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Tsonga wirft Roger Federer aus dem Bewerb

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Paris steht Kopf! Mit Jo-Wilfried Tsonga sorgt in Roland Garros ausgerechnet ein französischer Lokalmatador für die Sensation des Tages.

Der Weltranglisten-Achte eliminiert im Viertelfinale der French Open die Nummer zwei der Welt, Roger Federer, mit 7:5, 6:3, 6:3.

Für den 28-jährigen Tsonga war es im 13. Duell mit dem Eidgenossen erst der vierte Sieg bzw. der erste auf Sand.

"Habe mental an mir gearbeitet"

"Ich habe vor allem mental hart an mir gearbeitet", erklärte der französische Publikums-Liebling sein neues Erfolgszept.

Erst im Jänner musste sich Tsonga im Viertelfinale der Australian Open Federer knapp in fünf Sätzen geschlagen geben.

"Ich kann mich jetzt besser in entscheidenden Situationen konzentrieren. Heute war es einfach mein Tag."

Federer gratuliert zum Sieg

Roger Federer erkannte die Überlegenheit von Jo-Wilfried Tsonga nach seinem Viertelfinal-Aus bei den French Open neidlos an.

"Er war der bessere Spieler als ich, in allen Bereichen", gestand der Schweizer. "Es ist traurig, so ein Match zu spielen. Es ist eine schwere Niederlage, aber ich schaue bereits wieder nach vorne."

Der 32-jährige Wiener Alexander Peya steht mit seinem brasilianischen Partner Bruno Soares bei den French Open im Viertelfinale des Doppelbewerbs. 

Das als Nr. 7 gesetzte Duo bezwingt die an zwölfter Stelle gereihte Paarung Ivan Dodig/Marcelo Melo (CRO/BRA) mit 6:4 und 6:4.

Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale wartet nun das an 16. Stelle gereihte polnische Duo Mariuz Fyrstenberg und Marcin Matkowski. Die Polen besiegten im Achtelfinale die Franzosen Serra/Dasnieres de Veigy mit 6:4 und 6:3.

Marach/Kas müssen aufgeben

Kein gutes Ende nehmen die French Open 2013 für Oliver Marach und Christopher Kas.

Der 32-jährige Grazer muss mit seinem deutschen Partner im Achtelfinale nach nur einem gespielten Game aufgeben.

Nachdem die topgesetzten US-Brüder Bob und Mike Bryan ihren Aufschlag zum 1:0 durchbringen, winken Marach/Kas bereits ab.

Über den Grund der vorzeitigen Aufgabe ist bislang noch nichts bekannt.

Lucas Miedler steht im Junioren-Doppel bei den French Open mit seinem deutschen Partner Maximilian Marterer im Viertelfinale.

Das Duo setzt sich am Dienstagabend gegen die serbisch-polnische Paarung Laslo Djere/Kamil Majchrzak mit 6:3, 6:2 durch.

Der 16-jährige Muckendorfer und der ein Jahr ältere Nürnberger treffen nun auf die Franzosen Alexandre Favrot und Calvin Hemery.

Miedler/Marterer standen schon im Jänner bei den Australian Open in Melbourne im Endspiel.

Zur Rasen-Saison, die ihn über Halle nach Wimbledon führt. Dort ist Rekordsieger Federer Titelverteidiger.

Ferrer beendet Robredo-Lauf

Tsonga trifft nun auf den an vier gesetzten David Ferrer. Der Spanier beendete den sensationellen Erfolgslauf von seinem Landsmann Tommy Robredo mit 6:2, 6:1, 6:1 relativ humorlos.

Es ist erst das vierte Duell zwischen den beiden auf der ATP-Tour. Ferrer hat mit 2:1 knapp die Nase vorne. Der 31-Jährige aus Valencia gewann auch das bislang einzige Aufeinandertreffen auf Sand.

Fankreich hofft auf ersten Heimsieg seit 1983

In Paris hat Tsonga allerdings auf jeden Fall das Publikum auf seiner Seite. Er könnte sich zum ersten französischen French-Open-Gewinner seit Yannick Noah vor 30 Jahren küren.

"Es ist großartig, dass ich noch dabei bin", so Tsonga. "Das Selbstvertrauen ist wichtig, ich will weiterhin im Turnier bleiben."

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