Wer ist der neue Salzburg-Coach?

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Wer ist der neue Salzburg-Coach?

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Die Spatzen pfiffen es von den Dächern. Nun ist es offiziell.

Der Spanier Oscar Garcia Junyent, bekannt unter Oscar, ist neuer Trainer beim FC Red Bull Salzburg. Bereits im Sommer standen Klub und Trainer kurz vor einer Einigung, doch die Verpflichtung scheiterte an Details.

Ein halbes Jahr später unterzeichnete er doch einen Vertrag bei den Bullen. Für viele Fans in Österreich ist der 42-Jährige ein unbeschriebenes Blatt. Zeit, um den ehemaligen Barca-Profi näher kennenzulernen. 10 Dinge über Oscar Garcia Junyent:

  • Ein waschechter Katalane

Wie RBS-Kapitän Jonatan Soriano ist auch dessen Neo-Coach Oscar ein waschechter Katalane. Der ehemalige Offensiv-Spieler wurde am 26. April 1973 20 km nordwestlich von Barcelona in der 200.000-Einwohner-Stadt Sabadell geboren. Seine fußballerische Ausbildung genoss er beim FC Barcelona, wo er als U18-Coach auch seine Trainer-Karriere startete.

  • Teil einer Fußballer-Familie

Auch seine Brüder Roger und Genis durchliefen die berühmte Nachwuchsschule „La Masia“. Während Letzterem der Durchbruch verwehrt blieb, spielte Roger nicht nur für Barca, sondern auch für Espanyol, Villarreal und Ajax Amsterdam.

  •  Bester Barca-Torschütze

Mit seinem Stammklub wurde Oscar vier Mal spanischer Meister und zwei Mal Pokalsieger. 1997 holte Barca mit ihm zudem den Europapokal der Pokalsieger. Bei den Katalanen kam der offensive Mittelfeldspieler jedoch nie über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Trotzdem gelang es ihm in der Saison 1995/96 mit zehn Treffern zum besten Liga-Torschützen des FC Barcelona zu avancieren. Und das, obwohl er nur elf Mal von Beginn an eingesetzt wurde.

  • Auf Du und Du mit der Trainer-Elite

Von 1992 bis 1999 gehörte Oscar mit der Ausnahme einer einjährigen Leihe zu Albacete Balompie der ersten Mannschaft des FC Barcelona an. In dieser Zeit lernte er Teamkollegen kennen, die heute zu den Besten gehören, was der Trainermarkt zu bieten hat. Eine Auswahl: Pep Guardiola (Bayern), Julen Lopetegui (Porto), Laurent Blanc (PSG), Luis Enrique (Barca) oder Roland Koeman (Southampton). Auch mit Jose Mourinho, von 1996 bis 2000 Assistenztrainer bei der Blaugrana, arbeitete Oscar zusammen.

  • Ein Olympionike

1996 nahm Oscar mit Spanien an den Olympischen Spielen in Atlanta teil. Dort erzielte er, unter anderem an der Seite von Raul, die ersten beiden Treffer der spanischen Auswahl und trug damit erheblich zum Aufstieg ins Viertelfinale bei. Argentinien war jedoch eine Nummer zu groß. Man unterlag mit 0:4.

  • Einzug ins Champions League Finale

Den Höhepunkt seiner aktiven Karriere erlebte Oscar wohl in der Saison 1999/2000. Zwar konnte er sich nach seinem Wechsel von Barca zum FC Valencia auch dort nicht als Stammspieler etablieren, doch erreichte er mit den „Fledermäusen“ das Finale der Champions League. Von der Bank aus sah er, wie sein Klub durch Tore von Morientes, McManaman und Raul mit 0:3 gegen Real verlor.

  •  Sorianos Freund

Nach dem CL-Finale wechselte er zu Espanyol Barcelona, wo er es in vier Jahren ebenfalls nicht über die Rolle als Ergänzungsspieler hinaus schaffte. In dieser Zeit traf er jedoch erstmals auf einen jungen Stürmer, den er nun in Salzburg trainieren darf: Jonatan Soriano. Zwar standen die beiden nie gemeinsam auf dem Feld, doch trafen sie sich später bei der katalanischen Nationalmannschaft wieder. Bei der Bewerbung für das Salzburger Traineramt dürfte diese Bekanntschaft nicht von Nachteil gewesen sein. Zumal die beiden in Josep Maria Orobitg denselben Berater haben.

  • Mentor Cruyff

Oscar Garcia prägt eine enge Verbindung zu Johan Cruyff. Der langjährige Barca-Coach verhalf dem jungen Talent zu dessen Pflichtspieldebüt. Später holte der Mastermind des „Totalen Fußballs“ seinen ehemaligen Schützling als Assistenz-Coach zur katalanischen Nationalmannschaft. Cruyffs Sohn Jordi verschaffte Oscar den ersten Trainerjob im Profigeschäft. Als Sportdirektor bei Maccabi Tel Aviv installierte er den bis dahin im Barca-Nachwuchs aktiven Coach.

  •  Meister in Israel

Maccabi führte der 42-Jährige 2013 zum ersten Meistertitel seit zehn Jahren. Dabei begeisterte die Mannschaft des Katalanen mit Offensivfußball. 2,17 Tore erzielte sein Team im Durchschnitt pro Spiel. Er empfahl sich damit für einen Job in England, woraufhin er Brighton and Hove Albion in der Championship auf Platz sechs führte. Damit gelang der Einzug ins Aufstiegs-Playoff, wo die „Seagulls“ jedoch im Halbfinale an Derby County scheiterten. Daraufhin erklärte Oscar seinen Rücktritt.

  • Von gesundheitlichen Problemen erholt

Bei seinen beiden letzten Trainerstationen hielt der Spanier jeweils nur vier Spiele durch. Ein zweites Engagement bei Maccabi Tel Aviv beendete er aufgrund der politischen Spannungen im Nahen Osten. Wenige Tage später heuerte er bei Watford an, wo er jedoch nach einem Monat wegen gesundheitlicher Probleme seinen Rücktritt erklärte. Stechende Schmerzen im Brustbereich zwangen ihn zu dieser Maßnahme. Gut erholt tritt Oscar nun seine fünfte Station als Profi-Trainer an. Als erster nicht-deutschsprachiger Trainer der Red-Bull-Geschichte. 

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