FAK: "Heute hat das falsche Team gewonnen"

 

Sechs Spiele in Folge schloss die Wiener Austria ihre Bundesliga-Partien mit zumindest einem Punkt ab - eine Serie, die allerdings am Samstag ihr Ende fand.

Auswärts beim Wolfsberger AC mussten sich die Veilchen in einer engen Partie letztlich mit 0:1 geschlagen geben (Spielbericht >>>). Ein Ergebnis, das im Lager der Austria große Enttäuschung hervorbringt. "Heute hat definitiv das falsche Team gewonnen", erklärt ein niedergeschlagener Manfred Fischer nach dem Spiel gegenüber "Sky".

"Wir haben den WAC in der zweiten Halbzeit komplett gegen die Wand gespielt", erklärt Fischer sein kühnes Statement. "Die sind nur mehr hinten drinnen gestanden und nicht mehr rausgekommen."

"Wir haben unsere Chancen gehabt, haben sie leider nicht genutzt. Die Mannschaft hat alles reingehaut, ich kann ihr wieder nichts vorwerfen, weil wir haben es bis zum Schluss probiert", empfindet der FAK-Offensivakteur das Ergebnis als ungerecht.

Schmid: "Waren um nichts schlechter"

"Der Gegner hat leider ein Tor geschossen, das haben wir schlecht verteidigt, dadurch kommt dann auch die Niederlage zustande. Leider ist das heute ein kleiner Rückschlag für uns, aber wir haben alles gegeben", sagt Fischer.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

"Wir waren um nichts schlechter als der WAC", schließt sich Austria-Cheftrainer Manfred Schmid grundsätzlich der Meinung seines Schützlings an.

"Erste Hälfte war ein ziemlich ausgeglichenes Spiel, hatten die erste Torchance durch Djuricin, haben die nicht gemacht. Dann hatten wir Halbchancen. Dem WAC hat das Tor kurz vor der Pause in die Karten gespielt", beschreibt Schmid die erste Halbzeit.

Austria "braucht einfach mehr Zeit"

Im zweiten Durchgang findet Schmid trotz großer Überlegenheit aber auch viele Makel im Spiel der Veilchen. "Zweite Hälfte waren wir spielbestimmend, haben leider unsere wenigen Chancen nicht genützt. Am Ende waren wir nicht zwingend genug, haben zu wenig große Tormöglichkeiten erspielt."

Johannes Handl pflichtet seinem Cheftrainer bei: "In der zweiten Halbzeit hat der WAC eigentlich keine wirkliche Chance gehabt, wir waren aber auch leider zu wenig auf Torzwang, dann ist es leider eine Niederlage geworden."

Somit muss sich die Austria wieder aus den Top-Sechs verabschieden, das Resultat in Wolfsberg habe gezeigt, dass man trotz der zuletzt positiven Ergebnisse noch viel Arbeit vor sich hat. "Wir müssen an vielen Sachen arbeiten, wir sind eine junge Mannschaft, wir brauchen Entwicklung, das braucht einfach mehr Zeit", sagt Fischer.

Dutt: "Sind nicht das letzte Risiko gegangen"

Der Wolfsberger AC zieht in der Tabelle hingegen wieder an der Austria vorbei. "Ich glaube, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben. Wir haben gewusst, dass das ein Spiel auf Augenhöhe sein wird", sagt Thorsten Röcher.

Nach einer ersten Halbzeit mit leichtem Chancenplus für den WAC, war für die Lavanttaler in Halbzeit zwei Ergebnis verwalten angesagt. "Beide sind nicht das letzte Risiko gegangen, dann hast du natürlich einen Vorteil, wenn du als Heimmannschaft kurz vor der Pause in Führung gehst", sagt WAC-Cheftrainer Robin Dutt.

"Der Gegner hat mit einer Systemumstellung reagiert, wir haben im Laufe der zweiten Halbzeit nachgezogen. Da ist es aber immer besser, du bist vorne und kannst agieren", legt der Deutsche nach.

Letztlich kann man aber wohl sagen, dass taktisch alles richtig gemacht wurde auf Seiten der Wolfsberger. Vor allem über die Null freut man sich im Lavanttal besonders.

WAC "wollte endlich mal zu Null spielen"

"Zweite Halbzeit haben wir dann geschaut, dass wir kein Tor mehr kriegen. Wir wollten endlich mal zu Null spielen, es war wichtig, dass wir die Führung über die Zeit bringen. Ich finde, dass es ein verdienter Sieg war, wir als Mannschaft gut gearbeitet haben. Das war heute der erste Schritt", findet Röcher.

Auch in der Tabelle zeigt der Pfeil für die Wolfsberger wieder nach oben. "Es ist in dieser Liga unglaublich schwer zu bilanzieren. Wir haben natürlich das Gefühl, dass wir mindestens vier Punkte mehr haben müssen, weil wir zweimal kurz vor Schluss den Ausgleich bekommen haben", sagt Dutt.

"Andererseits ist es so, dass die Mannschaften von Platz drei bis zwölf so eng beieinander sind, dass man irgendwie keine Konstanz aufbauen kann. Man hat auch heute gesehen, es war ein Spiel auf Augenhöhe", weiß der Deutsche, dass noch viele schwere Spiele bevorstehen.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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