Rapid: Müller wollte Foda und nicht Büskens

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Ex-Rapid-Sportchef Andreas Müller lässt mit brisanten Hintergründen aufhorchen.

So verweigert er sich in der "Sky"-Sendung "Talk und Tore" gegenüber der offiziellen Darstellung, er habe vor seiner Bestellung Mike Büskens als "alternativlos" präsentiert:

"Es war in der Kürze der Zeit schwierig, einen Trainer zu suchen. Mein erster Vorschlag war nicht Mike Büskens, mein erster Vorschlag war Franco Foda."

Ein Engagement des Sturm-Coaches sei jedoch am Veto von Präsident Michael Krammer gescheitert.

"Ich habe mit Michael darüber gesprochen, er wollte Bedenkzeit. Nach einer Woche kam er zu mir und sagte: 'Kommt nicht in Frage!' So viel zum Thema, der einzige Kandidat war Mike Büskens", erinnert sich Müller.

Die Demontage von Zoran Barisic

Der 54-Jährige wurde gemeinsam mit Büskens im November beurlaubt. Dasselbe Schicksal war Büskens' Vorgänger Zoran Barisic vor dem Beginn der laufenden Saison passiert.

Müller offenbart, dass die Trennung von Barisic schon im Laufe der Spielzeit 2015/16 ihren Ausgangspunkt genommen habe und er es auf seine Schultern nehmen müsse, dass "der nahe Draht zu Zoki" im Frühjahr 2016 verloren gegangen sei.

Auch im Präsidium sei Unzufriedenheit mit Barisic da gewesen, was zu einem "ständigen Hin und Her" zwischen weiterem Vertrauen zu Barisic und Trennung von ihm geführt hätte.

Letztlich hätte es gegen den Ex-Coach nicht nur sportliche Argumente gegeben. "Ganz am Ende war ein entscheidender Punkt, wo sich Zoki selbst fragen muss, warum es passiert ist", erläutert Müller.

Warum Müller Canadi abgelehnt hat

Während Foda im Sommer also ein Thema bei Rapid war, sei es der spätere - und letztlich erfolglose - Rapid-Betreuer Damir Canadi nicht gewesen. Krammer hätte Müller jedoch auf den damaligen Altach-Coach angesprochen:

"Am Tag meiner Beulaubung hat mich Krammer gefragt, warum ich im Sommer nicht über Canadi nachgedacht hätte. Ich habe dann ganz klar zu ihm gesagt: 'Michael, ich bin der Überzeugung, dass Canadi kein Trainer für Rapid ist - nicht weil er nicht erfolgreich arbeiten kann, was er in all den Vereinen davor gezeigt hat, speziell in Altach. Aber wir haben hier eine Mannschaft mit Spielertypen und einer Spielphilosophie aufgebaut, die seit drei Jahren steht. Ich glaube einfach nicht, dass Canadi vom Spielstil und der Philosophie her zu Rapid passt.'"



Textquelle: © LAOLA1.at

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