"Der will mich umbringen und ich kriege Rot?"

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Beim 2:1 von Red Bull Salzburg im Hit gegen Rapid kam es am Ende zur großen Rudelbildung, die zwei Ausschlüsse zur Folge hatte: Paulo Miranda sah Gelb-Rot, Mario Sonnleitner sah Rot.

Salzburg-Trainer Oscar kündigt Konsequenzen an: "Das hat mir gar nicht gefallen und wir werden in dieser Hinsicht auch etwas tun."

Auch Rapid-Coach Damir Canadi wird mit seiner Mannschaft darüber sprechen: "Ich habe nicht alles genau gesehen. Aber das hat mir von meinem Team nicht gefallen, dass es so reagiert hat."

VIDEO: Hier eskaliert der Schlager (ab Minute 03:42)


Nach dem 1:2 durch Tomi per Elfer wollte dieser den Ball von Goalie Alexander Walke, der ihn nicht hergab. In weiterer Folge kam es zu vielen Tumulten mit Miranda und Sonnleitner als Hauptdarsteller sowie vielen Nebendarstellern.

Spanische Wortgefechte mit Tomi

Aber welche Maßnahmen werden genau folgen? Darauf wollten beide Trainer nicht so genau eingehen.

Oscar, der sich gemeinsam mit seinem Co-Trainer Ruben Martinez Landsmann Tomi ein mehrminütiges Wortgefecht lieferte (der verletzte Jonatan Soriano kam von der Bank aus dazu), meinte nur: "Das war der schlechteste Part vom Spiel. Ich habe den Spielern bereits meine Meinung gesagt, die Spieler wissen bereits, was Sache ist."

"Man hätte sich besser benehmen können"

Canadi muss sich die Szenen noch genauer ansehen, um seine Schlüsse daraus zu ziehen.

"Tomi und Walke hätten sich sicher beide besser benehmen können. Der Salzburger (Miranda) war dann extrem aggressiv, Sonni hat eine Schutzeinhaltung eingenommen. Aber ich muss es mir wirklich erst genau anschauen", so der Wiener.

Walke sah es danach nicht so schlimm und meinte: "Wenn der Schiedsrichter die Situation zu Beginn (Tomi schlug Walke den Ball aus der Hand, Anm.) gleich ahndet, kommt es nicht so weit."

Klar ist bislang nur, dass beide Hauptprotagonisten im nächsten Bundesliga-Spiel gesperrt sind. Miranda hatte ob seiner vielen Würgegriffe Glück, dass er nur ein Spiel zusehen wird.


Sonnleitner wutenbrannt

Bei Sonnleitner, der nach Eingreifen des vierten Offiziellen (Andreas Heiß) Rot wegen eines Faustschlages (so erklärte es Schiedsrichter Alexander Harkam gegenüber dem Rapidler) sah, muss man die Sitzung des Strafsenats abwarten.

Der 30-Jährige verstand die Entscheidung überhaupt nicht und lief wutentbrannt in die Katakomben. Dort schrie der Kapitän und konnte es überhaupt nicht fassen: "Der dreht durch und ich kriege Rot? Der will mich umbringen und ich kriege Rot?" (siehe VIDEO oben)

Als er wieder aus der Kabine kam, zeigte er sich deutlich beruhigt (siehe VIDEO unten).

Aber über diese Rudelbildung wird sicher noch gesprochen werden.

Bernhard Kastler / Alexander Karper / Claus Schlamadinger


Sonnleitner und seine Sicht der Dinge:


Alexander Karper und Bernhard Kastler analysieren den Schlager:


Das sagten die Spieler nach dem Spiel:


Der Spielbericht:


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»

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