Thomas Ebner nach 1. FAK-Tor: "Bin kein Torjäger"

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Der FK Austria Wien darf zwischendurch aufatmen.

Der 2:1-Heimsieg gegen den SV Mattersburg war Balsam auf die geschundene Seele der Violetten. Die Rückkehr auf die Viererkette zeigte ebenso Wirkung wie die Rückkehr von Thomas Ebner.

Der Mittelfeldmotor stand erstmals seit dem 25. August wieder über 90 Minuten auf dem Platz. Verletzungsproblemen folgten eine Gehirnerschütterung und Kurzeinsätze. Diesmal verlieh der 27-Jährige der FAK-Defensive bei seinem Startelf-Comeback wieder Stabilität und krönte seine Leistung mit seinem ersten Tor für die Austria überhaupt.

"Endlich! Es ist schon richtig Zeit geworden. Deshalb ist das ein schöner Tag für mich – und ich glaube auch für die ganze Mannschaft, weil wir gewonnen haben", freute sich Ebner gegenüber LAOLA1.

Dabei ist er sich sehr wohl bewusst, dass er die Gunst der Stunde nach fast eineinhalb Jahren bei der Austria ergriffen hat: "Der Torjäger bin ich jetzt nicht, aber dadurch dass ich wirklich viel Platz gehabt habe, habe ich das rechtzeitig erkannt und zum Glück das Tor erzielt."

"Für mich ist es natürlich unglaublich schön"

Dass er sich den Ball am Strafraumeck noch zurecht legen konnte, kam für ihn selbst überraschend, spricht aber nicht gerade für die Mattersburger Defensive.

"Das war sehr überraschend, deshalb habe ich mir den Ball noch einmal mitnehmen können. Zum Glück habe ich das Auge gehabt, dass links ziemlich viel frei war und ein einfacher Pass gereicht hat." Der "Pass" wurde somit zum erfolgreichen Torschuss.

So wichtig wie das Tor war ihm aber auch die Tatsache, endlich wieder in der Startelf der Wiener gestanden zu haben. Das lange Warten hatte sich bezahlt gemacht, nun will er wieder regelmäßig angreifen.

"Für mich ist es natürlich unglaublich schön, dass ich wieder mal von Anfang an spielen konnte. Dann freut es mich natürlich, dass ich der Mannschaft mit dem Tor helfen konnte. Jetzt hoffe ich, dass ich wieder öfter spielen darf."

Ebner: Kein Zittern, sondern mit Entschlossenheit zum Sieg

Ebner weiß, dass sich die Mannschaft das Leben weitaus einfacher machen hätte können, wenn man die Überlegenheit in den ersten 45 Minuten in eine höhere Führung ummünzen hätte können.

Trotzdem gab es bei ihm kein Zittern, viel mehr war er davon überzeugt, dass man dieses Spiel nicht mehr aus der Hand geben wird. "Auch wenn es sich komisch anhört: Die Mannschaft und ich waren schon sehr entschlossen, dass wir das Spiel mit einem Sieg zu Ende bringen. Dennoch hat es Phasen gegeben, wo es nochmal richtig brenzlig geworden ist. Aber wir haben gewonnen, das zählt."

Vor allem ist der Sieg in der aktuellen Situation unglaublich wichitg für die Austria und sollte langsam aber doch wieder ein bisschen mehr Ruhe in Favoriten einkehren lassen. Denn abseits des Torjubels war von den FAK-Fans wenig zu hören.

Ebner zu Fan-Protesten: "Generell ist es nicht schön,..."

Eine Situation, die auch Ebner schade findet. "Natürlich ist es nicht angenehm, wenn man zuhause spielt und die Unterstützung nicht so da ist, wie man es erwartet oder kennt von der Austria. Ich hoffe, dass wir mit dem Sieg jetzt den Schritt in die richtige Richtung gegangen sind und die Fans wieder auf unsere Seite holen, damit wir gemeinsam die Siege feiern können."

Wie schon Kapitän Alexander Grünwald hat auch der Ex-Admiraner eine klare Meinung, die in die Richtung geht, dass nur alle zusammen für eine positive Wende sorgen können.

"Generell ist es nicht schön, wenn die Fans im Verein untereinander 'streiten'. Wir müssen einfach wieder schauen, dass alle, der ganze Verein in dieselbe Richtung gehen. Ich hoffe, dass die Mannschaft das erste Zeichen gesetzt hat und jetzt heißt es, dass wir in den nächsten Spielen da anschließen und weitere Siege einfahren."

Textquelle: © LAOLA1.at

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