Hirscher und die 12 Apostel

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Team Hirscher: Gemeinsam stark und erfolgreich

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Auf der Piste kämpft Marcel Hirscher stets alleine um Siege und Medaillen.

Aber im Hintergrund arbeitet ein ganzes Team am Erfolg des Doppel-Weltmeisters und Gesamt-Weltcupsiegers.

Das geht von "family business" mit Vater Ferdl und Freundin Laura über Servicemann Edi Unterberger bis hin zu PR-Profi Stefan Illek.

Vom ÖSV wird Hirscher auf verschiedenen Ebenen unterstützt, sei es im Management vom Präsidenten himself über die Trainer bis hin zu den Physiotherapeuten.

Aber auch Dietrich Mateschitz spielt im Team Hirscher eine Rolle. Welche? LAOLA1 erklärt die Schlüsselfiguren im Erfolgspuzzle.

 

LAURA MOISL

Für viele Hirscher-Fans ist das 23-jährige Teilzeit-Model schärfer als die Kanten an den Arbeitsgeräten ihres Liebsten. Doch das würde zu kurz greifen, denn die studierte Kommunikationswissenschaftlerin ist viel mehr als nur das hübsche Beiwagerl des Skistars. Seit fünf Jahren ist Moisl die starke Frau an Hirschers Seite und bei den wichtigen Rennen immer dabei. Er sagt über sie: „Es gibt wenige Frauen, die so gut aussehen und sich auch die Finger schmutzig machen.“ Für sie ist er „ein außergewöhnlicher Mensch mit dem gewissen Etwas“.


FERDINAND HIRSCHER

Der Papa wird’s schon richten. Darauf ruht sich der Junior zwar nicht aus, aber es gibt ihm Sicherheit, dass der Senior nicht nur immer zur Stelle ist, wenn es brenzlig wird, sondern auch stets Lösungsvorschläge parat hat. Nach der Gold-Fahrt des Filius war im Zielraum der Planai auch erster Gratulant – angeblich mit Laufbestzeit. Der 57-Jährige, der einst gegen Hermann Maier Rennen fuhr, geht für den Erfolg seines Sohnes auch keinem Konflikt aus dem Weg. Frag nach bei Abfahrts-Coach Burkhard Schaffer …


MIKE PIRCHER

Der Vertrauensmann im ÖSV-Team. M & M haben sich im Europacup kennengelernt und arbeiten seit damals erfolgreich zusammen. Der Schladminger sorgt dafür, dass Hirscher immer optimale Trainingsbedingungen vorfindet und bereitet seinem Schützling auch die Trainings- und Renn-Analysen entsprechend auf. Was dem 23-Jährigen an der Zusammenarbeit mit dem bodenständigen Steirer taugt: dass er immer den richtigen Ton trifft. „Wenn der Marcel merkt, dass es in die richtige Richtung geht, dann zieht er voll mit!“


PAULUS SCHWARZACHER

Einst Exot, heute Hirscher-Coach. Weil er im ÖSV auf der Strecke blieb, startete Schwarzacher für Irland. So schaffte er es zu zwei Olympischen Spielen und drei Weltmeisterschaften. Nach der Karriere absolvierte er ein Studium der Sportwissenschaften und begann danach als Trainer zu arbeiten. Erst in Liechtenstein, dann im Österreichischen Ski-Verband, wo er zunächst für den Bereich Kraft und Kondition zuständig war. Dass er selbst auch noch kräftig hinhalten kann bewies er zuletzt 2011 beim „Weißen Rausch“ am Arlberg. Schwarzacher ist mit neun Erfolgen Rekord-Sieger beim Kult-Rennen.


ALEXANDER FRÖIS

Auch und gerade ein durchtrainierter Luxus-Körper muss gepflegt werden. Von ÖSV-Seite kümmert sich da Physiotherapeut Alexander Fröis um die Wehwechen der Stars. So behandelte der Vorarlberger zwischen den Riesentorlauf-Durchgängen auch Marcel Hirschers verspannten Nacken. Der 31-Jährige war einst selbst Schüler des Ski-Gymnasium Stams und ist mitschuld, dass Rainer Schönfelder einst nackt übers Lauberhorn fuhr. Fröis ist immer am Start dabei, um die Muskeln der Rennläufer für den (WM-)Einsatz zu lockern.


BERND ROTHHAAR

Der Mann mit den begnadeten Händen. Abseits der Rennen darf nur er an Hirschers Körper, wenn es irgendwo zwickt. Der Physiotherapeut war ebenfalls zur Stelle, als der Annaberger vor der WM-Entscheidung im Riesentorlauf darniederlag. Rothhaar, der neben seiner phsyiotherapeutischen Ausbildung auch eine in Osteopathie hat, brachte den Doppel-Weltmeister von Schladming schon nach seinem Kahnbeinbruch vor zwei Jahren zurück in die Erfolgsspur.


GERNOT SCHWEIZER

Der Deutsche lässt Hirscher auf dem Peziball balancieren oder hängt ihn in den TRX Suspension Trainer, in letzter Zeit wurde vermehrt geboxt. Schweizer, der in Abtenau ein Fitness-Studio betreibt ist Hirschers privater Kondi-Coach und also dafür verantwortlich, dass der 23-Jährige fit ist wie ein Turnschuh und vom ersten bis zum letzten Tor Gas geben kann. „Ich habe noch keinen Sportler erlebt, der so erfolgsorientiert ist und so professionell für diesen Erfolg arbeitet, wie Marcel Hirscher.“


STEFAN ILLEK

Seit dem Sommer kümmert sich der PR-Profi und Vorgänger von Hans Knauß als Kamerafahrer (u.a. in Kitzbühel) um die Medien-Termine des 23-Jährigen. Bis zu 40 Anfragen täglich landen am Handy und im Postfach des Kommunikationsprofis – von CNN bis zum „Spiegel“ -, Steigerung nach den jüngsten Erfolgen erwartet. Illek betreut den facebook-Auftritt, der gleichzeitig auch die offizielle Hirscher-Homepage ist, und er koordiniert Interviews und Termine und hält dem 23-Jährigen so den Rücken frei. „Wenn das Drumherum super organisiert ist, kann ich mich voll aufs Rennfahren konzentrieren“, beschreibt Hirscher, was er sich von seinem Pressesprecher erwartet.


EDI UNTERBERGER

Der Salzburger ist der Waffenmeister des Skifahrers aus Leidenschaft. Unterberger, ein Atomic-Urgestein, hat in der Vergangenheit schon Hermann Maier und Michael Walchhofer zu großen Erfolgen gewachselt. So professionell wie im Team Hirscher, erzählt er, sei es aber noch nie zugegangen im Weltcup. Dass man sich im ersten Riesentorlauf-Durchgang beim Ski vergriffen hat, lastet Hirscher seinem Servicemann nicht an. „Wir haben diesen Fehler gemacht, nicht er“, ist der neue Star am Ski-Himmel stets Teamplayer. Mit Andreas Dudek kann Hirscher zudem auf einen echten Schuh-Experten aus der Firmenzentrale in Altenmarkt zurückgreifen.


PETER SCHRÖCKSNADEL

Nach einer Saison bei einer Wiener Agentur erklärte der ÖSV-Präsident das Hirscher-Management zur Chefsache. Seit dem Sommer kümmert sich der 71-Jährige höchstpersönlich um die Geschäfte seines erfolgreichsten Pferds im Stall – wie damals bei Hermann Maier. Schröcksnadel gilt im Business als konservativ was Werbepartner betrifft, da bleibt abzuwarten, wie sich das mit Hirschers modernem Zugang zum Sport und seinen Nebengeräuschen verträgt.


DIETRICH MATESCHITZ

Der Steirer bezeichnet die österreichischen Sportler im Namen der Dose gerne als „meine Buam“. Zu diesen „Buam“ gehört auch Marcel Hirscher. Dem einen oder anderen wird es schon aufgefallen sein, dass Hirscher sein Elektrolyt seit dieser Saison bevorzugt aus der Red-Bull-Trinkflasche zu sich nimmt. Der 23-Jährige wollte unbedingt RB-Athlet werden, da er sich mit dem Lifestyle der Marke und auch dem Athleten-Portfolio identifiziert. Hirscher trägt in seiner Freizeit gerne modische Accessoires aus Fuschl, wo er auch regelmäßig zu Gast sein soll. Dem Vernehmen nach verhandelte der 23-Jährige den Red-Bull-Deal mit Mateschitz persönlich.


BODYGUARD ANDI

Seit dem Weltcup-Rennen in Zagreb hält der Zwei-Meter-Riese seine schützende Hand, oder sollten wir eher sagen Pranke, über das Slalom-Ass. In Kitzbühel war Andi wieder an Hirschers Seite zu finden und zuletzt auch in Schladming. Allerdings nicht aus Sicherheitsgründen, sondern um den strikten Zeitplan bei Events dieser Größenordnung aufrecht zu halten. „Ich kann bei 50.000 Fans nicht jedem ein Autogramm schreiben“, erklärte Hirscher in Kitzbühel. Bodyguard Andi ist bei Großveranstaltungen übrigens kein Unbekannter. Bei Olympischen Spielen bewacht er seit einigen Jahren das Österreich-Haus und bei der Ski-WM sorgte er dafür, dass wirklich nur jene in den VIP-Hot-Spot „TirolBerg“ kommen, die dort auch wirklich hingehören.

 

 

Stephan Schwabl

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