Der nächste Liga-Präsident?

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Stefan Reiter: Der nächste Liga-Präsident?

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Die SV Ried ist nicht mehr die SV Ried.

Nach insgesamt über 20 Jahren wurde Langzeit-Manager Stefan Reiter am Montag verabschiedet und am Mittwoch Fränky Schiemer als sein Nachfolger verpflichtet.

Die "Wikinger" ohne Reiter - eigentlich unvorstellbar.

Der 56-Jährige wird nun eine Pause einlegen, ist bis 31. Mai beurlaubt bzw. dienstfrei gestellt und wird sich von jahrelanger Arbeit mit nur wenig Urlaub erholen.

Danach ist er offen für etwas Neues: "Wenn sich eine interessante Möglichkeit ergibt, selbstverständlich. Ich bin noch lange nicht pensionsreif, sondern körperlich und geistig in einem Top-Zustand."

Fakt ist: Reiter ist zu haben. Aktuell gäbe es mit Oliver Lederer und ihm eine interessante Trainer-Manager-Kombo am heimischen Markt. Doch Reiter würde sich auch in anderen Positionen eignen.

LAOLA1 zeigt fünf mögliche Jobs für Stefan Reiter:

  • Stefan Reiter als Bundesliga-Präsident

Die Funktion als Ried-Manager hat Reiter verloren, das Mandat als Bundesliga-Aufsichtsrat und als von der Liga entsandtes Mitglied der ÖFB-Sportkommission will der Innviertler behalten und dürfte er auch behalten. Ried legt ihm hier keine Steine in den Weg, seitens des ÖFB gibt es positive Signale von Leo Windtner und Willi Ruttensteiner (Hier das Lob der beiden) - und auch die Bundesliga weiß den Fachmann zu schätzen. Reiter hat die Liga-Reform mit auf den Weg gebracht - wird er der Liga auch irgendwann vorstehen? Stefan Reiter als Bundesliga-Präsident? 2018 (statt 2017) wird gewählt, noch ist unklar, ob Hans Rinner (seit 2009 im Amt) sich der Wiederwahl stellen wird. Viele könnten sich Reiter in dieser Funktion sicherlich vorstellen, nur die Frage wird sein: Will er? Reiter ist eher als Arbeiter denn als repräsentativer Funktionär bekannt. Dennoch könnte der "herausragende Experte" (Windtner) hier oder im ÖFB oder OÖFV (Reiter ist am Samstag in Kremsmünster Hauptreferent bei der Vereinscoaching-Tagung) etwas bewegen, blickt Reiter doch gerne über den Tellerand hinaus.

  • Stefan Reiter beim SKN St. Pölten

Es ist nicht davon auszugehen, dass es Stefan Reiter Oliver Glasner und Michael Angerschmid gleich tut und als Ried-Legende zum LASK geht. Doch es gibt genügend andere Klubs, die seine Kompetenz im heimischen Fußball sicherlich benötigen könnten. Etwa der SKN St. Pölten. Die Niederösterreicher haben zwar mit Frenkie Schinkels einen Sportdirektor, doch an dessen Kompetenz wird gerne gezweifelt. Klar ist: Der Austro-Holländer kann Stefan Reiter sicher nicht das Wasser reichen. Überhaupt könnte St. Pölten bei der Kombo Lederer-Reiter perspektivisch zuschlagen, Jochen Fallmann muss sich als Trainer erst beweisen. Der WAC kommt ohne Sportchef aus, Reiter könnte genau ins Anforderungsprofil passen. Allerdings ist fraglich, ob Reiter wirklich nach Kärnten gehen würde. Zu einem Klub mit einem familiären Umfeld würde er aber in jedem Fall passen.

  • Stefan Reiter bei ASKÖ Oedt

Wie viele wissen, war Stefan Reiter nicht immer bei der SV Ried. Anfang des Jahrtausends führte der Oberösterreicher gemeinsam mit Georg Zellhofer Pasching in die Bundesliga und etablierte dort den Verein. Damaliger Präsident war Franz Grad, der 2007 die Lizenz an Austria Kärnten abgab. Der Fußball-Mäzen hat ein neues Spielzeug am Start und das heißt ASKÖ Oedt, der aktuell Fünfte der Oberösterreich-Liga. Dort wurde Ende Dezember der 29-fache Internationale Christian Mayrleb als Trainer engagiert, zu seinen Schützlingen zählen bekanntere Namen wie Mario Reiter, Nenad Jovanovic, Mato Simunovic oder Radovan Vujanovic. Bis Sommer war Reiters Freund Max Eisenköck dort Sportchef, der ehemalige Tormann verstarb viel zu früh nach einem Herzstillstand. Seit Juli führt Andreas Hofmann dort die sportlichen Geschicke, vielleicht streckt nun Grad wie damals seine Fühler wieder nach Reiter aus, um seine wie immer ambitionierten Ziele zu erreichen.

  • Stefan Reiter als Scout

Der Manager hat in seiner Zeit in Ried viele Spieler beobachtet und einige von ihnen auch verpflichtet. Natürlich ging nicht jeder im Innviertel immer auf, aber die Erfolge der Rieder (u.a. zwei Mal Cupsieger, davon kann Rapid nur träumen) sprechen für sich. Im Fall von Oliver Kragl beobachtete Reiter eigentlich einen anderen Spieler, holte dann aber Kragl ablösefrei aus der dritten deutschen Liga ins Innviertel und verkaufte ihn später für kolportierte 400.000 Euro in die Serie A. Mit Thomas Murg gelang ihm regelrecht ein Coup, er lotste ihn von der Austria ins Innviertel, um ihn vor einem Jahr für kolportierte 800.000 Euro an Rapid zu verkaufen. Kurzum: Reiter hat ein Auge für Spieler und könnte so für einen Klub goldwert sein. Warum nicht Red Bull Salzburg? Nicht weit vom Innviertel entfernt, könnte Reiter dort aufschlagen und mithelfen, die nächsten Stars zu holen.

  • Stefan Reiter als TV-Experte

Wenn wir schon bei Kompetenz sind, warum nicht diese dem interessierten Fernsehzuschauer liefern? "Sky" hat mit Martin Scherb einen kompetenten TV-Analytiker verloren, vielleicht bemüht sich der Pay-TV-Sender nun um Reiter. Der Oberösterreicher würde dann weniger über taktische Ausrichtungen sprechen, aber viel mehr Einblick über die Hintergründe in der Bundesliga geben können. Zumeist sind ehemalige Trainer oder Trainer zwischen zwei Jobs als Analysten im Einsatz, ein Manager könnte andere spannende Themen besprechen. Als regelmäßiger Interview-Partner sowie oftmaliger Gast in Talk-Runden kennt sich Reiter auch bestens in diesem Metier aus.

Textquelle: © LAOLA1.at

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