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Nach Austria-Salzburg: Schiri kritisiert VAR

Christian-Petru Ciochirca entschuldigt und ärgert sich.

Nach dem 2:1-Sieg des FC Red Bull Salzburg bei der Wiener Austria hat Schiedsrichter Christian-Petru Ciochirca Gesprächsbedarf.

Der Unparteiische stand bei einigen wichtigen Entscheidungen im Mittelpunkt. Nicht jede davon würde er noch einmal so treffen.

Erstmals ins Rampenlicht rückte der Steirer in der 51. Minute - Galvao foulte Capaldo an der Strafraumgrenze, der Referee zeigte auf den Elferpunkt. Doch der VAR schaltete sich ein und entschied, dass das Foul außerhalb des Sechzehners stattgefunden habe, es deshalb nur Freistoß gäbe.

"Da hätte es keinen Eingriff geben müssen"

Ciochirca sieht das nach dem Spiel im Interview mit "Sky" anders: "Ich bleibe bei meiner Entscheidung am Spielfeld, dass dieses Vergehen auf der Linie war. Mir fehlen die klaren und offensichtlichen Bilder, dass es unter Umständen draußen war. In der Nachbetrachtung bin ich der Meinung, dass es da keinen Eingriff hätte geben müssen."

Nachsatz: "Vielleicht hatte der VAR andere Bilder als die, die ich jetzt gesehen habe." Als VAR fungierte übrigens Rene Eisner.

Ciochirca wünscht sich: "Für die Zukunft können wir vielleicht mitnehmen, dass es bei so strittigen Sachen, die Möglichkeit gibt, uns Schiedsrichtern das On-Field-Review selbst zu ermöglichen."

"Ich entschuldige mich"

Eine Szene, die direkt aus dem Freistoß resultierte, sorgte wiederum für Aufregung im violetten Lager. Capaldo köpfelte die Freistoßflanke ans Aluminium, der Ball ging daraufhin ins Toraus, Ciochirca entschied fälschlicherweise auf Corner. Daraus fiel dann das 1:0 der Salzburger.

"Es war eine Fehlentscheidung. Bedauerlicherweise ist daraus ein Tor gefallen. Ich entschuldige mich bei den Beteiligten dafür, auch, wenn das keinem hilft", ärgert sich der Schiedsrichter, der sich öffentliche Kritik von FAK-Coach Manfred Schmid gefallen lassen musste. Hier Nachlesen >>>

Die anderen beiden strittigen Entscheidungen - der Elfer der Austria nach Handspiel von Piatkowski sowie das wegen Abseits aberkannte Ausgleichstor der Austria in der Nachspielzeit - hat Ciochirca wiederum korrekt bewertet.


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