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Jaissle: "Unsere bisher beste Saisonleistung"

Jaissle: "Unsere bisher beste Saisonleistung" Foto: © GEPA

Spannung gab es am Samstagabend im ausverkauften Reichshof-Stadion zwar nur wenig zu spüren, ein Spektakel setzte es aber allemal.

Auch wenn dieses mit 0:6 aus der Sicht von Gastgeber Austria Lustenau eher unerfreulich verlief. Meister Red Bull Salzburg spielte in der Admira Bundesliga wieder einmal seine Klasse aus und zeigte, dass man für die in eineinhalb Wochen beginnende Champions-League-Saison gerüstet ist.

"Das war von uns die bisher beste Saisonleistung", freute sich dementsprechend auch Trainer Matthias Jaissle über den Auftritt seiner Bullen.

"Wir haben den Fußball auf den Platz gebracht, den wir uns vorgenommen haben. Wir waren von Beginn an gut im Spiel und sehr giftig gegen den Ball. Austria Lustenau hat zwischen der 25. und 45. Minute das gespielt, was sie stark macht in ihrer erfrischenden Art und Weise."

"Aber ich weiß auch, dass es an einem guten Tag von uns schwierig ist gegen meine Mannschaft und wir haben heute einen sehr guten Tag gehabt", versuchte Jaissle den Aufsteiger etwas in Schutz zu nehmen.

Mader: "Wussten, dass wir in eine Watsche laufen können"

Sein Gegenüber Markus Mader sah es bei der Analyse ähnlich: "Wir haben gewusst, dass wir einen traumhaften Tag brauchen, damit wir überhaupt über einen Punktgewinn nachdenken können. Wir haben aber auch gewusst, dass wir in eine Watschen laufen können gegen Salzburg und genau das ist passiert."

Mader versuchte seine Mannschaft mit taktischen Änderungen fit für das Duell gegen Salzburg zu machen. Der Plan des Trainers ging aber nur teilweise auf. "Ich war im Großen und Ganzen in der ersten Halbzeit mit dem System der Raute, was wir normalerweise nicht spielen, zufrieden. Wir hatten da Zugriff und auch Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Billig waren die ersten zwei Gegentore. In der zweiten Halbzeit nach dem 0:3 waren wir dann klar unterlegen."

Ein Elfmeter von Fernando brachte die Bullen früh auf die Siegerstraße (16.). Nur vier Minuten später erhöhte Maurits Kjaergaard auf 2:0. Nach Seitenwechsel sorgten Nicolas Capaldo (49.), Noah Okafor (60.), Junior Adamu (78.) und Dijon Kameri (82.) für den Kantersieg.

Youngster Kameri erzielt erstes Bundesliga-Tor

Vor allem der letzte Treffer war ein besonderer: Der erst 18-jährige Kameri debütierte erst in der vergangenen Woche gegen Austria Klagenfurt in der Admiral Bundesliga. Bei seinem zweiten Joker-Einsatz trug sich der zuvor bei Liefering spielende Youngster gleich in die Schützenliste ein.

"Als der Ball hinter der Linie war, war es ein unbeschreibliches Gefühl und dass ich mit den Fans, die hier waren, jubeln konnte", strahlte Kameri danach im Sky-Interview.

"Wir haben sehr stark gespielt, waren von der ersten Minute an bereit und es hat viel funktioniert, was wir uns vorgenommen haben. Die Champions League ist natürlich etwas Anderes und da müssen wir noch vieles verbessern", fiebert der Teenager den kommenden Wochen entgegen.

Seinen schnellen Aufstieg in den vergangenen Tagen hat Kameri selbst noch nicht ganz realisiert: "Es ist ein geiles Gefühl. Ich fühle mich sehr wohl in der Mannschaft. Es ist wichtig für mich als neuer Spieler, die Unterstützung des Trainerteams zu haben und ich hoffe, ich spiele dann auch in der Champions League. Es ist eine Wahnsinnsgruppe. Wir freuen uns richtig darauf."

Lustenau nun zum Wiener Sportclub

Wobei zuvor für die Bullen noch das Gastspiel bei Regionalligist Union Gurten am Dienstag im ÖFB-Cup wartet. Lustenau spielt beim Wiener Sportclub.

In Dornbach hofft Lustenau-Torhüter Domenik Schierlauf einen weniger arbeitsreichen Tag: "Eigentlich sind wir super reingestartet, dann haben wir leider zurecht einen Elfmeter bekommen. Auch der zweite Gegentreffer war ein Eigenfehler. Das hat uns leider das Genick gebrochen."

"Nach dem 0:3 haben wir etwas den Glauben an uns verloren und natürlich waren am Schluss schon die Köpfe unten. Anderen Mannschaften ist es aber noch schlimmer gegangen. Wir haben schon vorher gewusst, dass wir gegen Salzburg einen besonderen Tag brauchen. Die spielen immerhin Champions League und wir sind der Aufsteiger", gab sich Schierl keinen Illusionen hin.

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