So geht RB Salzburg auf den Rekord los

So geht RB Salzburg auf den Rekord los Foto: © GEPA
 

Noch nie hat ein österreichischer Verein fünf Mal in Folge die Meisterschaft gewonnen.

Vier Mal schafften dieses Kunststück bislang die Wiener Austria (1978 bis 1981) - und Red Bull Salzburg (2014 bis 2017).

Sollte es dem aktuellen Meister neuerlich gelingen, den Titel zu verteidigen, wäre das also alleiniger österreichischer Rekord.

Vier Double in Folge hat es ohnehin noch nie gegeben, aber ein fünftes Mal wollen die Salzburger das natürlich auch noch schaffen.

Ob der Titel-hungrigen Spieler, die sich teilweise für höhere Aufgaben empfehlen wollen (das gilt auch für den jungen Trainer), führt die Meisterschaft auch dieses Jahr nur über Salzburg.

Zugänge

Abgänge
Andre Ramalho (Leverkusen) Paulo Miranda (Gremio)
Dominik Szoboszlai (Liefering) Stefan Stangl (leihweise zur Austria)
Sekou Koita (USC Kita) David Atanga (leihweise zu St. Pölten)
Anderson Niangbo (Olympic Sport d'Abobo) Samuel Tetteh (leihweise zum LASK)
Jungmin Kim (Gwangju FC) Igor (leihweise zum WAC)
Mohamed Camara (AS Real Bamako) Majeed Ashimeru (leihweise zum WAC)
Youba Diarra (Yeleen FC) Airton (leihweise RB Brasil)
Marc Rzatkowski (Leihweise zu den New York Red Bulls)
Youba Diarra (leihweise zu Wiener Neustadt)

Paulo Miranda ging, Andre Ramalho kam.

Das war im Wesentlichen das, was Salzburg am Transfermarkt veranstaltete.

Dass Perspektivspieler geholt (und an Liefering weitergegeben) oder Spieler verliehen wurden, sollte im Frühjahr nicht ins Gewicht fallen. Ramalho muss in die nicht zu kleinen Fußstapfen von Miranda steigen, das sollte aber nach seiner Rückkehr zu Salzburg schneller als sonst wo gelingen.

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Ansonsten geht es um das, um was es in Salzburg zuletzt immer ging.

Die beiden Titel zu verteidigen und die Spieler sowie die Mannschaft im Frühjahr weiterzuentwickeln. Ebenso gilt es, die Zuschauer zurück ins Stadion zu bringen, wenngleich gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Plus erzielt wurde (Hier nachlesen!).

Das könnte mit der Europa League gelingen, in der Salzburg auf Sociedad trifft. Bei einem Weiterkommen darf man gespannt sein, wie sich das auf die Meisterschaft auswirkt, sollte Sturm auch unter dem neuen Trainer konstant Siege einfahren.

Selbstläufer ist die Meisterschaft sicher keiner, doch mit nur einem Punkt Rückstand haben die Salzburger einmal mehr alles in der eigenen Hand.


VIDEO: War der Wechsel von Romano Schmid zu Salzburg ein Fehler?


LAOLA1 hat die Wunschelf und Kaderbewertung von RB Salzburg:

TOR:

Im Kasten haben die Salzburger ein Luxusproblem - denn sowohl Alexander Walke als auch Cican Stankovic haben das Zeug, die Nummer 1 des Meisters zu sein. Der deutsche Routinier hat aber weiterhin die Nase vorne und wird auch als Kapitän den Großteil des Frühjahrs spielen, wenngleich sich Stankovic bei seinen elf bewerbsübergreifenden Einsätzen im Herbst nichts zu Schulden hat kommen lassen. Carlos Miguel rundet das Tormann-Trio ab.

ABWEHR:

Mit Paulo Miranda hat ein Schlüsselspieler die Salzburger verlassen. Auch wenn die Kritiker in erster Linie die Patzer in seiner zweieinhalbjährigen RB-Ära im Kopf haben, war der Brasilianer vor allem in der Bundesliga ein Bollwerk. Rückkehrer Andre Ramalho muss nach seinen zweieinhalb Jahren im Ausland mit lediglich 48 Einsätzen zeigen, dass er dort anschließen kann, wo er in Salzburg aufgehört hat. Duje Caleta-Car hat im Herbst wieder einen Schritt nach vorne gemacht und ist wie Andreas Ulmer (links) und Stefan Lainer (rechts) gesetzt - sofern der Kroate fit ist (zuletzt war er angeschlagen). Marin Pongracic zeigte in der Woche der Wahrheit (Sturm 5:0, Guimaraes 3:0, Rapid 3:2) im Herbst auf, verpasste aber krankheitsbedingt das Trainingslager, hatte zuletzt Knieprobleme und im Winter auch disziplinäre Probleme. Jerome Onguene scheint als erster Backup die Nase vorne zu haben, auch weil er sich herangearbeitet hat. Rose hat auch die Dreierkette in der Vorbereitung getestet. Patrick Farkas muss sich ebenfalls hinten anstellen, kann links wie rechts in der Verteidigung eingesetzt werden. Die Abwehr bekam im Herbst 14 Gegentore, die mit Abstand am wenigsten.

MITTELFELD:

Basierend auf ein 4-4-2 mit Raute hat Diadie Samassekou als defensiver Mittelfeldspieler seinen Stammplatz sicher. Valon Berisha ist links gesetzt, rechts hat Amadou Haidara die besten Chancen, sich hier festzusetzen. Hannes Wolf könnte nach Verletzung wieder den Zehner geben, Xaver Schlager ist de facto für alle Positonen ein heißer Kandidat und Reinhold Yabo wird ebenfalls auf genügend Einsätze kommen. Sollte Christoph Leitgeb fit sein, könnte er noch einmal ein Thema im Frühjahr werden, vorerst fällt er jedoch mit einem Mittelhandknochenbruch aus. Die Karriere von Dominik Szoboszlai (17) fängt gerade erst richtig an und er darf wie ÖFB-Top-Talent Romano Schmid (18) auf die ersten Einsätze in Salzburg hoffen. Takumi Minamino könnte das eine oder andere Mal als Zehner auftreten. In Summe bringt kein anderer Bundesligist ein besseres Mittelfeld auf das Tapet.

STURM:

Munas Dabbur ist in der Liga angekommen und führt mit zwölf Treffern (gemeinsam mit Christoph Knasmüllner) die Torschützenliste an. Wenn Hee-Chan Hwang fit ist, ist der starke Südkoreaner sein Sturm-Partner, mit Fredrik Gulbrandsen gibt es eine mehr als gute und vor allem arbeitswütige Alternative. Neben Minamino kann Rose auch noch auf Patson Daka zurückgreifen. Wer Stürmer wie Dabbur, Hwang und Gulbrandsen in seinen Reihen hat, muss sich in der Bundesliga definitiv keine Sorgen machen.

TRAINER:

Für Marco Rose ist es die erste Station als Profi-Trainer und der Deutsche hat den Herbst mit Bravour gemeistert. Der vor ihm letzte (und einzige) Salzburg-Trainer, der innerhalb des Vereins zum Cheftrainer befördert wurde - Peter Zeidler -, musste nach 18 Runden gehen. Rose wurde Herbstmeister und holte sich mit seiner Mannschaft den Gruppensieg in der Europa League - das gelang seinem Vorgänger Oscar nicht. Beim 1. FC Köln soll sogar sein Name als Nachfolger von Peter Stöger gefallen sein. Der 41-Jährige und sein Trainer-Team haben die Mannschaft voll im Griff, Salzburg ist im gesamten Herbst in 35 Partien nur einmal als Verlierer vom Platz gegangen. Das bei Titelkonkurrent Sturm Graz. Sollte das fünfte Double in Folge folgen, werden weitere Gerüchte aufkommen, doch Rose ist zuzutrauen, dass er seinen Weg in Salzburg weitergehen wird - um auch endlich das große Ziel Champions League zu erreichen. Rose scheint Spieler und Mannschaft so zu erreichen, wie Roger Schmidt in den besten Zeiten.

LAOLA1-PROGNOSE: Gegen Ende der Herbstsaison ging Salzburg die Luft aus, kein Wunder bei 35 Partien. Zum Vergleich: Bundesliga-Schlusslicht St. Pölten hatte 21. In den vergangenen Jahren war es so, dass sich Salzburg im Frühjahr noch einmal deutlich steigerte und der Konkurrenz auf und davon zog. Zum ersten Mal seit drei Jahren steht Salzburg aber auch wieder im Sechzehntel-Finale der Europa League. Ein Weiterkommen gegen das kriselnde Sociedad ist nicht unrealistisch. Das könnte die Chance von Sturm sein, den Serienmeister abzulösen. Doch dafür braucht es Konstanz. Als Salzburg das letzte Mal nicht Meister wurde, stellte die Austria Punkte-Rekord auf. Salzburg geht ob der Qualität des Kaders einmal mehr als Titelfavorit ins Frühjahr - auf die Jagd zum fünften Titel in Serie.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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