war noch in der 2. Liga. Er hat gesagt, er schickt noch ein Angebot, aber auch da ist noch nichts eingetrudelt. Es ist nicht spruchreif."

Der Spieler selbst wird alle paar Tage einmal mit einem Update versorgt, ansonsten verschont Masser seinen Klienten vor mittelmäßigen und nicht spruchreifen Möglichkeiten.

Was nicht ist, könnte aber noch werden. Bei welchem Klub oder Angebot könnten alle beteiligten Parteien möglicherweise noch im Winter schwach werden?

„Das hängt auch von Sturm ab, wenn die einige Millionen kriegen und der Spieler und alle Beteiligten zufrieden sind. Jeder hat eine finanzielle Schmerzgrenze. Wenn es ein unverschämtes Angebot gibt, dann muss man sich das überlegen. Aber was will er bei Pescara? Die haben ein Match von 18 gewonnen (Anm.: Letzter der Serie A)! Deni ist ein Spieler, der im Strafraum spielt und Tore schießt, der kriegt dort im Spiel vielleicht eineinhalb Bälle. Das könnte nie passen für ihn“, meint Alars Berater.

„Im Moment wäre ein Wechsel für Alar nicht das Richtige“

Die Gefahr, sich mit einem überstürzten Transfer das eben erst Aufgebaute, schon wieder zu zerstören, scheint zu groß zu sein.

„Ich gehe immer nach dem Bauchgefühl, im Moment wäre es nicht das Richtige. Im Sommer weiß man nicht, da werden die Karten neu gemischt. Wenn er noch einmal so einen Lauf hat und über 20 Tore hat, ergeben sich eh viele Sachen von selber“, so Masser weiter.

Aktuell ist aber viel wichtiger, dass er in Graz einen Trainer gefunden hat, der ihm vertraut. Dass er seine Vaterfreuden ausleben kann und sich die Familie wohlfühlt. Dass er seinen Wurzeln und Eltern nahe ist und vom Umfeld her alles passt.


VIDEO: Das LAOLA1-Team der Herbstsaison - Deni Alar ist dabei


Eine geschaffene Idylle, die er am Schluss bei Rapid schmerzlich vermisste, obwohl Alar als ein Spieler bekannt ist, für den die Rahmenbedingungen besonders passen müssen.

Bei Sturm zumindest bis Sommer auf Bestätigung aus

Wie Masser versichert, habe sich Sturm im Sommer extrem bemüht. Auch wenn die Verhandlungen viel Zeit in Anspruch nahmen, konnte man im Endeffekt die beste Lösung finden – trotz anderer Angebote und Anfragen, wie etwa von Fortuna Düsseldorf: „Das war scheinbar der richtige Weg.“

Unter Franco Foda, dessen Zukunft noch ungewiss ist, blühte der Stürmer wieder auf. Eine der Belohnungen war die erstmalige Berücksichtigung im ÖFB-Kader. Und Alars Vertrag bei den Steirern läuft ohnehin noch bis 2019, somit besteht kein Stress.

Mit dem Herbstmeister startet Alar am 9. Jänner in die Vorbereitung. Im Frühjahr geht es um die Bestätigung seiner gezeigten Leistungen – außer es passiert ein Wunder. Wirklich interessant könnte es dann im Sommer werden.

„Wenn sich dann irgendwas ergibt, dann muss man drüber nachdenken. Aber momentan ist es sicher nicht die oberste Prämisse, dass da irgendwas passiert“, spricht Alars Vertrauter Masser Klartext.

Textquelle: © LAOLA1.at

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