Salzburg hat "Finale" um die Meisterschaft

 

Red Bull Salzburg steht kurz vor dem achten Meistertitel in Folge. Seit Sonntagabend steht fest, dass sich die "Bullen" bereits kommenden Mittwoch im Gipfeltreffen mit Rapid Wien offiziell zum Meister küren könnten.

Dass es soweit gekommen ist, liegt zum einen an der 1:2-Niederlage der Hütteldorfer gegen den Wolfsberger AC, aber vor allem natürlich auch daran, dass Salzburg weiter unaufhaltsam durch die Meistergruppe schreitet und ihre Vormachtstellung im österreichischen Fußball unter anderem auch beim 3:1-Auswärtssieg gegen Sturm Graz am Sonntag (Spielbericht >>>) einmal mehr unter Beweis stellen konnte.

"Das Spiel heute war wie ein Halbfinale. Es war ein wichtiger Sieg und am Mittwoch gibt es ein Finale. Ein Sieg bedeutet, wir sind Meister", fiebert Salzburg-Trainer Jesse Marsch bereits dem möglicherweise meisterschaftsentscheidenden Duell gegen Rapid Wien kommenden Mittwoch (ab 20:30 Uhr im LIVE-Ticker) entgegen.

Marsch: "...dann wäre Spiel erledigt gewesen"

Zuvor stand für Salzburg allerdings das "Halbfinale" gegen Sturm auf dem Programm. Ein Spiel, das die "Bullen" über weite Strecken dominierten, jedoch nicht unbedingt den gewünschten Ertrag erbrachte - insbesondere in Halbzeit eins.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

"Wir waren in der ersten Halbzeit sehr stark, hatten viele Chancen, nur die Tore fehlten. Wir haben in der Halbzeit gesagt, wir müssen positiv bleiben", so Jesse Marsch. "Wenn wir vor dem Tor nicht konsequent und eiskalt genug sind, dann kann es immer eine schwierige Situation mit einem Gegentor geben."

So geschehen in der zweiten Halbzeit, als Sturm das Spiel durch Kiteishvili zwischenzeitlich sogar ausgleichen konnte. Letztlich brachten die "Bullen" den Sieg in der Schlussphase aber doch ins Trockene. "Wenn wir vor dem Tor konsequenter gewesen wären, wäre das Spiel, glaube ich, schon früher erledigt gewesen, dann hätten wir auch Spieler schonen können für Mittwoch", sieht Marsch Verbesserungspotenzial im Angriff.

Elfer für Sturm? Unterschiedliche Ansichten

Dennoch mussten die Mozartstädter in der Schlussphase nochmal kräftig durchatmen, nachdem ein vermeintliches Foul von Maximilian Wöber an Kelvin Yeboah im eigenen Sechzehner ungeahndet blieb und Sturm die Chance, das Spiel vom Punkt auf 2:2 auszugleichen, verwehrt blieb.

"Ich bin am Boden gelegen, habe dann probiert, den Ball wegzuspitzeln. Ich glaube, ich habe ihn dann leicht am Knöchel erwischt. Ich weiß nicht, ob er sich da fallen lassen muss. Ich kann nicht sagen, ob das ein Elfer war oder nicht, ist mir aber eigentlich wurscht", beschreibt Maximilian Wöber die strittige Szene vor dem "Sky"-Mikrofon.

Auf Seiten der Grazer ist man sich naturgemäß sicher, dass die Aktion einen Elfmeterpfiff nach sich ziehen hätte müssen. "Ich denke, der Schiedsrichter hat eine super Sicht auf die Situation. Der Schiedsrichter sieht, dass Wöber den Ball spitzelt, davor hat er aber ganz klar das Foul gemacht. Er hat Kelvin Yeboah dabei gehindert, aus kurzer Distanz auf das Tor zu schießen. Klarer Elfmeter", findet Sturm-Cheftrainer Christian Ilzer, der sich aber trotzdem als fairer Verlierer gibt.

"Auf das ganze Spiel gesehen, geht der Sieg für Salzburg in Ordnung. Wenn du in der 80. Minute aber einen Elfmeter auf 2:2 hast, ist es schon bitter für uns", legt der Steirer nach.

Ilzer: "Haben überdreht"

Was stehen bleibt, ist ein bis zum Schluss knappes Spiel, in welchem Sturm durchaus auf einen Punktgewinn pochte, zugleich aber auch eine erste Halbzeit, in der sich die Grazer glücklich schätzen konnten, nur mit einem Tor in Rückstand zu sein.

"Der Start war okay, wir haben druckvoll begonnen. Danach waren wir aber ein bisschen überdreht, haben dem hohen Tempo Tribut zollen müssen. Wenn du dann gegen Salzburg nicht in die Zweikämpfe kommst, dann kriegst du massive Probleme. Zur Pause war es sicher das beste, dass wir nur 0:1 hinten waren", findet Ilzer.

"Über verdient oder unverdient brauchen wir nicht reden, es war aufgrund der ersten Halbzeit schon ein klar verdienter Sieg der Salzburger. Trotzdem tut es uns weh, dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen. Die Niederlage schmerzt, ist aber definitiv kein Rückschlag für uns. Wir werden uns schnell sammeln und uns auf das Spiel gegen die WSG konzentrieren", richtet auch der Sturm-Cheftrainer seinen Blick bereits nach vorne.


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