Liendl zu Feldhofer-Aus: "War nie ein Machtkampf"

 

Der Wolfsberger AC hat chaotische Tage und Wochen hinter sich.

Dabei fing das Jahr 2021 für die Lavanttaler im Hinblick auf das Saison-Highlight, die Europa-League-Duelle mit Tottenham Hotspur, noch so gut an, Nebengeräusche, wie die Unzufriedenheit von WAC-Kapitän Michael Liendl, der von Ferdinand Feldhofer in dieser Zeit vermehrt auf die Bank gesetzt wurde, brachten allerdings immer wieder Unruhe in den Verein.

Anfang dieser Woche brach dann der Super-Gau über den Wolfsberger AC herein. Nachdem Cheftrainer Ferdinand Feldhofer mit Michael Liendl, Michael Novak und Christopher Wernitznig drei Stammkräfte vor dem Cup-Halbfinale gegen den LASK aus dem Kader strich, schienen alle guten Beziehungen, die noch zwischen Trainer und dieser Ansammlung an Spielern existierten, irreparabel beschädigt worden zu sein.

Der Machtkampf gipfelte, als Folge zog Cheftrainer Ferdinand Feldhofer nur einen Tag nach dem Cup-Ausscheiden seinen Hut. Sieger also Michael Liendl & Co., oder etwa nicht? "Von meiner Seite gab es keinen Machtkampf, ich wüsste nicht, warum ich einen Machtkampf führen sollte", verteidigt sich Michael Liendl am Sonntag nach dem Bundesliga-Spiel gegen Ried gegenüber "Sky".

Liendl rechnet mit Kritikern ab

Fakt ist, dass Michael Liendl weiter im WAC-Trikot auflaufen darf, während sich Erfolgs-Coach Ferdinand Feldhofer dazu entschied, seinen Posten zu räumen. "Mit Ferdinand Feldhofer war es eine schöne Zeit. Wir haben unglaubliche Erfolge zusammen gefeiert, aber der Verein hat am Ende so entschieden und wird auch seine Gründe dafür gehabt haben", versucht der Routinier die Sache hinter sich zu lassen.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Dennoch kann auch Liendl nicht verleugnen, dass ihm die letzten Wochen einen kleinen Image-Knacks verpassten. "Es ist im Fußball oft so, dass ab und zu Sachen passieren, mit denen keiner rechnet, wo gewisse Leute keinen Einblick ins Innenleben einer Mannschaft haben", so Liendl, der auch etwas mit den Medien abrechnet.

"Von außen sind viele Sachen geschrieben und gesagt worden, die nicht stimmen. Wir haben niemals das Training frühzeitig verlassen, sondern es war so, dass das Training für die Spieler beendet war, die gegen den LASK nicht im Kader waren. Da darf man nicht nur oberflächlich hinschauen", sagt der 35-Jährige.

Liendl: "Probleme muss man nicht wegdiskutieren"

Dass das Verhältnis zwischen Spieler und Trainer bereits seit mehreren Wochen litt, will Michael Liendl nicht verneinen. "Das eine oder andere Problem war da, das muss man nicht wegdiskutieren", sagt der "Zehner". "Es haben beide Seiten versucht, das Beste für die Mannschaft zu machen."

"Der Trainer hat die Entscheidung getroffen, mich nicht immer spielen zu lassen. Das ist zu akzeptieren. Aber ich bin ein Spieler, der das nicht immer so verstehen kann, nach meinen Leistungen, Toren und Assists", schildert Liendl seine Sicht der Dinge.

"Es war niemals ein Machtkampf, sondern eine Situation, in der wir nicht der gleichen Meinung waren. Nicht mehr und nicht weniger", versucht der Mittelfeldspieler das Thema ruhen zu lassen.

WAC-Antwort gegen Ried "extrem wichtig"

Seine Aufstellung am Sonntag bestätigt hat Michael Liendl allemal. Der WAC lieferte mit einem 4:0-Sieg gegen Ried (Spielbericht >>>) die richtige Antwort auf die vergangenen Tage. Liendl steuerte einen Treffer vom Elfmeterpunkt, sowie einen Assist bei.

"Natürlich haben wir einen Druck gehabt, nach den letzten Wochen, spielerisch haben wir das gut gemacht. Es war für die ganze Mannschaft extrem wichtig. Es war ein gewisser Reifeprozess, den die Mannschaft heute durchgemacht hat", sagt Liendl.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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