Müller legt nach: Rapid-Schlammschlacht eskaliert

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Wenn Andreas Müller von Präsident Michael Krammer der Lüge bezichtigt wird, wehrt er sich.

Und die Schlammschlacht rund um den SK Rapid geht damit in die nächste Runde.

Der ehemalige Sportdirektor legt in der "Krone" nach: "Diesen Vorwurf kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Ich kann alles, was mir der Klub vorwirft, widerlegen."

Warum der Deutsche überhaupt nachgetreten hat? "Mike Büskens und ich haben uns sauber verabschiedet. Aber was Rapid dann mit uns gemacht hat, war einfach nur stillos."

Schadenersatzklage brachte Müller in Rage

Besonders in Rage bringt den Ur-Schalker eine Schadenersatzklage vonseiten Rapids, in welcher Müller die Vertragsklausel einer automatischen Verlängerung des Vertrages von Büskens bei Qualifikation für den Europacup vorgeworfen wird.

Nach der Beurlaubung flatterte das Schreiben bei Müllers Anwalt in den Briefkasten. "Weil ich es intern und extern nicht kommuniziert haben soll. Wie bitte? Bei Büskens' Präsentation stand es sogar auf der Homepage, dass er einen Vertrag bis 2017 mit Option hat. Das war immer der Wunsch des Vereins, jetzt will keiner mehr etwas davon wissen."


Die Brandrede von Steffen Hofmann:


Diese Vorgehensweise seitens der Vereinsführung kann und will der 54-Jährige nicht auf sich sitzen lassen.

Skurrille fristlose Kündigung für Büskens

Vor allem, weil dies nicht das einzige Fehlverhalten des Klubs gewesen sein soll. Auch Mike Büskens wurde laut Müller unfair behandelt. Da der Ex-Trainer beurlaubt war, aber noch einen laufenden Vertrag hatte, wollte er sich absichern, ob er denn als Studiogast bei "Sky" das Spiel zwischen Schalke und Saloniki als Experte begleiten dürfe.

"Er hat zehn Tage lange mehrmals bei Rapid angefragt, ob er den Termin wahrnehmen kann. Aber von Rapid kam nie eine Antwort, keine Reaktion." Eine Nachricht mit Folgen erhielt Büskens prompt einen Tag nach dem TV-Auftritt: "Da wurde Büskens von Rapid plötzlich fristlos gekündigt. Das ist stillos und müssen jetzt die Anwälte regeln."

Das Resultat wurde am Dienstag bekannt: Der Vertrag mit Büskens wurde aufgelöst, Abschlagszahlungen sollen dies möglich gemacht haben, um zu vermeiden, dass der Ex-Coach im Falle des Cupsiegs auch noch eine Titelprämie einstreift. Mit der Fristlosen kam Rapid nicht durch.

Es geht hin und her. Das Chaos bei Rapid nimmt seinen Lauf und die Vereinsführung hat seinen Anteil daran. Gut möglich, dass Krammer, Peschek und Co. auch diese Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen.

Dann geht die Schlammschlacht wohl in die nächste Runde.

Was bisher geschah:

Textquelle: © LAOLA1.at

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