Wobei sich natürlich die Frage stellt, warum der VAR nicht eingegriffen hat? "Es war so, dass ich kommuniziert habe, dass die Hand angelegt war. Für mich war der Treffer eben auf der linken Hand. Der Check-Vorgang war so, dass sie das Handspiel checken und für sie waren die Bilder nicht klar genug für ein Handspiel", erläutert der Schiedsrichter.
"Ich muss mich natürlich entschuldigen für diesen Fehler", so Spurny.
Spurny: "Bilder im VAR-Room sind etwas kleiner"
Dennoch sollte man meinen, dass die VAR-Abgestellten das Vergehen durchaus erkennen hätten können. Einen möglicher Grund, warum dies nicht der Fall war, versucht Spurny zu liefern: "Die Bilder im VAR-Room sind etwas kleiner als wir sie hier auf den großen Bildschirmen sehen. Das ist jetzt natürlich keine Rechtfertigung oder sonst etwas. Es kann natürlich sein, dass solche Fehler dann leichter passieren."
Sky-Experte Andreas Herzog findet diese Erklärung lachhaft, deshalb scherzt er auf Sendung: "Dann sollen sie sichs im Gartenbaukino anschauen, dort gibt es eine größere Leinwand."
Freilich hilft das Klagenfurt-Cheftrainer Peter Pacult nach dem Spiel nur wenig. Statt einen Elfmeter - und der großen Chance, gegen Salzburg in Führung zu gehen - ging man eben in Rückstand.
"Das sind natürlich spielentscheidende Situationen. Das ist leider das Hauptproblem, dass im Gegenzug das 0:1 fällt und wir aus meiner Sicht wirklich um diese Situation umgefallen sind, wo der Schiedsrichter vielleicht die falsche Entscheidung getroffen hat", so ein aufgebrachter Pacult.
Pacult: "Zum dritten Mal Entscheidung gegen uns"
Bereits in der vergangenen Saison hatten die Klagenfurter ihre Probleme mit dem VAR, die Beziehung scheint sich auch in diesem Jahr nicht zu verbessern. "Das ist jetzt schon das vierte Spiele und zum dritten Mal ist die Entscheidung gegen uns", sagt Pacult.
Auch Matthias Jaissle gesteht nach dem Spiel ein, dass seine Mannschaft durchaus im Glück war, wäre doch auch aus seiner Sicht ein Elfmeter zu geben gewesen: "Den kann man schon geben. Da dürfen wir uns nicht beschweren, wenn den der Schiedsrichter gibt."
Mit dem Endresultat zeige sich der Deutsche aber zufrieden: "Das ganze Spiel in Summe betrachtet, war es ein verdienter Sieg."