Berthold blickt nach vorne

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Berhold: "Abgerechnet wird am Schluss"

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Nach dem goldenen Auftakt in der Abfahrt sind Österreichs Ski-Herren nach der Super-Kombination auch im Super-G leer ausgegangen. "Sehr ärgerlich, wir hätten zwei Leute auf dem Podest haben müssen", meinte ÖSV-Cheftrainer Mathias Berthold.

"Leider sind Fehler passiert, die eigentlich nicht vorkommen sollten", sagte der Vorarlberger nach dem bitteren "Nuller" zum Abschluss der ersten Olympia-Woche.

Otmar Striedinger (5.) und Max Franz (6.) rasten um zwei bzw. sieben Hundertstel an einer Medaille vorbei, Abfahrts-Champions Matthias Mayer sprang nach bester erster Zwischenzeit nach einem Besichtigungsfehler an einem Tor vorbei und schied aus.

"Der Super-G, das war gar nix", ärgerte sich Berthold nach der unglücklichen Vorstellung seiner Mannen. Georg Streitberger, der Vierte des Quartetts, verspielte ebenfalls an der "Mayer-Kante" alle Chancen und wurde nur 21.

"Schnee von gestern"

An eine Zwischenbilanz zur Halbzeit der Winterspiele wollte Berthold keine Gedanken verschwenden. "Ich bin kein Freund von Zwischenresümees, davon halte ich nicht viel. Abgerechnet wird am Schluss", sagte der 48-jährige Ex-Rennläufer.

Auf der Goldenen von Mayer in der Königsdisziplin wollen sich Berthold und seine Truppe keinesfalls ausrasten. "Das ist Schnee von gestern, diese Goldene interessiert mit derzeit überhaupt nicht. Mir ist wichtig, dass die Jungs jetzt im Riesentorlauf und im Slalom zeigen, was sie können", erklärte Berthold vor den beiden Technik-Events am Mittwoch und Samstag.

Da greift dann auch Marcel Hirscher zweimal ins Geschehen ein. Im Riesentorlauf sind zudem Benjamin Raich, Philipp Schörghofer und Mayer am Start, im Slalom Raich, Mario Matt und Reinfried Herbst.

Auf Hirscher & Co. ruhen in den Technikbewerben die Hoffnungen

"Spiele haben eigene Gesetze"

ÖSV-Sportdirektor Hans Pum ist mit dem bisher Erreichten der Alpinen sehr zufrieden. Neben den Goldenen von Mayer und Anna Fenninger (Super-G) hat auch Nicole Hosp einmal Silber (Super-Kombination) und einmal Bronze (Super-G) beigesteuert.

"Unsere Skifahrer setzen trotz der schwierigen Schneeverhältnisse das um, was sie können. Und das ist das Wichtigste. Denn dann kommen die Medaillen von alleine", stellte Pum fest.

Der Grundsatz "Olympische Spiele haben eigene Gesetze" trifft laut Pum auch auf Sotschi 2014 zu. Als bestes Beispiel dafür sieht der Oberösterreicher die norwegischen Herren, bei denen nicht Aksel Lund Svindal (noch keine Medaille), sondern Kjetil Jansrud (einmal Gold, einmal Bronze) der große Olympia-Star ist.

"Topfavoriten wie Svindal haben einen enormen Druck. Und auf einmal steht einer wie Jansrud mit Gold und Bronze da", meinte Pum.

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