Bernd Gschweidl: "Extrem ärgerlich"

 

Die SV Ried reist auch nach dem Gipfeltreffen bei Austria Klagenfurt als Tabellenführer zurück ins Innviertel.

Mit einem 1:1 zum Frühjahrsauftakt beim ersten Verfolger beträgt der Vorsprung auf die Kärntner weiterhin drei Zähler. Im Mittelpunkt eines kampfbetonten Spitzenspiels stand mit Bernd Gschweidl ein Neuzugang aufseiten der Rieder.

Erst im Winter übersiedelte der 24-jährige Angreifer aus Altach zum Aufstiegsaspiranten. Bereits in der Vorbereitung hinterließ Gschweidl einen ordentlichen Eindruck, weswegen ihm auch Ried-Cheftrainer Gerald Baumgartner prompt das Vertrauen schenkte.

Gschweidl: "Hätten gerne drei Punkte"

Vor 5.400 Zuschauern im Wörthersee-Stadion, neuer Liga-Bestwert für diese Saison, zeigt sich Gschweidl von seinem neuen Klub begeistert: "Ich habe mich in Ried schnell eingelebt und war vom ersten Tag an Willkommen. Ich spüre das Vertrauen vom Trainer und meinen Mitspielern."

Nach einem weniger erfolgreichen Engagement bei Altach (8 Einsätze, 1 Tor) soll er die "Wikinger" wieder in die Bundesliga schießen. Mit seinem Ausgleich verhinderte er zwar einerseits den punktemäßigen Anschluss von Austria Klagenfurt, vergab aber auch die Chance, den Vorsprung auf sechs Zähler auszubauen.

Kurz vor Spielende hatte Gschweidl nämlich den Sieg auf dem Fuß, scheitert aber zunächst am Pfosten und im Anschluss per Nachschuss an Klagenfurt-Keeper Zan Peko. "Das war extrem ärgerlich", sagt Rieds Nummer 9 nach Spielende ein wenig enttäuscht. "Wir hätten gern drei Punkte mitgenommen. Es war Pech, dass der Ball an die Stange geht."

Mit dem Punktgewinn kann sich Gschweidl trotz vergebener Großchance dennoch anfreunden: "Das 1:1 ist trotz Rückstand aber auch nicht schlecht."

Baumgartner: "Müssen Gas geben"

Zwar ist den Riedern die Revanche für die 1:3-Heimpleite gegen den SAK zum Saisonauftakt nicht gelungen, mit dem Punkt zeigt sich letztlich aber auch Ried-Trainer Baumgartner zufrieden. "Mit dem Stangenschuss hatten wir zwar eine gute Möglichkeit, aber wir freuen uns, den Punkt mitgenommen zu haben."

Ein klein wenig getrübt wird diese Freude über die magere Vorstellung der Rieder im ersten Abschnitt. "Der Druck war enorm", meint Baumgartner und sieht auch Verbesserungspotenzial bei der Konkurrenz: "Beide Mannschaften haben sich neutralisiert und können besser Fußball spielen." Zustimmung erntet Baumgartner von Klagenfurt-Coach Robert Micheu. "Halbzeit eins war eine typische erste Frühjahrspartie", so Micheu, der von seinen Schützlingen gegen Ende "mehr Mut" erwartete.

Der Kampf um den Meistertitel verspricht bei 13 verbleibenden Runden jedenfalls Spannung. Um die lang ersehnte Rückkehr in die Bundesliga aber auch realisieren zu können, müssen die Oberösterreicher laut Baumgartner "noch überall Gas geben".

Textquelle: © LAOLA1.at

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