"Auf Sand ist er immer Favorit"

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Nadal vor Paris wieder in der Favoriten-Position

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Gerade noch rechtzeitig vor den French Open hat sich Rafael Nadal am Montag mit seinem Turniersieg in Rom wieder an Erzrivale Roger Federer auf den zweiten Weltranglistenplatz vorbeigeschoben.

Mit seinem sechsten Triumph in der italienischen Hauptstadt festigte der 25-jährige Spanier seine Favoritenstellung für das wichtigste Sandplatz-Turnier des Jahres.

Vor allem mit dem 7:5, 6:3-Finalerfolg über den Weltranglisten-Ersten Novak Dokovic konnte die ehemalige Nummer eins mehr als zufrieden sein.

Nadal wieder mit Selbstvertrauen

"Ich bin glücklich, dass ich in Rom gegen die besten Spieler der Welt wie Djokovic, Berdych und Ferrer ohne Satzverlust gewonnen habe", strotzt Nadal nach seinem 21. Masters-Sieg, womit er vor Federer wieder alleiniger Rekordhalter ist, voller Selbstvertrauen.

Nach dem überraschenden Achtelfinal-Aus in Madrid gegen Landsmann Fernando Verdasco zitterten seine Fans doch ein bisschen um die Topform ihres Lieblings.

Anscheind war es wirklich nur der ungewohnte blaue Sandbelag, der Nadal in der spanischen Hauptstadt vor unlösbare Probleme stellte.

Nadal peilt siebenten Paris-Titel an

"Ich habe jetzt wieder das Selbstvertrauen, um gut zu spielen. Ich hoffe, dass ich das auch in Paris haben werde", ist Nadal mit seinen Gedanken bereits in Roland Garros, wo er in den nächsten beiden Wochen seinen bereits siebenten Ttitel einfahren will.

Für den Spanier ging in Rom eine schon belastende Negativ-Serie zu Ende. Erstmals nach sieben Niederlagen in Folge gewann Nadal wieder einmal ein Finale gegen Djokovic.

"Man muss seine Niederlagen akzeptieren"

Der Sieg am Montag war besonders aus mentaler Sicht ganz wichtig. Für Nadal war es eine Bestätigung seines Weges, da er schon in den vergangenen Monaten immer wieder betonte, nicht in Panik verfallen, sondern Ruhe bewahren zu wollen.

"Man muss seine Niederlagen akzeptieren. Das gehört zum Spiel und zum Sport dazu. Man wird immer einmal verlieren, das ist beim Tennis normal. Deshalb musst du geduldig auf den richtigen Moment warten und bereit sein, wenn dieser schließlich kommt."

"Am Ende des Tages entscheiden wenige Punkte über Sieg oder Niederlage. Die kleinen Dinge machen den Unterschied aus."

Djokovic sieht Nadal auf Sand immer als Favorit

Djokovic hat einen ähnlichen Zugang zu diesem Thema und will seine Final-Niederlage in Rom nicht überbewerten. "Auf Sand ist Nadal sowieso immer der Favorit gegen mich - auch wenn ich sieben Mal hintereinander gegen ihn gewinne."

"Er ist auf diesem Belag nun mal der beste Spieler der Welt. Die zwei bisherigen Siege gegen ihn geben mir Selbstvertrauen. Auch in Rom war es knapp, obwohl ich keinen dritten Satz erzwingen konnte."

Paris-Titel fehlt Djokovic noch

Wer Djokovic kennt, weiß allerdings, dass er mit der Rolle als Verlierer nicht unbedingt gut umgehen kann. "Selbst nach einer verlorenen Runde Golf kann er unerträglich sein", scherzte sein Tiroler Konditionstrainer Gebhard Gritsch im vergangenen Jahr im Gespräch mit LAOLA1.

Und schließlich kündigte Djokovic erst Ende Jänner nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung bei den Australian Open die Anwartschaft auf seinen ersten Sieg in Roland Garros an.

Für die French Open dürfen sich Tennis-Fans jedenfalls auf eine mehr als interessante Ausgangsposition freuen. 

 Christian Frühwald

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