An einem ohnehin schon mehr als ereignisreichen dritten Spieltag in Wimbledon (Sharapova, Azarenka, Tsonga out) setzte es am späten Abend noch eine Riesen-Sensation.
Titelverteidiger Roger Federer unterlag dem Ukrainer Sergiy Stakhovsky 7:6 (5), 6:7 (5), 5:7, 6:7 (5).
Der 27-jährige Stakhovsky, Nummer 116 der Welt, trifft nun am Freitag (LIVE im LAOLA1-Ticker) auf den Niederösterreicher Jürgen Melzer.
Melzer besiegt Deutschen Reister
Der 32-jährige Deutsch-Wagramer besiegt am Mittwoch in Runde zwei den Deutschen Julian Reister dank einer soliden Leistung mit 3:6, 7:6 (2), 7:6 (5), 6:2.
Für Federer geht eine historische und einzigartige Erfolgs-Serie zu Ende: Der Schweizer Weltranglisten-Dritte und siebenfache Wimbledon-Sieger scheitert erstmals seit 36 Grand-Slam-Turnieren vor dem Viertelfinale.
2004 verlor er bei den French Open in Runde drei. Es war seine früheste Niederlage bei einem Major seit Roland Garros 2003 (Erstrunden-Aus gegen den Peruaner Luis Horna).
"Besser kann ich nicht spielen"
Melzer sollte also gewarnt sein, denn gegen die aggressive Spielweise des Ukrainers wird auch er am Freitag im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale viel Mühe haben.
Melzer: "Ich bin ready"
"Ein Match gegen Federer wäre natürlich etwas Besonderes gewesen", gab Melzer zu. "Aber Stakhovsky nehme ich natürlich auch. Nach so einem Sieg gegen Federer ist es im Match danach immer schwieriger nach dem Hoch, zudem dann auf einem kleineren Platz. Ich bin ready."
Gegen Reister benötigte der 32-jährige Deutsch-Wagramer eine gewisse Anlaufzeit, ehe er auf Touren kam. Das nützte der 27-jährige Deutsche, der von Melzers ehemaligen Betreuer Jan Velthuis gecoacht wird, gleich zum Gewinn des ersten Satzes aus.
Melzer musste harte kämpfen
Melzer musste weiter hart kämpfen, um an seinem Gegner dran zu bleiben.
Immer wieder fand er sich protestierend und mit dem Rücken zur Wand wieder, rief aber exakt da seine stärksten Aktionen ab. Im zweiten Satz wehrte er mehrere Breakbälle und bei 5:6 auch drei Satzbälle seines Gegners ab.