Austria verpatzt Final-Hinspiel gegen Hartberg

 

Die Chancen der Wiener Austria auf eine Europacup-Teilnahme sind deutlich gesunken. Das Hinspiel des Europa-League-Playoff-Finales gegen den TSV Hartberg verlieren die "Veilchen" daheim mit 2:3.

Hartberg beginnt fulminant und geht verdient in Führung: Dario Tadic taucht nach einer super Umschaltsituation alleine vor Patrick Pentz auf und netzt ein (10.).

Die Austria braucht lange, um sich zu erfangen, kommt nach einer Drangphase nach Seitenwechsel aber doch zum Ausgleich, Benedikt Pichler ist nach einer Sarkaria-Ecke per Kopf zur Stelle (56.).

Der Ausgleich hält aber nicht lange, Tadic schnürt in Minute 64 ebenfalls nach einer Ecke den Doppelpack. Der Hartberger Top-Torjäger ist nach einer einstudierten Variante an der zweiten Stange zur Stelle.

Jodel Dossou vollendet in Minute 74 einen Konter nach Tadic-Vorlage zum vermeintlich vorentscheidenden 3:1. Tadic selbst hat in Minute 77 das Europacup-Ticket bereits auf dem Fuß, vergibt dieses aber viel zu lässig per Lupfer.

So darf sich die Wiener Austria doch noch Hoffnungen auf den Europacup machen, nachdem Patrick Wimmer einen selbst eingeleiteten Angriff in Minute 79 zum 2:3 abschließt.

Das Rückspiel um das Ticket zur Teilnahme an der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation steigt am kommenden Mittwoch in Hartberg (20:30 im LIVE-Ticker). Es gilt die Auswärtstorregel.

Keine Corona-Unsicherheit bei Hartberg

In Hartberg wurde die Vorbereitung auf das Spiel von einem positiven Covid-19-Test eines Spielers überschattet. Die folgenden Tests gaben aber allesamt Entwarnung, im Gastspiel sollte ein Start nach Maß gelingen: Bakary Nimaga brachte Tadic mit einem Pass durch die Schnittstelle in Abschlussposition, der Torjäger schlug mit einem platzierten Schuss ins linke Eck prompt Kapital daraus (10.).

Vor den Augen von ÖFB-Teamchef Franco Foda jubelte Hartberg früh über das wichtige Auswärtstor - und bereitete der Austria weitere Probleme: Patrick Pentz im Austria-Tor musste einen wuchtigen Versuch von Andreas Lienhart über die Latte drehen (13.). Seine Vorderleute schienen verunsichert und von der Intensität der Gäste beeindruckt. Vor allem im Mittelfeld fehlten die ordnenden Beine von Kapitän Alexander Grünwald, der aufgrund von Rückenproblemen fehlte.

Aus einer flexiblen Defensivreihe heraus bestimmte Hartberg auch ohne den vorerst nach Krankheit geschonten Rajko Rep die Partie. Die Steirer hatten das 2:0 bei einer Doppelchance auf dem Fuß: Nach einem Corner wurde ein Versuch von Felix Luckeneder geblockt, Thomas Rotter jagte das Kunstleder anschließend über das Tor (30.).


Die besten Bilder des Bundesliga-Playoff-Finales um die Europa League:

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Austria Wien - TSV Hartberg 2:3

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Austria dreht nach Seitenwechsel auf

Ein gefährlicher Vortrag in Minute 36, an dessen Ende ein knapper Fehlschuss von Benedikt Pichler und eine Abseitsentscheidung stand, leitete eine erste sanfte Drangphase der Violetten ein. Richtig gefährlich wurde es in Minute 53, wo nach Sarkaria-Flanke erst Wimmer und dann Pichler keine Ballkontrolle herstellen konnten. Mit Lufthoheit allerdings fiel das 1:1. Pichler köpfelte nach Sarkaria-Eckball vom "Fünfer" ein (56.) und belohnte die Leistungssteigerung. Die Austria war spätestens seit dem Seitenwechsel das bessere Team.

Hartberg hatte nach dem Dämpfer die passende Antwort parat: Zwar brachte bei einem Stanglpass Dossous auf Tadic noch Austria-Verteidiger Erik Palmer-Brown die Grätsche dazwischen. Wenige Sekunden später stand es aber 1:2. Die Austria-Hintermannschaft hatte nach einer Ecke komplett auf Tadic am zweiten Pfosten vergessen (64.).

Tadic vergibt Vorentscheidung

Chancen hüben wie drüben waren die Folge. Ein Schuss von Thomas Ebner von der Strafraumgrenze prallte von der Innenstange aufs Feld retour (66.). Austria-Coach Christian llzer brachte nach dem kräfteraubenden Halbfinale gegen Altach mit einem Dreifachwechsel frisches Personal. Kurz darauf saß aber ein Hartberg-Konter: Dossou schloss die Co-Produktion mit Tadic erfolgreich ab (74.), Florian Klein hatte das Abseits aufgehoben.

Nachdem Tadic mit einem zu lässigen Heber gegen Pentz das 4:1 ausließ (77.), versenkte Wimmer den eigenen Nachschuss zum 2:3 (79.) und verbesserte die schwierige Ausgangslage seiner Austria für das Rückspiel noch einmal. Dennoch brauchen die Violetten am Mittwoch zumindest zwei Tore.

Textquelle: © APA

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