Austrias Innenverteidiger-Problem

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Austria-Trainer Thorsten Fink stehen die Sorgenfalten auf der Stirn, wenn er an den Sonntag denkt.

Um 19 Uhr empfängt der Deutsche mit seinen Veilchen den SKN St. Pölten zur Premiere von Oliver Lederer als Chefcoach der Niederösterreicher. Die Anzahl der Innenverteidiger, die Fink dabei zur Verfügung stehen, lässt sich an einem Finger abzählen.

Abdul Kadiri Mohammed ist fit und bereit für sein 15. Bundesliga-Spiel. Die weiteren drei Männer, die für die Abwehr-Zentrale in Frage kommen, können allesamt nicht auflaufen.

VIDEO: Fink analysiert das 1:5 gegen Milan

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)


Westermann und das "Knacken"

Routinier Heiko Westermann hat sich beim 1:5 gegen den AC Milan gegen Ende der ersten Spielhälfte verletzt. In einem Zweikampf habe er es „knacken“ gehört, berichtet der Deutsche.

„Die Schmerzen waren extrem groß. Es ist eine Verletzung am Sprunggelenk. Man muss die Untersuchung abwarten, aber ich denke, es ist nicht so tragisch“, sagt Westermann. Am Sonntag wird er aber definitiv nicht auflaufen können: „Keine Chance!“

„Hoffentlich fällt er nicht zu lange aus“, meint Fink über seinen Neuzugang, dem er schon zu gemeinsamen HSV-Zeiten vertraut hat.

Anstelle des 34-Jährigen wurde Alexandar Borkovic eingewechselt. Der 18-Jährige machte fortan seine Sache nicht nur gut, sondern erzielte auch den Treffer der Austria.

Borkovic und Ruan können auch nicht

Rund fünf Minuten vor Spielende aber der Rückschlag: Auch Borkovic musste verletzt vom Feld. „Es hat mir im hinteren Oberschenkel einen Stich gegeben. Ich konnte mich ja nur ganz kurz aufwärmen. Es kann sein, dass es sich um einen Muskelfaserriss handelt“, berichtet der Youngster.

Mit dem Brasilianer Ruan haben die Violetten am letzten Transfertag zwar einen weiteren Innenverteidiger verpflichtet, doch auch der 23-jährige Brasilianer ist für das Match gegen St. Pölten noch kein Thema. „Er hat noch keine Spielberechtigung“, berichtet Fink.

"Da müssen wir wieder zaubern und einen auspacken..."

Thorsten Fink

Der FAK-Coach steht also vor einem Problem. „Da müssen wir wieder zaubern und einen auspacken, der das spielen kann“, sagt er.

Wahrscheinlich wird Tarkan Serbest die Rolle übernehmen. Schon in den Schlussminuten gegen den AC Milan rückte der defensive Mittelfeldspieler eine Reihe weiter nach hinten.

Serbest kann's

Dem 23-Jährigen ist diese Position nicht ganz fremd. In der Saison 2013/14 setzte ihn Andreas Ogris bei den violetten Amateuren einige Male als Innenverteidiger ein. Meistens an der Seite von Marco Stark – der 24-Jährige wurde im Sommer von Austria Lustenau zurück nach Wien geholt und stünde auch zur Verfügung.

Zudem hat Fink Serbest vor einem Jahr schon einmal über die volle Spielzeit als Innenverteidiger vertraut – beim 3:1 gegen die Vienna in der zweiten Runde des ÖFB-Cups erhielt der Mittelfeldspieler sogar den Vorzug gegenüber dem gelernten Innenverteidiger Patrizio Stronati.

Alleskönner David de Paula wäre dann ein Thema für die Mittelfeld-Zentrale. Wobei man eigentlich Fast-Alleskönner schreiben müsste, wenn man sich den aktuellen Tweet des Spaniers ansieht…



Textquelle: © LAOLA1.at

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