Admira-Coach Damir Buric: So geht er es an

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Der neue Admira-Coach Damir Buric leitete beim Trainingsauftakt der Südstädter am Montag erstmals das Training.

Seine ersten Eindrücke sind positiv. "Die Mannschaft ist jung, willig und wissenshungrig. Wir werden versuchen, die Grenze nach oben zu verschieben, um noch besser zu werden", so der 52-jährige Kroate im Interview.

Gerüchte, er verhandelte bereits seit Anfang Dezember mit der Admira, sind falsch: "Es ging alles sehr schnell. Es war kaum Zeit, dass ich meine Sachen packe."

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Wie es wirklich ablief, was er zu Ex-Trainer Oliver Lederers Entlassung sagt, wie seine Idee von Fußball aussieht und ob er die Admira zuvor überhaupt kannte, verrät Damir Buric im Interview:

Frage: Wie kam ihr Engagement bei der Admira zustande?

Damir Buric: Es ging alles sehr schnell. Es war kaum Zeit, dass ich meine Sachen packe. Ich habe mich über die Admira informiert und gesehen, dass viele junge Spieler im Kader stehen. Die Akademie hat ein sehr hohes Niveau, das ist eines der Markenzeichen des Vereins. Wahrscheinlich haben sich die Verantwortlichen über meine Vergangenheit als Trainer informiert. In Freiburg habe ich bei einer der besten Jugend-Akademien Deutschlands zehn Jahre gearbeitet, später dann als Co-Trainer bei den Profis. Auch zuletzt bei Hajduk Split habe ich mit der mit Abstand jüngsten Mannschaft Europa League gespielt. Wahrscheinlich wurde der eine oder andere dadurch auf mich aufmerksam. Im Fußball geht es schnell.

Frage: Mussten Sie beim Angebot der Admira lange überlegen?

Buric: Österreich gefällt mir als Land - die Art und Weise, Fußball zu spielen, auch. Deshalb musste ich nicht lange überlegen sondern habe sofort zugesagt. Ich freue mich sehr, hier zu sein. Wir haben ein gutes Trainerteam, das ist sehr wichtig. Wir haben viele Gespräche geführt und ich habe gemerkt, dass viel Fachkompetenz vorhanden ist.

Frage: Wann genau gab es den ersten Kontakt?

Buric: Ungefähr eine Woche bevor es fix wurde. Wie gesagt, es ging alles sehr schnell. Es war überraschend, deswegen konnte ich mich gar nicht großartig vorbereiten. Ich bin jetzt sehr fleißig und versuche, mir alle Spiele noch einmal anzusehen, um einen Überblick zu erhalten. Bis jetzt habe ich einiges gesehen, ich freue mich auf die Jungs.

Frage: Haben Sie die Admira vorher überhaupt gekannt?

Buric: Ja, schon. Wenn man im Ausland nach der Admira fragt, hört man immer den Begriff "Traditionsverein". Viele Leute wissen, dass die Admira neunmal Meister war, das darf man nicht vergessen.

Frage: Was sind die Eindrücke nach dem ersten Training?

Buric: Die Mannschaft ist auf einem guten Niveau, wir wollen noch einmal ein paar Prozent hinauskitzeln. Wir werden versuchen, die Grenze nach oben zu verschieben, um noch besser zu werden. Die Mannschaft ist jung, willig und wissenshungrig. Es wird ein harter Weg - in allen Bereichen. Das Team ist aber auf einem guten Niveau, auf diesem Weg bedanke ich mich beim ehemaligen Trainer für die gute Arbeit. Ich wünsche ihm alles Gute.

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FC Red Bull Salzburg

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Frage: Sie haben Mannschaft und Ex-Trainer gelobt. Haben Sie sich erkundigt, warum es überhaupt zum Trainerwechsel kam?

Buric: Ja, aber es ist nicht meine Aufgabe, das zu kommentieren. Ich kann nur sagen, dass ich meinem Kollegen alles Gute wünsche. Das wünsche ich ihm wirklich aus ganzem Herzen. Hoffentlich wird er in Zukunft wieder erfolgreich arbeiten. Leider ist es in diesem Geschäft so, dass Trainer als Erste verantwortlich gemacht werden. Das wird sich mit mir auch nicht ändern, das weiß ich.

Frage: Sie waren jahrelang Co-Trainer von Robin Dutt und sind mit ihm zu verschiedenen Vereinen gegangen, selbst haben Sie aber keinen Assistenten mitgenommen. Warum?

Buric: Ich habe mit der Vereinsführung gesprochen und die Assistenz-Trainer hier sind gut. Ich habe viel mit den Jungs gesprochen und bin mit ihnen zufrieden. Ich glaube, dass wir ein gutes Team haben. Wir können der Mannschaft gemeinsam helfen und sie weiterentwickeln.

Frage: Was ist Ihre Vorstellung von Fußball? Bevorzugen Sie ein gewisses Spielsystem?

Buric: Im Fußball muss man vielseitig sein. Als Trainer kannst du nicht nur einen gewissen Bereich abdecken, der Job ist sehr komplex. Im Fußball müssen viele Bausteine zusammenpassen. Wir werden versuchen, Umschaltspiel in beide Richtungen gut auszuüben. Gutes Spiel im richtigen Moment, gutes Ballbesitzsspiel, die Positionen besetzen - "Spielphilosophie" ist immer ein großes Wort. Wir werden das Spielsystem hin und wieder wechseln, weil wir uns so weiterentwickeln. Du musst in einem System immer guten Fußball spielen. Ich will nicht zu viel versprechen, aber die Handschrift wird zu sehen sein.

Frage: Haben Sie sich informiert, wie bislang gespielt wurde und werden Sie jetzt alles umkrempeln?

Buric: Viele Mannschaften spielen guten Fußball. Wir werden Schritt für Schritt kleine Sachen verändern. Die guten Dinge behalten wir gerne, wo man gewisse Änderungen machen muss, werden wir sie vornehmen. Das Spielsystem muss immer an die Mannschaft angepasst werden. Mit einer guten Analyse des Teams werden wir Trainer klüger und werden sehen, was möglich ist. Im Fußball geht es um Details.

Frage: Der Kader ist mit 29 Mann sehr groß - werden Spieler abgegeben oder wollen Sie mit so vielen Spielern arbeiten?

Buric: Es gibt derzeit viele Spieler, die verletzt sind. Wir müssen sie gut aufbauen, damit sie wieder stark zurückkommen. Es gibt auch viele Spieler, die zwischen erster und zweiter Mannschaft pendeln. Wir werden genau selektieren und jedem eine Empfehlung geben, was im Moment für ihn besser ist. Das sind aber alles talentierte Spieler, wir werden Geduld mit ihnen haben. Ich hoffe, dass noch der eine oder andere nach oben kommt.

Frage: Gibt es eine gewisse Anzahl, wie viele Spieler im Training stehen sollen?

Buric: Normalerweise arbeitet man gerne mit 23 oder 24 Spielern. Wir haben aber aktuell mit Maranda und Knasmüllner zwei Spieler beim Bundesheer, die werden uns fehlen. Ebner, einer unserer Ersatzkapitäne, ist verletzt (Leisten-OP/Anm.) - so fehlen dir gleich Leistungsträger. Wir müssen aber einfach andere Lösungen finden, deswegen werden wir im Training alles abchecken und den einen oder anderen auf anderen Positionen spielen lassen.

Frage: Wünschen Sie sich zu Ihrem Einstand gleich einmal gewisse Neuzugänge?

Buric: Zuerst muss man sich den eigenen Kader ansehen. Wir haben sehr viele Spieler und werden versuchen, mit ihnen auszukommen. Dann werden wir sehen. Im Moment sind keine Transfers geplant.

Frage: Es gibt bekanntlich eine Kooperation mit den Würzburg Kickers - wie stellen sie sich als Trainer diese Zusammenarbeit vor?

Buric: Wir werden sehen, was in Zukunft passiert. Ich kann nicht genau sagen, wie das aussieht. Dafür sind Manager und Sportdirektor zuständig. Wir sind aber in allen Bereichen uneingeschränkt und setzen voll auf unsere junge Mannschaft. Das ist unser Weg. Die Admira muss sich nicht schämen sondern sollte stolz auf die vielen Spieler sein, die in der eigenen Akademie ausgebildet wurden. Die Admira ist eine der wenigen Mannschaft in der Bundesliga, die das behaupten kann.

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Textquelle: © LAOLA1.at

Marc Janko im LAOLA1-Talk: "Gegenwind wichtig für Alaba"

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