FAK und Top 6? "Wir brauchen ein Wunder!"

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Die Wiener Austria hat im Kampf um einen Platz im Meisterplayoff einen Dämpfer erlitten. Im letzten Spiel vor der Winterpause mussten sich die Veilchen gegen den WAC trotz Führung mit einem 1:1 (>>>Spielbericht) begnügen.

Damit beträgt der Rückstand auf den ominösen Strich sieben Punkte - bei nur mehr vier Runden bis zum Cut ein fast aussichtloses Unterfangen.

Noch herrscht in Favoriten aber ein wenig (Zweck-) Optimismus.

„Rechnerisch ist es noch möglich, aber wir brauchen in den vier ausstehenden Spielen ein Wunder – aber an das glauben wir“, erklärt Trainer Christian Ilzer.

"Schaue, dass wir wieder einen guten Fußball spielen"

Abwehrchef Michael Madl meint bei LAOLA1: „Wenn ich sagen würde: ‚Auf die Spiele im Frühjahr schei… wir drauf, weil wir schaffen es sowieso nicht mehr‘, dann hätte ich den falschen Beruf erwischt. Wir werden alles dafür geben, dass wir noch über den Strich kommen.“

Für Kapitän Alexander Grünwald, der die Violetten mit einem Zaubertor in Führung brachte, ist das Thema Meisterplayoff jedoch sekundär. Der FAK-Kapitän hat andere Prioritäten.

„Ich schaue, dass wir wieder einen guten Fußball spielen. Das ist wichtig, denn dann kommen die Punkte sowieso von alleine. Das haben wir in den letzten Runden gemacht, auch heute haben wir in der ersten Hälfte phasenweise richtig gut gespielt. Wir sind aber noch nicht so weit, dass wir jeden Gegner an die Wand spielen. Aber man sieht, dass wir um nichts schlechter sind, als die Gegner, die zehn, zwölf Punkte mehr am Konto haben. Wir sind am richtigen Weg, gehen diesen weiter und schauen, was am Ende rauskommt“, so Grünwald.

Europacup-Chance über unteres Playoff möglich

Falls es sich nicht für die Top sechs ausgeht, besteht noch immer die Möglichkeit, über das untere Playoff einen internationalen Startplatz zu ergattern.

„Wenn wir gut spielen, wird am Ende des Tages die Chance auf den Europacup kommen – ob das oben oder unten sein wird, wird man sehen“, sagt der Kärntner, der jedenfalls eine positive Entwicklung in den letzten Wochen gesehen hat.

„Es ist offensichtlich, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben. Wir werden im Winter weiter hart arbeiten und wollen den Level, den wir zu zuletzt gezeigt haben, stabilisieren und verbessern.“

So richtig freuen konnte sich angesichts des Spielverlaufs aber niemand über den Punkgewinn gegen den WAC.

„Wir wollten einen Sieg holen, deswegen sind wir enttäuscht. Wir sind auch grantig, weil wir so wie im Derby in der zweiten Hälfte wieder einen Leistungsabfall hatten. Es reicht nicht, wenn man nur 60 Minuten seine Aufgaben gut erledigt, sondern es muss über 90 Minuten sein. Es ist oft nicht einfach und tut weh, aber nur so werden wir erfolgreich sein. In Hälfte eins hat man gesehen, zu was wir im Stande sind“, gesteht Madl.

Doch wie im Derby verabsäumte es die Austria, den Sack vorzeitig zuzumachen. „Wir hatten die Möglichkeiten auf das 2:0 – verwerten wir eine Chance, wäre das Spiel entschieden gewesen. Aber wir haben es nicht geschafft und bekommen dann auch noch ein dummes Tor. Daher fühlt es sich wie ein verlorener Punkt an“, hadert Grünwald.

Kopfsache?

Und mit Fortdauer der zweiten Hälfte verloren die Veilchen immer mehr den Zugriff auf die Partie. „Wir hatten zu weite Abstände. Das war auch schon im Derby so. Und dann ist es schwer, in die Zweikämpfe zu kommen, dadurch bekommt der Gegner auch mehr Räume“, versucht der FAK-Spielführer die Gründe für den Einbruch zu definieren.

Madl ergänzt: „Wir hätten noch energischer auf das zweite Tor spielen müssen. Wir haben uns dann immer mehr hinten rein drücken lassen. Es ist vielleicht auch eine Kopfsache. Vielleicht denken wir uns: ‚Wir liegen in Führung und müssen aufpassen, weil wir das Spiel unbedingt gewinnen müssen.‘ Es ist schwer zu sagen, warum das jetzt zwei Mal so passiert ist.“

Und Ilzer meint abschließend: "Wir haben uns viel vorgenommen, wollten mit einem richtig guten Gefühl in die Winterpause gehen und gewinnen. Die Leistung war okay, aber wir hatten nicht so viele Torchancen wie in den vergangenen Wochen.“

Textquelle: © LAOLA1.at

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