Der Traum lebt! Ried erlebt in Horn ein Déjà-Vu

 

Drama im Aufstiegsrennen in der HPYBET 2. Liga!

Austria Klagenfurt hätte am Freitag mit einem Sieg in Amstetten und einem gleichzeitigen Punktverlust der SV Ried in Horn theoretisch den Aufstieg fixieren können, vor dem letzten Zweitliga-Spieltag stehen die Zeichen im Aufstiegsrennen allerdings wieder ganz anders.

Während Austria Klagenfurt in Amstetten aufgrund eines späten Elfmeters gegen sich und trotz eines eigenen verschossenen Elfmeters überraschend patzt (Spielbericht >>>), dreht die SV Ried die Partie im Waldviertel noch in Unterzahl (Spielbericht >>>) und zieht somit in der Tabelle sogar an den Kärntnern vorbei.

Punkteanzahl weisen die beiden Teams vor dem letzten Spieltag die gleiche auf, in Sachen Tordifferenz haben die Innviertler jedoch um einem mickrigen Treffer die Nase vorne. Am kommenden Freitag wird der Aufsteiger somit aller Vorausschau nach danach entschieden, welches Team am Ende mehr Tore am Konto haben wird. Während Ried den FAC empfängt, geht Austria Klagenfurt zuhause gegen Wacker Innsbruck auf Torejagd.

"Haben extreme Moral bewiesen"

Möglich macht dies ein erneutes Comeback, der SV Ried, die trotz eines Ausschlusses von Abwehrchef Thomas Reifeltshammer in der 62. Minute einen 1:2-Rückstand noch in einen Sieg umwandelten.

"Das war wieder eine Nervenschlacht von Anfang bis zum Ende. Horn hat sich gut gewährt. Wir hätten schon in der ersten Halbzeit den Sack zumachen können. Wir sind dann leider mit einem harten Ausschluss in Unterzahl geraten, haben aber wieder extreme Moral bewiesen", freut sich Ried-Cheftrainer Gerald Baumgartner nach dem Spiel gegenüber dem "ORF".

"Nach dem Ausschluss das 2:1 zu bekommen war schwer. Wir haben aber nie aufgegeben, wir haben das System umgestellt und es ist aufgegangen. Top von den Jungs, dass sie wieder zurückgekommen sind", so Baumgartner

Totgeglaubte Rieder leben länger

Die in den letzten Wochen bereits mehrmals totgeglaubten Rieder, die in den letzten drei Runden jeweils nach Rückständen noch späte Punktgewinne herausholen konnten, haben es also wieder geschafft.

"Es ist ein Déjà-Vu von der letzten Woche. Ich weiß nicht, warum wir immer zwei ins Gesicht brauchen, bis es funktioniert. Was wir Woche für Woche für eine Mentalität gezeigt haben, wie wir zurückkommen können mit dem Druck, das zeichnet die Mannschaft aus", so Marcel Ziegl, der bereits seit 2006 für die SV Ried spielt.

Auch Rotsünder Thomas Reifeltshammer lobt die Moral seiner Mitspieler. "Ich glaube, wer die letzten Wochen verfolgt hat, hat gesehen, wir sind immer wieder zurückgekommen. Das war heute genau wieder so. Die Moral dieser Mannschaft ist unglaublich. Es sind viele Emotionen dabei unter dem Spiel und auch nach dem Spiel."

Auch Stefan Nutz, der mit zwei Treffern zum Matchwinner avancierte, spricht seinen Kollegen ein Lob aus. "Wir haben heute gezeigt, wenn man nie aufsteckt, kann man auch in Unterzahl ein Spiel drehen. Wir haben gewusst, wir müssen das Spiel gewinnen, haben nie aufgesteckt und auch verdient gewonnen."

Baumgartner dankt Fallmann für Schützenhilfe

Somit steigt am kommenden Freitag in Ried gegen den Floridsdorfer AC nun doch ein absolutes Endspiel mit allen Karten zurück in den Rieder Händen um den Aufstieg in die Bundesliga.

"Es ist wichtig, dass wir uns auf uns konzentrieren. Wir werden alles raushauen. Das wichtigste ist, dass wir gewinnen, alles andere werden wir nach dem Spiel sehen", so Marcel Ziegl. "Wir haben eine schwere Aufgabe zuhause gehen den FAC. Wir müssen das jetzt sacken lassen, aber bei dem letzten Heimspiel werden wir alles geben", legt Reifeltshammer nach. "Vom Aufstieg werden wir noch nicht reden, wir haben noch harte 90 Minuten vor uns", meint Coach Baumgartner.

Dass die Rieder Aussichten auf einen Aufstieg so gut stehen, hat zum großen Teil aber auch mit dem Auftreten des SKU Amstetten zu tun, das Aufstiegs-Konkurrent Austria Klagenfurt zuhause einen Sieg abknöpfen konnte.

Gerald Baumgartner spricht seinem Trainerkollegen Jochen Fallmann, Trainer der Amstettner, ein Dankeschön aus. "Danke an Amstetten, er hat seine Schuld zu 100% egalisiert. Ich habe als Trainer auch schon ein paar Spiele für ihn gewinnen können."

Klagenfurt muss gegen Innsbruck "ein Feuerwerk zünden"

Mit einem Remis wäre Klagenfurt noch immer im Fahrersitz gesessen, ein später Elfmeter-Treffer von David Peham hat die Autoschlüssel jedoch an die SV Ried weitergereicht. Dabei hätte Okan Aydin kurz zuvor per Strafstoß sogar noch die Chance gehabt, den Kärntern den Sieg zu bescheren, dieser knallte seinen Versuch jedoch an die Latte.

"Natürlich ist es bitter, wir haben ein super Spiel gemacht. Wir haben klar dominiert, waren die klar bessere Mannschaft, kriegen zwei depperte Tore, verschießen einen Elfmeter, aber egal, wir haben noch ein Spiel und müssen da ein Feuerwerk zünden. Wir haben auch heute super gespielt, wir haben die Nerven nicht weggehaut", so Klagenfurts Markus Rusek nach der Partie.

Klagenfurt-Cheftrainer Robert Micheu hadert vor allem mit der Schiedsrichter-Leistung. "Natürlich ist es bitter, wir haben gar nicht so schlecht gespielt. So einen Elfmeter zu geben bei so einem wichtigen Spiel? Ich will mich nicht auf die Schiedsrichter ausreden, aber, wenn einer einen Trainer schon nach einer Minute die Gelbe Karte kriegt, dann ist das für mich nicht nachvollziehbar."

"Wir müssen jetzt schauen, dass wir gegen Innsbruck wieder bereit sind. Jetzt geht es um das Torverhältnis", meint Micheu abschließend.


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Textquelle: © LAOLA1.at

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