news

SV Horn will "Angst vor dem Sieg" ablegen

Das Tabellenschlusslicht der HPYBET 2. Liga trifft am Sonntag auf Lustenau.

SV Horn will Foto: © GEPA

Der SV Horn steht in der Tabelle der HPYBET 2. Liga mit dem Rücken zur Wand.

Die Waldviertler stehen nach 17 Spieltagen noch immer mit der roten Laterne da. Auf das rettende Ufer fehlen zum aktuellen Zeitpunkt sechs Zähler.

Dennoch befindet man sich zurzeit wieder etwas im Aufwind. Am vergangenen Wochenende konnte man gegen die Young Violets erstmals in dieser Saison im eigenen Stadion drei Punkte holen.

Horn-Coach Kurt Jusits würde es sehr begrüßen, wenn man den Aufwärtstrend am Sonntag, im LAOLA1-Topspiel bei Austria Lustenau (ab 10:30 Uhr LIVE auf LAOLA1.tv), fortsetzen könne.

Leistungsboost dank erstem Heimsieg?

Jusits bekleidet das Amt des Horn-Cheftrainers erst seit etwas mehr als drei Monaten. Ende Dezember übernahm er den Posten des erfolglosen Carsten Jancker. Seine ersten beiden Auftritte mit seinem neuen Verein hinterließen bei ihm eher gemischte Gefühle.

"Im ersten Spiel habe ich mir viel mehr erwartetet, es ist nicht so gegangen, wie wir uns das vorgestellt haben (0:4 gegen Liefering). Gegen die Young Violets war es auch ein eher glücklicher Sieg, schauen wir mal, wie es jetzt wirklich aussieht", meint Jusits.

Kaja Rogulj und Kelvin Arase
Foto: © GEPA

Der 2:1-Heimsieg gegen die Jung-Veilchen kam für die Horner natürlich einem Befreiungsschlag gleich, dennoch war laut dem Coach bei weitem nicht alles eitel Wonne. Der späte Siegtreffer von Albin Gashi kaschierte viel Negatives, vor allem in Halbzeit zwei.

"Wir wollten in der zweiten Halbzeit gegen die Austria nicht so auftreten, dass wir uns mit acht Mann hinten reinstellen und verteidigen. Vielleicht war es die Angst vor dem Sieg, ich weiß es nicht. Wir hoffen natürlich, dass es von unserer Mannschaft jetzt auch eine Leistungssteigerung gibt. Ich hoffe, dass mit diesem Sieg auch wieder die mentale Stärke zurückkommt", sagt der Cheftrainer.

In Lustenau "wird es sehr, sehr schwer für uns"

Jusits ist nämich klar, dass es sich bei Austria Lustenau um ein ganz anderes Kaliber handelt. Auch wenn die Vorarlberger die Rückrunde mit nur einem Punkt begonnen haben, so würde diese Ausbeute der Qualität des Lustenau-Kaders jedoch in keinster Weise gerecht werden.

"Ich war vergangenen Samstag in Wiener Neustadt, dort hatten sie knapp 70% Ballbesitz, waren extrem ballsicher. Bis zum Strafraum hatten sie ein sehr gutes Kombinationsspiel, sehr gute Raumaufteilung, waren sehr aggressiv. Sie hatten nur das Problem, dass der letzte Pass nicht gekommen ist und sie unsaubere Abschlüsse hatten. Sie hätten sich minimal einen Punkt verdient gehabt."

Foto: © GEPA

Dem 56-Jährigen ist klar, dass die Lustenauer, wenn sie ihr Potenzial abrufen, schwer zu knacken sein wird: "Ich glaube, dass sie zuhause anders auftreten werden. Also wird es sehr, sehr schwer für uns. Das 0:1 gegen Wiener Neustadt spiegelt nicht den Spielverlauf und auch nicht die Spielstärke Lustenaus wieder."

Doch wie schlägt man eine so spielstarke Mannschaft? Laut Jusits müsse man "mutiger auftreten, nach vorne spielen und den Abschluss suchen. In unserer Situation darf man nicht blind anlaufen und auch nicht zu hohes Risiko gehen, aber nichtsdestotrotz weiß ich, dass wir Qualität haben."

Von LASK-Leihgabe mehr erwartet

Horn hat im Moment allerdings mit einer etwas angespannten Personalsituation zu kämpfen. Unter anderem wird Abwehrchef Kaja Rogulj der Mannschaft gegen Lustenau nicht zur Verfügung stehen können.

Von einer verpassten Gelegenheit im Winter nachzurüsten ist im Waldviertel jedoch keine Rede. "Wir haben auf einigen Positionen, wo wir geglaubt haben, dass Handlungsbedarf war, nachgeholfen. Wir glauben, dass wir uns relativ gut verstärkt haben", meint Jusits.

Jusits stellt jedoch klar: "Wir haben diese Spieler nicht als Ergänzungsspieler geholt, sondern als Leistungsträger. Einige werden dem schon gerecht." Speziell Christoph Haas, Rafael Behounek und Albin Gashi wachsen immer besser in diese Rolle rein. Einzig von LASK-Leihgabe Ugochukwu Oduenyi habe man sich "etwas mehr erwartet."

Doch letztlich sei die Vorgabe an diese Spieler die selbe: "Diese Leute sollen uns weiterhelfen, sie sollen uns die Klasse sichern, egal ob schön, oder wie auch immer, aber das ist das Ziel."

Kommentare