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RBS-Tor: Schiri gesteht Fehlentscheidung

RBS-Tor: Schiri gesteht Fehlentscheidung Foto: © GEPA

Der FC Red Bull Salzburg feierte am Samstag in der 5. Runde der Admiral Bundesliga den vierten Sieg im fünften Spiel.

Zuhause gegen den SK Austria Klagenfurt gewannen die "Bullen" mit 2:0 (Spielbericht) - allerdings hätte auch alles anders ausgehen können.

Mal abgesehen davon, dass die Kärntner in der Mozartstadt einen guten Fight ablieferten, stach vor allem eine Szene - die für Salzburg und gegen Klagenfurt lief - als spielentscheidend heraus.

51. Minute: Maximilian Wöber blockt einen Schuss der Klagenfurter an der eigenen Sechzehnergrenze mit der Hand, im Gegenzug besorgt Fernando den Salzburgern das 1:0.

"Maxi hat leider die Hand sehr weit draußen. Er (Anm. der Ball) geht ganz klar auf seine Hand. Was soll man da jetzt noch sagen?", weiß Klagenfurt-Cheftrainer Peter Pacult, dass seiner Mannschaft ganz übel mitgespielt wurde.

Schiedsrichter deckt Fehlentscheidung auf

Schiedsrichter Josef Spurny bewertete die Situation auf dem Feld jedoch anders, nach dem Spiel würde der Unparteiische allerdings zu einer anderen Ansicht kommen.

"Nach Videostudium ist es ein strafbares Handspiel", erklärt Spurny vor dem "Sky"-Mikro seine Fehlentscheidung. "Für mich am Feld war die Hand angelegt."

Dabei habe er aber die falsche Hand im Visier gehabt: "Für mich war der Treffer auf seiner linken Hand und nicht, wie wir jetzt gesehen haben, auf der rechten Hand. Die rechte Hand ist vom Körper weggedreht. Er verbreitert den Körper auf eine unnatürliche Art und Weise."

Referee entschuldigt sich

So muss Spurny eingestehen, dass er Klagenfurt gleich in doppelter Hinsicht bestrafte: "Doppelt bitter: Wir haben jetzt auch noch gesehen, dass das Vergehen auf der Strafraumlinie war und damit ein Strafstoß zu geben gewesen wäre."

Wobei sich natürlich die Frage stellt, warum der VAR nicht eingegriffen hat? "Es war so, dass ich kommuniziert habe, dass die Hand angelegt war. Für mich war der Treffer eben auf der linken Hand. Der Check-Vorgang war so, dass sie das Handspiel checken und für sie waren die Bilder nicht klar genug für ein Handspiel", erläutert der Schiedsrichter.

"Ich muss mich natürlich entschuldigen für diesen Fehler", so Spurny.

Spurny: "Bilder im VAR-Room sind etwas kleiner"

Dennoch sollte man meinen, dass die VAR-Abgestellten das Vergehen durchaus erkennen hätten können. Einen möglicher Grund, warum dies nicht der Fall war, versucht Spurny zu liefern: "Die Bilder im VAR-Room sind etwas kleiner als wir sie hier auf den großen Bildschirmen sehen. Das ist jetzt natürlich keine Rechtfertigung oder sonst etwas. Es kann natürlich sein, dass solche Fehler dann leichter passieren."

Sky-Experte Andreas Herzog findet diese Erklärung lachhaft, deshalb scherzt er auf Sendung: "Dann sollen sie sichs im Gartenbaukino anschauen, dort gibt es eine größere Leinwand."

Freilich hilft das Klagenfurt-Cheftrainer Peter Pacult nach dem Spiel nur wenig. Statt einen Elfmeter - und der großen Chance, gegen Salzburg in Führung zu gehen - ging man eben in Rückstand.

"Das sind natürlich spielentscheidende Situationen. Das ist leider das Hauptproblem, dass im Gegenzug das 0:1 fällt und wir aus meiner Sicht wirklich um diese Situation umgefallen sind, wo der Schiedsrichter vielleicht die falsche Entscheidung getroffen hat", so ein aufgebrachter Pacult.

Pacult: "Zum dritten Mal Entscheidung gegen uns"

Bereits in der vergangenen Saison hatten die Klagenfurter ihre Probleme mit dem VAR, die Beziehung scheint sich auch in diesem Jahr nicht zu verbessern. "Das ist jetzt schon das vierte Spiele und zum dritten Mal ist die Entscheidung gegen uns", sagt Pacult.

Auch Matthias Jaissle gesteht nach dem Spiel ein, dass seine Mannschaft durchaus im Glück war, wäre doch auch aus seiner Sicht ein Elfmeter zu geben gewesen: "Den kann man schon geben. Da dürfen wir uns nicht beschweren, wenn den der Schiedsrichter gibt."

Mit dem Endresultat zeige sich der Deutsche aber zufrieden: "Das ganze Spiel in Summe betrachtet, war es ein verdienter Sieg."

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