Ist Rapid plötzlich ein Titelkandidat?

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Was mit einem 1:0 gegen den LASK in der 6. Runde seinen Lauf nahm, setzte sich mit einem 2:1 beim LASK in der 15. Runde fort: Rapid ist seit nunmehr zehn Liga-Spielen ungeschlagen.

Platz 3 haben die Hütteldorfer mit sieben Punkten Vorsprung auf die Admira abgesichert, das Top-Duo Sturm (3 Punkte Vorsprung) und Salzburg (2 Punkte) wurde vor dem Spitzenspiel am Sonntag unter Druck gesetzt - ist mittlerweile auch Rang 1 bei Rapid ein Thema?

Thomas Murg brachte es nach der Partie auf den Punkt: "Wenn es zum Schluss so ist, dass wir oben dabei sind, dann wäre es ja blöd, wenn wir nicht sagen, wir wollen Meister werden. Aber wir müssen es erst schaffen, diese Chance zu haben. Unser Ziel ist ein anderes, ein Platz unter den Top 3 und da sind wir auf einem guten Weg."

Klar ist den Wienern allerdings auch, dass der Weg noch ein weiter ist. Denn so gut die erste Hälfte in Pasching war, in der zweiten Hälfte musste Rapid um den Sieg zittern.

Meisterliche erste Hälfte

In der ersten Hälfte spielte Rapid tatsächlich meisterlich, ließ dem so heimstarken Aufsteiger nicht den Hauch einer Chance.

"Wir haben in der Videonanalyse gesehen, dass der LASK mit vier, fünf Spielern hoch attackiert und sich dahinter der Raum auftut. Diese Pressinglinie wollten wir überspielen und das ist uns vor der Pause komplett aufgegangen", analysierte Stefan Schwab.

Der Kapitän spielte vor der Pause wie ein solcher und legte zunächst die Führung mit einem tollen Pass auf.

"Schwabi hat den Ball perfekt gespielt, der Pass darf nicht lockerer oder fester kommen, der war einfach perfekt. Ich hatte einen guten ersten Kontakt, dann war der Tormann schnell da und ich wusste gleich, was ich jetzt machen würde", so Murg, der in seinem dritten Spiel gegen den LASK das dritte Mal das 1:0 erzielte und das jeweils gegen seinen Ex-Trainer aus Rieder Zeiten ("Oliver Glasner hat mir das schon vorgehalten").

Schwab erzielte wenig später sein fünftes Saisontor. An seiner Seite stand erstmals seit dem Erfolgslauf in der Liga nicht der nach wie vor unbesiegte Dejan Ljubicic, der nach anstrengenden Wochen (auch beim U21-Team) eine Pause bekam, sondern Thanos Petsos.

"Wir haben einen starken Kader"

Louis Schaub musste am Spieltag krankheitsbedingt w.o. geben, beim kränkelnden ÖFB-Teamkollegen Philipp Schobesberger reichte es nur für einen Joker-Einsatz. Dennoch spielte Rapid den LASK vor der Pause an die Wand.

"Die erste Hälfte war ganz stark von uns, wie zuletzt gegen die Admira. Das war eine starke Vorstellung, vom Positionsspiel her und auch von der Disziplin. Wir haben hoch attackiert, viele zweite Bälle gewonnen, nichts zugelassen und 2:0 geführt. Das war ganz stark von uns", lobte Trainer Goran Djuricin, der auch ob der Ausfälle kein Bauchweh hatte.

"Das war nicht schlimm, denn wir haben einen starken Kader", verwies der Rapid-Coach auf die Ersatzmänner Petsos, Eren Keles und Veton Berisha.

Das macht auch Sportchef Fredy Bickel happy: "Es zeigt, dass wir reagieren können und nicht nur elf, zwölf Spieler haben, sondern gut aufgestellt sind. Jeder hat im Team einen Platz, jeder kann übernehmen, wenn es wichtig wird."

Salzburg - Sturm 5:0

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Austria Wien - Admira 2:3

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SKN St. Pölten - Wolfsberger AC 0:0

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LASK - SK Rapid 1:2

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Mattersburg - Altach 1:0

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So weit, so gut. Aber da war eben dann noch diese zweite Hälfte, in der Rapid wieder einen Rückfall hinnehmen musste.

Djuricin hob hier auch den Gegner hervor: "Man darf nicht vergessen, dass der LASK richtig gut ist. Hier in Pasching haben noch nicht viele gewonnen. Der LASK ist volles Risiko gegangen, es war knapp, auch weil wir leider unsere Konterchancen nicht genutzt haben. Wir standen auch zu tief, was nicht unser Plan war."

Warum der Leistungsabfall in Hälfte 2?

Murg sprach die Problematik klar an: "Wir müssen schauen, dass wir bei 2:0 ruhiger bleiben. Wir schießen die Bälle meistens nur mehr nach vorne, sichern sie nicht gut und spielen auch die Konter nicht gut zu Ende."

Schwab: "In der zweiten Hälfte müssen wir einfach auch Fußball spielen, da haben wir fast nur noch mit hohen Bällen agiert und sind nicht nachgerückt. Das haben wir schon gegen Sturm gemacht und deswegen hatten wir keine Torchancen. Leider schaffen wir es noch nicht, das über mehr als 60 Minuten zu zeigen. Aber wir gewinnen aktuell die Spiele, weil wir auch wissen, dass wir verteidigen können. Jetzt haben wir eine sehr gute Serie, die wollen wir bis zum Winter fortsetzen."

Nach 519 Minuten ohne Gegentor kassierte Rapid zwar wieder eines, doch der Erfolgslauf geht weiter. Für Bickel nach schwierigen Monaten eine logische Konsequenz.

"Wir sind langsam Schritt für Schritt gegangen. Klar, es hat immer wieder Stockungen gegeben, mit Trainer-Wechsel, Verletzungen oder anderen Dingen, die nicht so gut waren, aber wir haben uns nicht vom Weg abbringen lassen, sind kontinuierlich weitergegangen und stehen jetzt da, wo wir sind. Aber es ist noch mehr drin vom Spiel her, das zeigt die zweite Hälfte."

Zusatz: "Wir wollen unbedingt in den Top 3 sein und das jetzt einmal bis in die Winterpause beibehalten."

Das M-Wort

Sollte es so weitergehen, nimmt man dann auch das Wort Meistertitel in den Mund?

Bickel: "Man wäre jetzt schlecht beraten. Nicht, dass ich Angst hätte, so etwas in den Mund zu nehmen, es kann auch sein, dass es irgendwann so weit ist. Aber aktuell ist der Platz, wo wir stehen, richtig."

Während für Djuricin die Tabelle aktuell irrelevant ist, geht Schwab etwas weiter: "Wir wollen bis zur Winterpause den Abstand so gering wie möglich halten."

Da kommt für Rapid Salzburg nächste Woche gerade recht.

Textquelle: © LAOLA1.at

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