"Kleine" Klubs mit Bedenken wegen Zwölferliga

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Neuer Modus, alter Favorit. Für so gut wie jeden Bundesliga-Trainer führt der Titel in der kommenden Saison nur über Meister Red Bull Salzburg.

Die von der APA unter den Coaches durchgeführte Umfrage zeigt aber auch, dass die "kleineren" Klubs durchaus Bedenken an der neuen Zwölferliga, die im Frühjahr in ein Oberes und Unteres Playoff geteilt wird, haben.

Aufgrund fehlender Duelle gegen Rapid, Salzburg oder Austria "könnte es für die Mannschaften, die unten sind, zuschauermäßig schon ein bisschen problematisch sein", sagt SVM-Coach Baumgartner.

Fragen:

1.) Wer ist in der kommenden Bundesliga-Saison Ihr Titelfavorit und warum?

2.) Wie lauten die Saisonziele mit Ihrer Mannschaft?

3.) Welche sportlichen Auswirkungen erwarten Sie durch den neuen Modus auf die Liga?

4.) Was trauen Sie den fünf heimischen Startern im Europacup zu?

Marco Rose (Red Bull Salzburg)

1.) "Ich glaube, dass man davon ausgehen kann, dass wir versuchen, um den Titel mitzuspielen. Ich glaube aber auch, dass Austria Wien alles dafür tun wird, eine bessere Saison zu spielen, und sie sich auch gut verstärkt haben. Dazu Rapid Wien und Sturm Graz - es sind die üblichen Verdächtigen. Es ist sicher so, dass wir hart dafür kämpfen werden und müssen, und uns einige Mannschaften das Leben schwer machen werden."

2.) "National natürlich um die beiden Titel mitzuspielen. International wollen wir uns Punkt eins qualifizieren, das ist wichtig für uns, und Punkt zwei dann wieder so viele Spiele wie möglich auf dem Niveau haben, um unsere Spielweise und die jungen Spieler weiterzuentwickeln."

3.) "Es bringt Spannung. Wir müssen alle erst einmal sehen, wie es funktioniert. Ich glaube, dass der Modus Chancen birgt - vor allem, wenn du keine besonders gute Startphase bis zu den Playoffs hast. Dann bekommst du vielleicht noch einmal eine zweite Chance, eine zweite Luft. Auf der anderen Seite: Wenn du lange international dabei bist, kann es sein, dass du in der entscheidenden Phase am Ende der Saison, wenn es um die Wurst geht, extrem Körner liegen lässt."

4.) "Ich traue ihnen eine Menge zu, weil ich sehe, dass der österreichische Fußball eine gute Entwicklung nimmt. Natürlich gehören international auch ein guter Tag und das Quäntchen Glück dazu, aber ich empfände es als schön und gut, wenn viele österreichische Mannschaften lange dabei wären, weil dann auch der Fußball in Österreich an Format gewinnt und das sicher auch der Nationalmannschaft gut tut."

Heiko Vogel (SK Sturm Graz)

1.) "Titelfavorit ist ganz klar der Titelträger des letzten Jahres. Aber ich glaube, er hat größere Konkurrenz bekommen, als es zuletzt der Fall war. Die Wiener Vereine haben nachgerüstet."

2.) "Wir haben uns durch die letzte Saison das ein oder andere Türchen aufgemacht. Wir haben es jetzt in der Hand, durch eine der aufgemachten Türen zu gehen. Wir haben die Möglichkeit, in drei Wettbewerben präsent zu sein, wissen aber unsere Lage demütig, analytisch einzuschätzen. Die Favoriten sind andere. Wir werden zumindest im Cup sehen, was machbar ist, wollen das aber nicht als Ziel ausgeben. Man sollte die Ziele nicht in Titeln und Platzierungen bemessen, sondern in Chancen, die man nutzen kann."

3.) "Ich habe mit dem Format wenig Erfahrung. Auf den ersten Blick könnte ich mir schon vorstellen, dass noch einmal mehr Spannung erzeugt wird. Weil es spannend ist, sich für die ein oder andere Gruppe zu qualifizieren. Innerhalb der Gruppe geht es dann auch noch mal weiter. Also ist da für doppelte Spannung gesorgt."

4.) "Red Bull war ja schon im Halbfinale der Europa League. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich mal feststellen könnte, wie gut sie es in der Champions League machen. Das hätten sie sich auch wirklich mal verdient, ich drücke da die Daumen. Das gilt aber für die anderen Starter auch. Der österreichische Fußball hat es sich verdient, dass man auch international auf sich aufmerksam macht. Von daher sollte man nicht egoistisch sein - je erfolgreicher die österreichischen Mannschaften international abschneiden, desto besser ist es für den österreichischen Fußball."

Goran Djuricin (Rapid Wien)

1.) "Salzburg, weil sie die besten Möglichkeiten und auch die qualitativ stärksten Spieler haben in vielen Bereichen. Das heißt aber nicht, dass man sie nicht schlagen kann, Sturm hat es bewiesen im Cup-Finale. Favorit hin und her, wir müssen schauen, dass wir aufholen, dass wir auf Tuchfühlung sind mit ihnen."

2.) "Wir haben Parameter erstellt für uns, wo wir besser werden wollen. Wir haben das im Staff und in der Mannschaft besprochen, und das bleibt auch unter uns. Nächste Woche werden wir die Zielsetzung für die Liga mit der Vereinsführung besprechen und dann lassen wir es wahrscheinlich raus. Im Cup wollen wir natürlich so weit wie möglich kommen und die Europa-League-Gruppenphase wollen wir erreichen."

3.) "Es wird wahrscheinlich spannender, weil es innovativer ist, anders, neu ist, wir sind schon sehr gespannt und freuen uns darauf."

4.) "Sehr viel. Wir haben voriges Jahr bei der Austria gesehen, dass sie auch nur sehr knapp gescheitert ist an der K.o.-Phase. Ich glaube, dass wir uns oft unterschätzen und kleinreden in Österreich, wir haben Qualität und es ist alles möglich. Du brauchst halt natürlich ein bisschen Glück mit den Gegnern auch. Salzburg wünsche ich den Einzug in die Champions League, ich hoffe, dass sie es schaffen."


Oliver Glasner (LASK)

1.) "Man hat eigentlich gerechnet, dass der größte Umbruch bei Red Bull Salzburg passieren wird. Die haben ihn mit am kleinsten gehalten. So gesehen ist für mich klar, dass Salzburg am Ende vorne stehen wird. Allgemein sehe ich die Top Vier Salzburg, Rapid, Austria und Sturm über allen anderen stehen."

2.) "Wir werden auch das - wie man so sagt - verflixte zweite Jahr nach dem Aufstieg meistern. Wir haben im letzten Jahr eigentlich schon das heurige Ziel mit Platz vier übertroffen. Wir haben es schon so formuliert, dass wir nach der Reform in die Meisterrunde einziehen wollen, zu der oberen Hälfte gehören wollen. Das ist nach wie vor unser Ziel. Wir wissen, dass Salzburg, Rapid, Austria und Sturm Graz finanziell gesehen die deutlich besseren Möglichkeiten haben."

3.) "Ich finde es spannend, lasse mich überraschen und gehe offen darauf zu. Ich finde die Gestaltung sehr interessant, dass man auch als Siebenter noch die Chance auf den Europacup hat. Auch da ist noch nicht alles vorbei."

4.) "Ich erwarte, dass Salzburg in die Champions League einzieht und sehe auch bei Rapid die Möglichkeit, in die Europa-League-Gruppenphase zu kommen. Bei Sturm muss man schauen, gegen Ajax ist es sicherlich schwierig, aber machbar. Die Admira und wir als ungesetzte Teams, da kannst du schnell ein großes Kaliber bekommen."

Ernst Baumeister (FC Admira)

1.) "Salzburg, weil sie einfach einen sehr guten Kader haben und die größte Breite. Man merkt Jahr für Jahr, dass sie manchmal auch schlechter reinstarten, sich aber absetzen, je länger die Saison dauert. Sie können einfach Verletzte und die Doppelbelastung verkraften, was andere nicht können."

2.) "Vor einem Jahr hätte ich gesagt, das Ziel kann nur sein unter die ersten sechs zu kommen, was wir auch in den vergangenen drei Jahren immer geschafft haben. Heuer wäre es aber vermessen. Uns haben sechs Stützen verlassen, wir fangen bei Null an, deshalb glaube ich, dass wir bis am Schluss um den Ligaverbleib kämpfen werden. Unser Ziel ist auf den Klassenerhalt beschränkt."

3.) "Man muss abwarten, wie das läuft. Ich kann mich erinnern, dass sie es vor 20 Jahren auch schon einmal gemacht haben und nach zwei Jahren wieder auf das alte System zurückgegangen sind, weil sich im Endeffekt damals nichts geändert hat. Der Saisonstart ist jetzt wahrscheinlich noch wichtiger, dass man gleich irgendwo dabei ist, dass man die Luft nach oben hat. Durch die Punktehalbierung ist es heuer vielleicht so, dass die Meisterschaft noch ein bisschen länger spannend bleibt."

4.) "Red Bull traue ich wie immer einiges zu und ich glaube auch, dass sie es heuer endlich in die Champions League schaffen. Der Semifinaleinzug in der Europa League wird ihnen dafür einen Schub gegeben haben. Rapid ist auch so eine Mannschaft, die sich international immer steigern kann. Sturm hat mit Ajax einen sehr starken Gegner, der LASK hat eine eingespielte Mannschaft, da muss man aber auch abwarten und wir sind gegen jeden Gegner Außenseiter. Wenn zwei Teams eine Gruppenphase erreichen, wäre das schon ein Hit."

Gerald Baumgartner (SV Mattersburg)

1.) "Wenn alles normal läuft, wird wieder Red Bull Salzburg Meister werden. Sie haben den ein oder anderen verloren, haben in ihrem Ausbildungskonzept aber genug Toptalente, die den nächsten Schritt machen können. Marco Rose hat mir gesagt, dass sie heuer noch stabiler als letztes Jahr sind - eine brutale Kampfansage."

2.) "Um heuer wieder den für uns sehr guten sechsten Platz zu erreichen, müssen wir schon richtig gut sein. Im oberen Play-off spielen zu können, wäre natürlich eine tolle Sache. Das große Ziel für den SV Mattersburg muss aber immer sein, so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben."

3.) "Die erste Liga mit zwölf Vereinen bewerte ich als gut. Vereine wie Wacker Innsbruck, mit großer Tradition, einem super Umfeld und Stadion, aber auch die SV Ried gehören rauf. Was mir nicht so gut gefällt, ist die Idee vom oberen und unteren Playoff. Das könnte für die Mannschaften, die unten sind, zuschauermäßig schon ein bisschen problematisch sein. Die zweite Liga ist überhaupt problematisch, wenn man denkt, dass hier etwa Ried und Liefering gegen Halbprofis spielen. Da wird es zu großen Qualitätsunterschieden kommen."

4.) "Ich drücke natürlich allen die Daumen. Salzburg hätte es sich verdient, einmal in der Champions League zu spielen."


Thomas Letsch (Austria Wien)

1.) "Red Bull Salzburg ist der große Favorit, wie in jedem Jahr. Der Umbruch bei ihnen war noch nie so klein, im Gegenteil: Sie haben Qualität dazubekommen. Alles andere als der Titel für Salzburg wäre eine große Überraschung."

2.) "Wir wollen uns weder mit der Vergangenheit beschäftigen, noch zu sehr mit der Zukunft. Mir ist wichtig, dass wir im Hier und Jetzt leben, dass wir jeden Tag nutzen. Ein Jahr nicht international zu spielen, ist schlimm genug. Das muss im nächsten Jahr anders sein, dieses Minimalziel muss sein. Dazu müssen wir ins obere Playoff, mehr lasse ich mir nicht herauslocken."

3.) "Es wird spannend. Jeder erwartet die großen Mannschaften im oberen Playoff. Salzburg, Austria, Rapid, Sturm, LASK sind fünf. Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine davon schwächelt. Dazu gibt es immer eine Überraschungsmannschaft. Zu Beginn ist die Ausgangslage nicht anders wie bisher. Nach zehn, elf Spieltagen könnten sich aber Dinge herauskristallisieren, dann wird es unruhig werden."

4.) "Ich glaube, dass Salzburg den Sprung in die Champions League schafft. Bei den anderen muss man sehen. Die österreichische Liga ist gut, jeder hat Potenzial, in die Europa League einzuziehen. Sturm Graz hat natürlich ein schweres Los."

Werner Grabherr (SCR Altach)

1.) "Titelfavorit ist heuer noch klarer als sonst Red Bull Salzburg. Sie haben die Mannschaft zusammenhalten können. Es wird sich wieder zeigen, inwiefern die Doppelbelastung eine Rolle spielt. Die war die letzten Jahre spürbar. Im Frühjahr haben sie dann aufgedreht. Wenn sie so weitermachen, wird es sehr schwierig sein, sie generell einmal zu knacken."

2.) "Wir wollen die Mannschaft nach der letzten Saison wieder erfolgreich machen, ihr auch eine gewisse Substanz antrainieren, damit wir über das Jahr gut durchkommen. Der Fokus heuer liegt ein Stück weit schon auf dem Frühjahr - da wollen wir richtig performen können, das haben wir im letzten Jahr nicht geschafft. Wenn es um Platzierungen geht, wollen wir immer besser sein als in der Vorsaison. Da wäre Platz sieben sicher kein schlechter Platz, aber sicher: Der sechste ist das große Ziel aller Clubs. Für den SCR Altach ist ein unteres Playoff aber kein Beinbruch."

3.) "Jede Runde im Herbst wird schon eine richtig große Bedeutung haben. Jeder einzelne Punkt wird sehr wichtig sein, denn dieser kann entscheiden, ob man es ins obere oder untere Playoff schafft. Es wird sich kein Club leisten können, über einige Wochen einmal nicht zu performen."

4.) "Ich traue ihnen sehr viel zu. Auch wir als Altach konnten in der Vergangenheit zeigen, dass speziell in der frühen Phase viel möglich ist, weil in anderen Ligen die Meisterschaft erst später startet. Diesen Moment zu nützen, ist für österreichische Klubs eine Riesenchance. Ich hoffe, dass es der ein oder andere in eine Gruppenphase schafft, weil es für Österreich sehr wichtig ist."

Christian Ilzer (WAC)

1.) "Titelfavorit ist natürlich Salzburg. Mich begeistert der Fußball, der Trainer, die Arbeitsweise dort. Es ist alles rund, hat Qualität, da wird nicht leicht was daran vorbeiführen. Ich finde aber auch, dass sich die Wiener Großklubs gut aufgestellt haben, vor allem die Austria. Sie haben jetzt eine Mannschaft, die ideal zur Traineridee passt, spielen nicht international und haben die Euphorie durch das neue Stadion. Die Austria ist für mich vielleicht ein kleiner Geheimfavorit."

2.) "Ich könnte sagen, wir wollen den Klassenerhalt und es mir gemütlich machen. Aber das will ich nicht. Ich denke, dass wir eine Mannschaft haben, von der man auch etwas erwarten muss. Es ist wahrscheinlich ein Platz möglich im oberen Playoff, die anderen sind eh reserviert, und um diesen einen kämpft jeder. Wenn bei uns wirklich alles optimal läuft, dann müssen wir uns zutrauen, da dabei zu sein. Wenn es uns gelingt wäre es ein Riesenerfolg."

3.) "Ich finde es spannend, mir gefällt's, es bringt einfach neuen Pepp rein. Punktehalbierung, es bleibt spannend, es gibt oberes und unteres Playoff, jeder will ins obere Playoff. Ich denke auch, dass es im unteren Playoff durch die Punktehalbierung richtig um das Überleben gehen wird. Und du hast mit dem siebenten Platz noch die Chance in den Europacup zu kommen, da ist viel Würze drinnen. In der Vorbereitung macht es für uns keinen Unterschied, im Winter kannst du vielleicht noch einmal nachrüsten, wenn es vor der Punkteteilung eng sein sollte."

4.) "Ich wünsche allen das Beste, man fiebert da einfach für Österreich mit. Salzburg hat vergangene Saison wirklich Heroisches geleistet, das darf man aber nicht als Standard annehmen. Ich glaube, dass es heuer soweit ist und sie es in die Champions League schaffen."

Ganz in blau: Das ist das neue Trikot von Sensations-Aufsteiger TSV Hartberg.

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Der SKN St. Pölten läuft in gelb mit blauen Akzenten auf.

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Der SV Mattersburg bleibt beim traditionellen grün-weiß gestreiften Design.

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Der SK Sturm setzt auswärts auf weiß mit einem schwarzen Streifen in der Mitte.

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Und ein schwarzes Trikot mit einem grauen Streifen wird in zuhause getragen.

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Bei Rapid ändert sich in puncto Trikot, dass das bisherige weiß-grüne Auswärtstrikot das Heimtrikot werden soll.

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..., während das bisherige grüne Trikot durch ein am Donnerstag neu präsentiertes Dress ersetzt wird.

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Auch in Altach vertraute Farben: weiß und schwarz dominieren das Heimdress.

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Auswärts wird in rot gespielt.

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Ganz in weiß tritt der WAC künftig seine Heimspiele an.

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Bei Meister Red Bull Salzburg dominieren die Klubfarben rot und weiß das Heimtrikot.

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Auswärts wird es etwas ausgefallener mit den Farben blau, rot, weiß und gelb.

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Ganz traditionell ist der LASK unterwegs: schwarz-weiß heim und auswärts sowie rot-schwarz als Ausweichtrikot.

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Bei der Austria sticht ein neuer Brustsponsor ins Auge.

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Auswärts spielen die Veilchen in weiß, die Torhüter werden zum Pink Panther.

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Die Admira tritt zuhause wie gewohnt in rot an.

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Auswärts stehen ein schwarzes und ein weißes Trikot zur Verfügung.

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Aufsteiger Wacker Innsbruck kommt gestreift in den Klubfarben grün und schwarz auf den Rasen.

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Auswärts dominiert weiß das Trikot der Tiroler.

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Dietmar Kühbauer (SKN St. Pölten)

1.) "Es ist beängstigend, wenn Marco Rose sagt, dass sie jetzt noch weiter sind. Sie sind der Kandidat Nummer eins auf den Titel. Oben wird es schwer werden, Salzburg zu knacken. Es wäre schön, wenn es jemand schaffen kann. Aber sie haben einfach eine Super-Truppe."

2.) "Wir wollen heuer in ruhigere Fahrwasser reinkommen, keine Frage. Unser Ziel ist es, dass wir einfach drinbleiben (in der Liga, Anm.). Was dann heraus kommt, wird sich zeigen. Es liegt natürlich an uns. Nach der vergangenen Saison zu sagen, wir wollen um Rang sechs mitspielen wäre vermessen."

3.) "Die Spiele sind dieselben. Ob das Format besser ist, wird sich zeigen. Für die kleinen Vereine fällt sicher weg, dass man Rapid, Austria, Salzburg so oft hat. Die großen Mannschaften werden oben dabei sein, eine kleine auch. Ich will die Euphorie nicht bremsen. Es könnte aber eine Zwei-Klassen-Gesellschaft entstehen. Der 'Kleine', der oben ist, hat eine super Geschichte."

4.) "Ich würde es Salzburg wünschen, dass sie es erstmals in die Champions League schaffen. Und sie werden es schaffen. Bei den anderen Mannschaften weiß man nicht, was passiert. Solange du nicht in die Gruppenphase kommst, ist es vor allem für kleine Mannschaften körperlicher und mentaler Stress. Aber natürlich wünsche ich jedem, dass er weiterkommt, weil das Ansehen für Österreichs Liga steigt."

Karl Daxbacher (FC Wacker Innsbruck)

1.) "Das ist nach wie vor Red Bull Salzburg, die meiner Meinung nach sicher die beste Mannschaft haben. Schon die Vorbereitungsspiele waren beeindruckend - kein Gegentreffer, gegen relativ starke Gegner gewonnen. Das zeigt, dass da eine Mannschaft ist, die um einiges über den anderen steht."

2.) "Wir wollen nächstes Jahr wieder in der Liga sein, das ist das vorrangigste Ziel. Wir sind gekommen, um zu bleiben. Schauen wir, wie wir ankommen. Die Auslosung ist relativ schwierig, daher wäre ein guter Start wichtig, und auch gute Leistungen, damit sich der Tivoli wieder mehr füllt."

3.) "Es ist der Versuch, es interessanter zu machen. Ich würde der Reform eine Chance geben. Es könnte wirklich spannender werden. Es gibt immer wieder neue Anreize, die sonst vielleicht verloren gegangen sind. Österreich hat schon viele Reformen versucht. Wahrscheinlich wird man es erst nach zwei, drei Jahren wirklich beurteilen können."

4.) "Von bis sehr viel - aber auch in die andere Richtung. Die kleinen Mannschaften, die zu Beginn die Gegner sind, sind auch nicht mehr leicht zu bespielen. Bei Salzburg wünscht sich jeder, dass sie einmal in die Champions League kommen. Bei den anderen ist alles möglich - von einem frühen Ausscheiden bis auch zur Gruppenphase."

Markus Schopp (TSV Hartberg)

1.) "Es ist in den letzten Jahren immer Red Bull gewesen, das wird in diesem Jahr nicht anders ein. Die Mannschaft hat sich in ihrer Substanz bis heute nahezu nicht verändert. Der Trainer ist der gleiche geblieben. Das sind Voraussetzungen, die Red Bull in den wenigsten Jahren gehabt hat - und trotzdem ist es sich immer ausgegangen. Deswegen ist Red Bull für mich absoluter Titelfavorit."

2.) "Das Ziel muss sein, in der Liga zu bleiben. Darauf richten wir uns mit allen unseren Möglichkeiten aus."

3.) "Die Plätze im oberen Playoff sind relativ kompakt und wahrscheinlich vergeben. Für uns als TSV Hartberg ist es eine interessante Konstellation, weil relativ viele neue Spieler gekommen sind und es wahrscheinlich einen gewissen Prozess dauern wird, bis die Mannschaft zu sich findet. Dann werden die Punkte halbiert, das ist nicht uninteressant. Am Ende des Tages gilt es trotzdem, einen Punkt mehr zu machen als irgendeine andere Mannschaft in der Liga."

4.) "Red Bull hat sich in der Substanz fast nicht verändert. Wir haben noch gut in Erinnerung, was ihnen letztes Jahr in der Europa League gelungen ist. Ich würde mir wünschen, dass sie es jetzt wirklich einmal in die Champions League schaffen und sich auf absolut höchstem Niveau entwickeln können. Andere Kandidaten - Admira, Rapid oder Sturm - haben größtenteils Abgänge. Da wird man sehen, wie sie das in so kurzer Zeit kompensieren können. Als Österreicher würde ich mir wünschen, dass sie alle in den Hauptrunden vertreten sind - das wird aber ein sehr, sehr schwieriges Unterfangen."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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