SCR reagiert auf Schmid-Kritik an Geschäftsbericht

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Der Kampf um die Präsidentschaft beim SK Rapid Wien entwickelt sich immer mehr zum Schlagabtausch.

Nachdem sich Kandidat Roland Schmid aufgrund der Veröffentlichung des Geschäftsberichts Sorgen machte und dem Verein unterstellte, die Zahlen und Fakten schöner darzustellen als sie eigentlich wären, reagieren die Hütteldorfer per Aussendung auf die Kritik.

Der Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek meint: "Der SK Rapid steht wirtschaftlich auf gesunden Beinen, wir haben aus ökonomischer Sicht jedes Geschäftsjahr seit dem Antritt des Präsidiums um Michael Krammer im November 2013 positiv abschließen können. Als Sportklub Rapid geht es uns nicht um Rekordgewinne, da wir keine Dividenden auszahlen müssen, sondern um größtmögliche Mittel bzw. bestmögliche Rahmenbedingungen für den sportlichen Bereich."Dabei betont er, dass der Wahlkampf nicht zur Schlammschlacht ausarten soll.

Auch Noch-Präsident Michael Krammer wird mit den Worten zitiert: "Es darf nicht sein, dass dem SK Rapid in der Öffentlichkeit Schaden zugefügt wird und die wirtschaftliche Situation wesentlich schlechter dargestellt wird als sie ist."

Demnach begründet Rapid das nationale Geschäftsergebnis mit dem Verpassen der Meister-Gruppe und damit entfallenen Duellen mit Hochkarätern wie Austria, Salzburg, Sturm oder LASK sowie dem Wechsel des Trainerteams und erheblichen Maßnahmen für den Hauptrasen.

Außerdem werden die Personalaufwände und auch die Einbeziehung von Rapid II ins Nachwuchs-Budget verteidigt.

Die gesamte Stellungnahme des SK Rapid gibt es HIER:

Nach der gestrigen Presseaussendung des Team GRÜN WEISS im Vorfeld der Ordentlichen Hauptversammlung ruft der scheidende Präsident Michael Krammer zu einer Rückkehr zur Sachlichkeit auf! „Es darf nicht sein, dass dem SK Rapid in der Öffentlichkeit Schaden zugefügt wird und die wirtschaftliche Situation wesentlich schlechter dargestellt wird als sie ist“, so Krammer.

Zusammengefasst kann zu den Vorwürfen konstatiert werden:

- Ad „nationales Geschäftsergebnis“: Im Rahmen der Pressekonferenz wurde am Donnerstag bereits von Magister Raphael Landthaler in seiner Funktion als Direktor Finanzen und Organisationsentwicklung im Detail aufgeklärt, in welchem Zeitablauf ein Budget erstellt wird und dass aufgrund von Einnahmen aus dem Europacup und Transfers ein deutliches Minus aus dem nationalen Bewerb auch bewusst in Kauf genommen wurde. Ungeplant kamen ein Wechsel des Trainerteams und das Verpassen der fix eingeplanten Meistergruppe sowie erhebliche Maßnahmen für den Hauptrasen hinzu. Dass durch die Teilnahme an der Qualifikationsgruppe die Einnahmen aus Ticketing und Hospitality im Bundesligabetrieb im Vergleich zur Saison davor gesunken sind, ist aufgrund der dadurch ausgefallenen Heimspiele gegen Austria Wien, RB Salzburg, Sturm Graz oder LASK zwangsläufig. Dafür darf man fix davon ausgehen, dass beim angestrebten Erreichen der Meistergruppe in der aktuellen Spielzeit in diesen Bereichen wieder eine signifikante Steigerung erreicht wird! Aus heutiger Sicht werden wir auch das aktuelle Geschäftsjahr positiv abschließen und sind zuversichtlich, in der aktuellen Bundesligasaison mit allen getroffenen Maßnahmen eine weitere positive sportliche Entwicklung zu erreichen. Wir setzen seit Jahren wie kein anderer Fußballklub in Österreich auf Transparenz, berichten dabei über unsere Finanzen, Strategien sowie Maßnahmen. Unsere Geschäftsberichte des letzten Jahrzehnts sind nicht umsonst auch der Öffentlichkeit via Homepage zugänglich. Zudem konnte der SK Rapid abermals einen Teil des Stadionkredits vorzeitig zurückzahlen und liegt hier bereits 3,3 Millionen Euro über Plan.

- Ad Personalkosten: Die kritisierten Anstiege bei den Personalaufwänden können nur jene im Segment Sport betreffen, diese waren durch die erfolgreiche internationale Saison in der Tat und ebenso wenig überraschend um Einiges höher als in der Saison 2017/18 mit internationaler Absenz. Dadurch stieg der Personalaufwand Sport deutlich um rund drei Millionen Euro und machte 2018/19 rund 17,4 Millionen Euro aus. Der sonstige Personalaufwand stieg hingegen nur um moderate acht Prozent, auch hier erklärbar mit der Europacup-Teilnahme, die zwölf zusätzliche Spiele (darunter sechs Heimspiele) brachte. Die Personalaufwände werden daher in der laufenden Saison garantiert wesentlich geringer sein.

- Ad Nachwuchs-Budget: Selbstverständlich sind hier die Aufwände für Rapid II einzurechnen. Diese Mannschaft bildet das älteste Nachwuchsteam und hat die prioritäre Aufgabe junge Kicker an die Profimannschaft heranzuführen. Auch Personalkosten für beispielsweise die Nachwuchsleitung, Nachwuchstrainer und -betreuer oder Talentemanager zählen zum Nachwuchsbudget, detto Aufwände für Verpflichtungen von Spielern für den Nachwuchsbereich, Stichwort Ausbildungsentschädigungen, und Sach- bzw. Betriebskosten. Der im Geschäftsbericht 2018/19 ausgewiesene Betrag von rund vier Millionen Euro für den Nachwuchs ist also völlig korrekt.

Anlehnend an den einleitenden Aufruf von Präsident Michael Krammer appelliert auch Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek: „Der SK Rapid steht wirtschaftlich auf gesunden Beinen, wir haben aus ökonomischer Sicht jedes Geschäftsjahr seit dem Antritt des Präsidiums um Michael Krammer im November 2013 positiv abschließen können. Als Sportklub Rapid geht es uns nicht um Rekordgewinne, da wir keine Dividenden auszahlen müssen, sondern um größtmögliche Mittel bzw. bestmögliche Rahmenbedingungen für den sportlichen Bereich. Als Management und Geschäftsführung ersuchen wir, keine Schlammschlacht zu führen, die das Vertrauen in den Klub und die Reputation von Mitarbeitern beschädigt, sondern einen sachlichen Wettbewerb der Ideen für unseren gemeinsamen Herzensverein auszutragen. Denn als Rapidler begegnen wir uns ehrlich, vertrauensvoll und gleichwürdig. Schließlich wollen wir alle gemeinsam auch in Zukunft das Beste für diesen großartigen Klub erreichen.“

Textquelle: © LAOLA1.at

Präsidentschaftskandidat Schmid besorgt Rapid-Geschäftsbericht

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