SPLITTER: Kasai mag man eben

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SPLITTER: Alle freuen sich für Kasai

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Es gab kaum jemanden, der sich am Samstag nicht mit Noriaki Kasai gefreut hat. Silber mit 41 für den Routinier. "Für Kasai jubelt jeder noch ein bisserl lauter, weil es einfach eine coole Geschichte ist, wenn man mit dem Alter da vorne mithupft. Der ist fast doppelt so alt wie ich. Sieben Spiele werden sich bei mir nicht ausgehen", sagte der 22-jährige Michael Hayböck lachend.

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"Dem Kasai bin ich es überhaupt nicht neidig", stimmte auch ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner zu und erzählte eine kleine Geschichte. "Er lässt die Hälfte vom Training aus. Ich frage den Trainer immer, wo er ist. Mittlerweile weiß ich es schon: Ich sage immer: 'Kasai sleeping?' und sie sagen: 'Yes'."

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"Er war emotional am Boden, er war hier auch, um zu gewinnen. Ich habe ihn noch nie so gesehen", war auch Martin Künzle, Trainer von Simon Ammann, erstaunt. Klar war für ihn, dass die aktuell Besten gewonnen haben. "Aber wenn die Besten die Verhältnisse haben, die ein Morgenstern oder ein Simon hatten, sind sie auch nicht vorne." Künzle hofft, dass Ammann weitermacht und noch eine Saison anhängt. Was er glaubt? "Ich kann es absolut nicht sagen."

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Der russische Team-Olympiasieger Jewgeni Pluschenko wird nicht an der Abschlussgala der Eiskunstläufer teilnehmen. "Sein Befinden erlaubt das nicht", sagte Manager Ari Sakarjan am Sonntag. Auch eine für 2014 geplante Tournee durch Russland mit großen Eisshows müsse deswegen vermutlich verschoben werden. "Wir wollen sie eigentlich nicht absagen - aber ob die Zuschauer bereit sind, eine Show ohne Pluschenko zu sehen?"

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Ex-Slalom-Weltmeister Ivica Kostelic will seine Karriere bis zur Ski-WM 2015 in Vail fortsetzen. "Ich werde eine weitere Saison fahren. Eine noch", sagte der vierfache Olympia-Silbermedaillengewinner am Sonntag. Seine Laufbahn als Skirennläufer wolle der 34-jährige Kroate dann "wahrscheinlich" nach dem Großereignis in den USA beenden.

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Super-G-Olympiasiegerin Anna Fenninger wird bei den Winterspielen in Krasnaja Poljana ihren Freund Manuel Veith noch länger an ihrer Seite haben. "Manuel kommentiert ein Snowboard-Rennen mit", erzählte die Salzburgerin. Der Ex-Snowboarder hatte bereits beim Parallel-Weltcup in Bad Gastein Erfahrung hinter dem ORF-Mikrofon gemacht.

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Nicole Hosp wird bei den meisten ihrer Rennen von Vater Hans unterstützt, so auch bei den Olympischen Spielen. "Es ist immer schön und wichtig, wenn jemand von der Familie dabei ist. Da hat man einen guten Rückhalt. Er ist extrem gern dabei. Er kann sich das daheim vor dem Fernseher nicht anschauen, da ist er so nervös. Im Zielraum wird es auch nicht besser sein, aber da ist er wenigstens vor Ort", erklärte die zweifache Medaillengewinnerin.

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Trotz der Führung im Medaillenspiegel zur Olympia-Halbzeit fiel die Zwischenbilanz des Leistungssportdirektors des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zurückhaltend aus. "Abgerechnet wird am Ende und nicht zur Halbzeit", sagte Bernhard Schwank. Unterm Strich sollen am 23. Februar 30 Medaillen stehen. Nach acht von 16 Wettkampftagen hielten die Deutschen mit zwölf Medaillen bei klar weniger als der Hälfte davon, sieben davon glänzen jedoch in Gold. Das Ziel sei ein Platz in den Top drei im Medaillenspiegel.

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Die Goldmedaille über 1.500 m der Herren hat Eisschnellläufer Koen Verweij am Samstag nur um drei tausendstel Sekunden verpasst, dennoch war seine Silber-Medaille eine besondere. Platz zwei bedeutete nämlich den insgesamt 100. Podestplatz der Niederlande bei Olympischen Winterspielen. Mehr als ein Achtel dieser Ausbeute haben in nur acht Tagen die "Oranje"-Eisschnellläufer in Sotschi geholt. Sie hielten bis Samstag bei je viermal Gold und Silber sowie fünfmal Bronze.

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Am Sonntag ist im Olympischen Dorf in Rosa Chutor auch die indische Flagge gehisst worden. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte das nationale indische Komitee am Dienstag wiederanerkannt, nachdem dieses wegen massiver Einmischung der Politik in den Sport mehr als ein Jahr suspendiert gewesen war. Nach Austausch der belasteten Funktionäre war der Weg zur Wiederanerkennung frei. Davor waren die indischen Athleten unter IOC-Flagge angetreten.

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US-Präsident Barack Obama hat der US-Eishockey-Auswahl zum Sieg über Russland gratuliert. "Gratulation an T.J. Oshie und das US-Eishockey-Team für einen großen Sieg. Hört niemals auf, an Wunder zu glauben", twitterte er. Das US-Team hatte die Vorrundenpartie gegen die Russen nach im Penaltyschießen 3:2 gewonnen. Oshie war Matchwinner, bei seinen sechs Penaltys traf er viermal.

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