Zweite Reihe als Salzburg-Erfolgsgaranten

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Es passiert im Fußball wohl nur selten, dass eine Mannschaft beim Duell Erster gegen Zweiter nahezu die komplette Startelf durchrotiert.

Der FC Red Bull Salzburg tat beim 2:2-Remis im Spitzenspiel gegen den LASK jedoch genau das. Im Vergleich zur 6:2-Gala in der Champions League unter der Woche änderte Trainer Jesse Marsch die Aufstellung gleich auf acht Positionen.

Obwohl man in dieser Spielzeit erstmals Punkte abgeben musste, hält Marsch die starke Rotation für keinen Fehler: „Nein, ich denke nicht, dass es ein Fehler war. Wir haben einen großartigen Kader, wir müssen diesen Kader in den richtigen Momenten nützen.“

„Für uns ist das Cup-Spiel am Mittwoch sehr wichtig. Daher denke ich, dass in diesem Moment die Strategie super war. Wir haben einen Punkt und sind frisch für einen richtigen Schlager gegen Rapid“, hat der US-Amerikaner den Cup-Fight gegen Rapid Wien bereits im Auge.

Red Bull Salzburg: Erfolgsgeheimnis Rotation?

Auch von den Spielern wollte nach dem Schlusspfiff keiner der Rotation die Schuld für das Remis geben. Verständlich, immerhin war es unter anderem auch Doppeltorschütze Patson Daka, der nur dadurch in die Startelf kam.

Der Stürmer aus Sambia war zu Saisonbeginn noch erste Wahl bei Marsch, musste sich allerdings schnell hinter dem Sturm-Duo Erling Haaland und Hee-Chan Hwang einordnen.

„Es ist mein Ziel, besonders hart zu arbeiten. Es gibt sehr viel Konkurrenz im Team, jeder Stürmer trifft, alle geben ihr Bestes. Wenn ich eine Gelegenheit bekomme, versuche ich diese immer zu nützen“, hegt Daka im Gespräch mit LAOLA1 keinen Groll über seinen verlorenen Stammplatz.

Vielmehr streicht er hervor, wie wichtig der große Konkurrenzkampf für das gesamte Team ist: „Heute habe ich eine Chance bekommen, das war meine Zeit um zu kämpfen und zu zeigen, dass ich immer noch hier bin. Das ist sehr wichtig für das Team, weil wir uns gegenseitig pushen, um besonders hart zu arbeiten.“

Jesse Marsch: Keine Stammelf

Auch Trainer Marsch ist nach dem Spiel voll des Lobes für Daka, von einem verlorenen Stammplatz will der 45-Jährige jedoch nicht unbedingt etwas wissen: „Heute habe ich eine Chance bekommen, das war meine Zeit um zu kämpfen und zu zeigen, dass ich immer noch hier bin. Das ist sehr wichtig für das Team, weil wir uns gegenseitig pushen um besonders hart zu arbeiten.“

„Wichtig ist, dass jeder Spieler das Gefühl hat, ein Stammspieler zu sein. Meine Aufgabe ist, jeden Spieler so einzustellen, dass er immer bereit ist“, stellt Marsch klar.

Das nimmt sich Daka auch zu Herzen. Angesprochen darauf, ob sich der Stürmer nach seinem Doppelpack einen Startelf-Platz im Cup-Schlager gegen Rapid erwartet, meint er: „Es liegt am Coach, das zu entscheiden. Aber ich bin immer bereit zu spielen. Wenn die Gelegenheit kommt, werde ich davon nie überrascht sein.“

Auch Albert Vallci überzeugt

Während Daka in der Offensive glänzen konnte, durfte sich auch Albert Vallci in der Verteidigung wieder über 90 Minuten beweisen. Mit dem Transfer von Maximilian Wöber gegen Ende der Transferzeit wurde es für Vallci natürlich nicht leichter.

„Den Konkurrenzkampf gibt es bei uns auf jeder Position, das war mir vorher bewusst“, stimmt der Steirer Daka und Marsch zu.

„Natürlich hat mir meine Verletzung nicht unbedingt in die Karten gespielt, aber ich fühle mich schön langsam wieder bei 100%“, spricht er seine in der Vorbereitung zugezogene Sprunggelenksverletzung an.

Einen Stammplatz gibt Vallci deswegen aber noch lange nicht auf: „Ich weiß, dass ich vom Trainer das Vertrauen bekomme und es gilt, wie für jeden Spieler, wenn ich die Chance bekomme, muss ich Leistung zeigen. Unser Kader ist groß, jeder Spieler ist wichtig. Oft können Kleinigkeiten entscheiden, aufgrund derer der Trainer für den einen oder den anderen entscheidet. Von daher gilt es für jeden Spieler bereit zu sein und jede Chance zu nützen.“

Auffallend beim Spiel gegen den LASK: Wöber agierte als Linksverteidiger, Vallci zentral. Dabei hat Vallci bei Ex-Klub Wacker Innsbruck stets auf der linken Seite der Viererkette agiert. Stehen die Außenverteidiger-Positionen nicht zu Diskussion?

„Letztes Jahr war es kein Thema, heuer ist es ein Thema. Der Trainer weiß, dass ich zur Not auch links oder rechts spielen könnte, falls etwas passiert. Er weiß aber auch was meine Meinung ist, nämlich dass ich auf der Innenverteidiger-Position am stärksten bin und da sehe ich mich in Zukunft auch“, so die Ansage von Vallci.

Eine Variabilität, die bei einem Kader wie jenen von Red Bull Salzburg sicherlich nicht schadet.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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