Hearthstone World Championship Finale 2017

Aufmacherbild Foto: © Blizzard Entertainment
 

Der Hearthstone Weltmeister 2017 kommt aus Taiwan. 

Um Blizzards erfolgreiches Sammelkartenspiel, mit seinen 70 Millionen Spielern, wurde es in den letzten Monaten eher ruhig. Es gab zwar einen Seatstory Cup kurz vor Weihnachten in Krefeld, aber abgesehen von diesem Event ging die Profi-Community in eine beinahe unerhört lange Saisonpause.

Grobe drei Monate konnten nämlich keine wirklich entscheidenden Punkte für die neue Saison 2018 gesammelt werden. Das verwundert auch nicht, wenn das World Championship Finale 2017 auch erst zwischen dem 18. und 21. Jänner 2018 ausgespielt wurde. Doch nach der Anmerkung dieser oft gehörten Kritik aus der Szene, wollen wir einen Blick auf die durchaus spannenden Spieltage der letzten Weltmeisterschaft in Hearthstone werfen.

Tipps zu den eigenen Favoriten hat wohl jeder Hearthstone-Fan online abgegeben. Allein die Aussicht auf einige kostenlose Card-Packs hatte kurz nach der Veröffentlichung von Kobolde & Katakomben seinen Reiz. Auf die wirklich richtige Karte haben in Europa aber wohl die wenigsten gesetzt.

Die Debatten zu den Favoriten haben sich oft folgendermaßen angehört: Wenn Hoej wieder so gut spielt wie bei den Spring Playoffs, dann schafft er es bestimmt weit in das Turnier hinein und vielleicht auch auf das Podest. Kolento wurde das ganze Jahr hinweg in den Himmel gelobt, aber in der letzten Zeit wurde es auch um den Ukrainer etwas stiller. Ist er noch in Form? Orange könnte ein spannender Geheimtipp sein. Aber eines ist ganz klar: Der neue Weltmeister kommt auch dieses Jahr wieder aus Europa. 2016 holte sich Ostkaka aus Schweden die Trophäe und im letzten Jahr spielten ein Ukrainer und ein Russe (Sieger Pavel) im Finale gegeneinander. Die europäische Dominanz lässt sich in Hearthstone nicht so schnell aufhalten. Nun wissen wir: Weit gefehlt!

Niemand aus Europa schaffte es auch nur ins Halbfinale. Als letzte Hoffnung der westlichen Welt kämpfte sich noch Frozen aus den USA in das Finale in Amsterdam. Aber Tom20669 aus Taiwan ließ sich nicht aufhalten und holte das erste Mal die Hearthstone-Weltmeisterschaft in die asiatische Welt. Die ersten zwei Siege errungen nämlich Artosis und Firebat, jeweils aus den USA, gefolgt von den zwei erwähnten Europäern. Bisher wurde die beispielsweise die Meta aus China hierzulande oft etwas belächelt. Im kommenden Jahr wird dies aber anders aussehen.

Das Gameplay auf der Weltmeisterschaft war spannend und genial. Aber jetzt kurz nach diesem Höhepunkt der Hearthstone-Saison 2017 fragen sich wohl viele, wie es weiter gehen wird. Nach der Saison ist schließlich auch immer vor der Saison und wie schnell wird der Hearthstone-Circuit 2018 wieder Fahrt aufnehmen? Aus meiner Friendlist, welche doch von zahlreichen großen Namen geschmückt ist, kann ich sagen, dass auch in der Saisonpause Spieler wie StanCifka oder MrYagut immer wieder die Top 100 Legend-Ränge anpeilten. Ganz eingeschlafen dürfte die Szene also nicht sein und für einen Winterschlaf ist nun auch keine Zeit mehr.

Von Patrick Berger.

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