Bundesliga-Halbzeit! Das sind unsere Tops & Flops

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Halbzeitpfiff im Bundesliga-Grunddurchgang! Das Ende der 11. Runde bedeutet gleichzeitig, dass Jeder gegen Jeden angetreten ist.

Doch wie schlugen sich die Bundesligisten? Wer ragte besonders heraus, wer enttäuschte auf ganzer Linie und welcher Trend lässt sich nach den bereits absolvierten Spieltagen erkennen?

Bevor die Vereine ihren verdienten Pausentee schlürfen dürfen, macht LAOLA1 die Tops und Flops des ersten Grunddurchgangs ausfindig.

DIE ÖFB-EUROFIGHTER

Chapeau Salzburg, LASK und WAC! Die drei Klubs stehen nicht nur in der Liga an der Spitze, sondern mischen auch im Europacup ihre Gegner auf - und machen dadurch Werbung für den österreichischen Fußball. Jahr für Jahr wird im Sommer darüber spekuliert, ob die Bullen aufgrund ihrer Abgänge in der neuen Saison ein wenig schwächeln und die Konkurrenz näher heranrücken würde. Doch Jahr für Jahr werden die Vermutungen schnell in den Keim erstickt. Der Meister ist auch heuer das Maß aller Dinge. Die Truppe von Jesse March hat schnell für klare Verhältnisse gesorgt und einen neuen Start- sowie Torrekord aufgestellt. Der US-Amerikaner ist zudem der erste Salzburg-Trainer, der in seinen ersten elf Liga-Spielen keine Niederlage einstecken musste. Der LASK hat mit 26 Punkten einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Wurde Coach Valerien Ismael bei seiner Bestellung von einigen noch mit einem kritischen Auge betrachtet, fragt mittlerweile niemand mehr in der Stahlstadt nach Oliver Glasner. Die "Wölfe" haben sich endgültig als dritte Kraft in der höchsten Spielklasse etabliert.

AUSTRIA WIEN

Quo Vadis Austria? Neue Saison, altes Leid. Die Wiener haben im Sommer mit der Bestellung von Trainer Christian Ilzer den x-ten Neustart eingeläutet. Doch auch der Steirer hat es trotz beachtlicher Erfolge in seiner Vergangenheit nicht geschafft, den Violetten Leben einzuhauchen.

Wie schon in den Jahren zuvor dümpelt der Traditionsklub in den niedrigeren Tabellenregionen umher, muss sogar um die Teilnahme am Oberen Playoff zittern. Die Aussage von Sportvorstand Peter Stöger: "Die Austria hat sich im Mittelmaß eingelebt", ist daher traurige Realität für alle violetten Fans.

Und die Anhänger wenden sich langsam von ihrem Klub ab. Kein Wunder: Das Spiel der Veilchen wirkt über weite Strecken uninspirierend, es fehlt Leidenschaft und Feuer – genauso wie auf den Rängen der Generali Arena.

BUNDESLIGA-TORFESTIVALS

Langeweile in der Bundesliga? Ausgeschlossen! Keines der bisher 66 geführten Partien ging torlos über die Bühne! In der Vorsaison durften die Fans zur gleichen Zeit über 179 Treffer jubeln, wodurch im Schnitt 2,7 Tore pro Spiel gefallen sind. Ein Wert, der nun deutlich überboten wurde.

Satte 242 Treffer erzielten die Bundesligisten zusammen, weshalb die Torhüter rund 3,6 Mal pro Begegnung hinter sich greifen mussten. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine beachtliche Steigerung von knapp einem Treffer.

Hautpverantwortlich hierfür ist Leader Red Bull Salzburg, die insgesamt 47 Buden verzeichnen konnten. Mit Erling Haaland (11 Tore), Patson Daka (9), Sekou Koita (6) und Hee-chan Hwang (5) scheinen gleich vier "Bullen" in der Top-10 der Torschützenliste auf. An zweiter und dritter Stelle liegt der WAC mit 28 Einschlägen und der LASK mit 25 Toren.

Die restlichen Scharfschützen, die einen gewichtigen Anteil an den Bundesliga-Festspielen haben, sind WAC-Angreifer Shon Weissman (11 Tore), Christoph Monschein (9), Taxiarchis Fountas (8), Dario Tadic (8), Andreas Gruber (7) und Niangbo (6).

Der geringsten Anteil wurde von Aufsteiger WSG Tirol (13 Tore), Admira (12) und Schlusslicht St. Pölten (8) beigetragen.

Mit 27 Treffern war die 7. Runde zudem die torreichste im aktuellen Saisonverlauf, die magerste Ausbeute (17) wurde direkt am ersten Spieltag erzielt.

WÖBER-BESCHIMPFUNG

Sportlich liegt der SK Rapid im Vergleich zur Vorsaison wieder auf Kurs. Platz vier zum jetzigen Zeitpunkt ist durchaus als passabel zu betrachten. Dazu wurde der aufgeblähte Kader im Sommer verkleinert, die getätigten Transfers können durchaus als gut bezeichnet werden.

Für Aufregungen sorgten jedoch einmal mehr die Rapid-Fans. Im Cup-Match gegen RB Salzburg wurde Maximilian Wöber auf Übelste vom grün-weißen Anhang beschimpft. Mehrere Banner zierten den Block West mit Schimpfworten. Hintergrund für die Aktion war der überraschende Wechsel des 21-Jährigen vom FC Sevilla zu den "Bullen" - nach sieben Jahren in diversen Rapid-Nachwuchsteams war dieser Schritt für den harten Kern der SCR-Fans ein Dorn im Auge.

Doch damit nicht genug: Als wenige Tage später im Heimspiel gegen den TSV Hartberg im VIP-Klub ein Transparent mit einer Entschuldigung („So ist Rapid nicht. Sorry Fam. Wöber!“) zu sehen war, drangen zwei Ultras in den VIP-Bereich ein und entfernten das Plakat.

Die besten Bilder der elften Bundesliga-Runde 2019/20:

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Rapid - WAC 1:1

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SKN St. Pölten -  Austria Wien 2:2

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SK Sturm - Red Bull Salzburg 1:1

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LASK - SV Mattersburg 7:2

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CASHPOINT SCR Altach - FC Fyleralarm Admira 1:4

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WSG Tirol - TSV Hartberg 0:1

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NUR EINE TRAINER-ENTLASSUNG

Der beinharte Kampf um das Meister-Playoff forderte im vergangenen Jahr etliche Trainer-Entlassungen. Dieses Jahr wirken die Vereine dagegen schon etwas gelassener mit der Situation und versuchen in Ruhe sich zu entwickeln.

Bislang hat nur die Admira die Reißleine gezogen, am sechsten Spieltag folgte Klaus Schmidt auf Reiner Geyer und führte die Südstädter wieder aus dem Tabellenkeller. Dem Deutschen die Alleinschuld für den schlechten Saisonstart zu geben, wäre jedoch auch nicht fair (siehe nächsten Punkt).

Ansonsten darf bei jedem Team noch der gleiche Coach wie zum Saisonstart arbeiten. Im Vorjahr sah das auch zu diesem Zeitpunkt schon anders aus: Mattersburg und Rapid hatten je eine Entlassung zu verantworten, aufgrund des Kühbauer-Wechsels war auch St. Pölten gezwungen, einen neuen Trainer vorzustellen. In der 12. Runde gab schließlich noch die Admira den Wechsel von Ernst Baumeister zu Geyer bekannt. Mehr Ruhe und Konstanz auf den Trainerbänken tut der Liga unserer Meinung nach sehr gut.

ADMIRA-TRANSFERPOLITIK

Die Verkäufe von Sasa Kalajdzic (VFB Stuttgart), Patrick Schmidt (FC Barnsley) und Marin Jakolis (Hajduk Split) brachten der Admira zwar einen ordentlichen Geldregen ein, in Neuverpflichtung investierten die Südstädter jedoch keinen Cent.

Einzig die ablösefreie Rückkehr von Erwin "Jimmy" Hoffer erfolgte, zudem wurde mit Boris Cmiljanic ein Leihspieler von Slovan Bratislava geholt. Zwei Neuzugänge, die der Admira-Offensive nicht das gewünschte Leben einhauchte, wodurch Reiner Geyer nach sechs Spieltagen, einem Punkt und drei erzielten Treffern die Koffer packen musste.

Der gewünschte Trainer-Effekt blieb vorerst auch bei Klaus Schmidt aus. Die ersten drei Partien unter seiner Führung boten ein Remis, zwei Pleiten und zwei Tore. Den Hebel umlegen konnten die Südstädter schließlich dank Sinan Bakis, der gegen WSG Tirol und Altach jeweils einen Doppelpack erzielte und somit seinen Teil zum Admira-Aufschwung beisteurte.

Der Deutsch-Türke kristallisierte sich zwar zuletzt als Lebensversicherung für die Maria Enzersdorfer heraus. Ob man sich aber einzig und allein auf Bakis verlassen darf, bleibt abzuwarten.

ENTERTAINMENT MIT EL MAESTRO

Wenn ein Trainer El Maestro im Nachnamen heißt, darf man sich schon grundsätzlich Hoffnungen machen, dass es sich nicht um einen "0815"-Coach handelt. Nach elf Spieltagen bzw. knapp vier Monaten im Amt kann man bilanzieren, dass Nestor El Maestro diese Erwartungshaltung durchaus gerechtfertigt.

Interviews mit dem Sturm-Trainer waren vom ersten Tag an nicht mit den handelsüblichen Phrasen anderer Chefbetreuer zu vergleichen. Zum Teil driftet der Serbe in philosophische Monologe ab, in anderen Situationen zeigt er schlicht seine ungehemmten Emotionen. So ist es nicht besonders überraschend, dass der 36-Jährige auch als erster Trainer in der Geschichte der Bundesliga die Gelbe Karte gesehen hat.

Bei seinem Ausraster in Mattersburg, wo El Maestro gefühlt kurz davor war, seinen Rücktritt bekannt zu geben, hat er den Bogen an Emotionalität wohl überspannt. Ansonsten muss man aber sagen, dass Typen wie El Maestro der Liga und dem Fußball im allgemeinen gut tun und erfrischend anders sind.

SCR ALTACH

Nach dem Grunddurchgang in der letzten Saison steckten die Vorarlberg mit nur einem Punkt Vorsprung auf den letzten Rang tief in der Krise. Die Entlassung von Werner Grabherr war die logische Konsequenz, wodurch Alex Pastoor am Ländle-Trainerstuhl Platz nehmen durfte.

Ein Glücksgriff vom ehemaligen Altach-Geschäftsführer Zellhofer, denn der Holländer kam, sah und siegte. Stolze 19 von 30 möglichen Zähler holten die Altacher im unteren Play-off und konnten somit den Gang in die Zweitklassigkeit verhindern.

Vor dieser Euphorie ist im Westen von Österreich nichts mehr zu spüren, erneut liegen die Vorarlberger mit mageren sieben Punkten an vorletzter Stelle. Einzig die bessere Tordifferenz schützt die Pastoor-Elf vor der roten Laterne, die in St. Pölten aufzufinden ist. Die schlechte Leistung seiner Elf bei der jüngsten 1:4-Klatsche gegen die Admira quittierte Pastoor mit den Worten "Hosenscheißer-Fußball".

Vier Niederlagen am Stück (Tordifferenz: 1:14) sind den Ländle-Kickern unter der Führung Pastoors völlig fremd. Ob der 52-Jährigen den Karren erneut aus dem Dreck ziehen kann, werden die kommenden Tage und Wochen zeigen.

Textquelle: © LAOLA1.at

Rapids Halbzeit-Bilanz: Zäher Kampf um die Top drei

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