Sarkaria und Fitz: Frischer Wind für die Austria

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"Schön für Mani, schön für mich, aber es bringt uns im Endeffekt nichts", ärgert sich Dominik Fitz.

Viel kaufen kann sich Austria Wien vom schönen Führungstreffer (<<<VIDEO>>>) durch Manprit Sarkaria beim 1:1 gegen Sturm tatsächlich nicht, schließlich steht mit diesem Remis fest, dass die Meistergruppe ohne die "Veilchen" über die Bühne gehen wird.

Aber es war zumindest eine weitere Talentprobe, die die beiden Eigenbauspieler ablieferten - nicht mehr und nicht weniger.

"'Fitzi' und ich spielen schon so lange miteinander. Ich weiß, der Ball kommt genau auf den Fuß. Ich muss ihn dann nur mehr reinmachen. Ich kann mich nur bei 'Fitzi' bedanken", meint Sarkaria zu seinem Treffer.

Weitere Scorer-Punkte für Sarkaria und Fitz

Während sich Sturms Trainer Nestor El Maestro maßlos darüber ärgerte, dass der Pass von Fitz aus der eigenen Hälfte 40 Meter in der Luft sein konnte ("Es gibt Vereine auf dieser Welt, denen das nie passiert"), sammelten Sarkaria und Fitz weitere Scorer-Punkte.

Fitz hält in dieser Saison bereits bei deren neun in 17 Einsätzen (zwei Tore, sieben Assists), alleine in den drei Frühjahrs-Matches sind es deren vier (ein Tor, drei Vorlagen).

Sarkaria wiederum hat alle seine fünf Scorer-Punkte (zwei Tore, drei Assists) in den vergangenen sechs Liga-Partien gesammelt. Wobei der 23-Jährige erst Mitte November erstmals in dieser Saison in der FAK-Startelf stand - in den acht Spielen seither setzte es keine Niederlage mehr.

Ilzer: "Unterschiedliche Charaktere"

Gemeinsam mit Benedikt Pichler hat sich eine offensive Dreier-Reihe etabliert, die ihren fairen Anteil am leichten Aufwärtstrend hat. Mit dem 18-jährigen Patrick Wimmer hat sich in dieser Phase ein weiterer Offensivspieler von den Young Violets nach oben gekämpft.

"Pichler und Wimmer sind sehr bodenständige Spieler, die auch von der Spielanlage her rustikalere Typen sind. Fitz und Sarkaria sind sehr, sehr feine Spieler, die aus der Austria-Akademie stammen. Die Mischung stimmt ganz gut."

Christian Ilzer

"Sie haben einen frischen Wind reingebracht und uns das Gefühl gegeben, jetzt geht es wieder in eine neue Richtung", lobt Trainer Christian Ilzer, "technisch sind es sehr, sehr gute Spieler, in der Offensive haben sie auch genügend Geschwindigkeit."

Das Quartett würde auch auszeichnen, dass es sich um "unterschiedliche Charaktere" handelt: "Pichler und Wimmer sind sehr bodenständige Spieler, die auch von der Spielanlage her rustikalere Typen sind. Fitz und Sarkaria sind sehr, sehr feine Spieler, die aus der Austria-Akademie stammen. Die Mischung stimmt ganz gut."

Während Pichler (Austria Klagenfurt) und Wimmer (SV Gaflenz) erst seit Sommer in Wien engagiert sind, sind Sarkaria und Fitz schon seit vielen Jahren Austrianer.

Sarkarias Geduld

Gerade Ersterer musste auch eine gehörige Portion an Geduld aufbringen, ehe er eine echte Chance bei den Profis bekam. Seine ersten Bundesliga-Minuten bekam der Mittelfeldspieler schließlich bereits im Herbst 2017 von Thorsten Fink.

"Es war sehr viel Geduld notwendig. Ich habe nicht sehr viele Chancen bekommen. Aber unter Ilzer habe ich meine Chance bekommen und sie auch ergriffen. Jetzt spiele ich und bin da, wo ich bin", freut sich Sarkaria.

Hilfreich für seine Beförderung war neben einer guten Herbst-Ausbeute für die Young Violets in der HPYBET 2. Liga (sechs Tore und vier Assists in zehn Einsätzen) sicher auch der Horror-Start in die Saison, bei dem sich so mancher etablierter Profi nicht gerade in den Vordergrund gespielt hat.

Ob die Austria-Krise für die jüngeren Nachrücker so gesehen gut gewesen sei? Sarkaria: "Einerseits ist es gut, dass wir hochgezogen wurden und viele Spiele bekommen. Das ist gut für die Weiterentwicklung. Andererseits ist es jedoch traurig, dass wir zu viele Unentschieden hatten und es leider nicht ins obere Playoff geschafft haben. Jetzt heißt es Vollgas geben und es im unteren Playoff in die Europa-League-Quali schaffen."

Sturm zeigt auch noch Schwächen auf

Die FAK-Youngsters können und sollen in der Qualifikationsrunde weiter an Erfahrung sammeln. Die bisherige Vertrautheit soll dabei helfen.

"'Fitzi' und ich habe schon in der Akademie und bei den Amateuren viel zusammengespeilt, bei den Young Violets habe ich auch mit Wimmer und Pichler gespielt. Wir haben uns damals schon gut verstanden, jetzt klappt es halt auch oben. Sicher ist es eine Liga höher und auch die höchste in Österreich. Aber ich finde, es hat schnell geklappt."

Was natürlich keineswegs heißt, dass nicht Luft nach oben besteht. Für Ilzer kann man die Sturm-Partie hernehmen, um Licht und Schatten aufzuzeigen:

"In der Situation beim Tor haben sie es gut gemacht, aber vor allem in der ersten Halbzeit haben wir auch gesehen, dass wir gegen das Mittelfeld von Sturm Graz oft das Nachsehen hatten. Sie waren einfach wuchtiger, haben schneller auf zweite Bälle reagiert. So war es für mich in der Phase, als es noch 0:0 stand, schwer, die Doppel-Sechs aufzulösen, weil ich dass Gefühl hatte, dass wir dann den Zugriff verlieren würden."

Für die kommende Saison könnten die aktuellen Lerneffekte indes durchaus wertvoll sein.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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