"Besser kann man nicht starten"

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Hagara-Crew erwischt Blitzstart

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Das unter österreichischer Flagge segelnde Red Bull Sailing Team ist am Dienstag beim zweiten Stopp der Extreme-Sailing-World-Series 2012 vor Qingdao perfekt gestartet.

Die Doppelolympiasieger Roman Hagara/Hans Peter Steinacher sowie Graeme Spence (AUS) und Matthew Adams (GBR) übernahmen in China nach den Tagesrängen 2/3/3/1/2/2 mit 47 Punkten die Gesamtführung vor "The Wave" aus dem Oman (44).

Mit nötiger Konstanz

Podiumsplatzierungen in allen sechs Wettfahrten eines Tages hat es in der jüngeren Geschichte dieser spektakulären Segel-Serie mit Doppelrumpfbooten noch nie gegeben.

"Besser kann man nicht starten. Heute hatten wir die Konstanz, die uns im vergangenen Jahr gefehlt hat", freute sich Skipper Hagara über die sensationelle Leistung, an der auch Taktiker Steinacher einen Riesenanteil hatte.

"Wir haben mit unseren Coaches einen Schlachtplan ausgearbeitet, diesen bis ins Detail umgesetzt. Mein Dank gilt vor allem Hans Peter, der heute allen anderen Teams einen Schritt voraus war", sagte Hagara.

Riesiger Andrang

Laut den Veranstaltern strömten bereits am ersten Renntag der Serie an die 10.000 Zuseher in den Hafen, wo 2008 auch die olympischen Segelbewerbe stattgefunden hatten.

Bis Freitag stehen täglich mindestens sechs Rennen der 40 Fuß langen Katamarane auf dem Programm. In der Extreme-Sailing-Serie trifft das Who is who der Segelszene aufeinander.

In den acht internationalen Teams (in China starten neun) befinden sich 21 Olympiastarter, 36 America's-Cup-Segler, 7 Weltumrunder und 47 Weltmeister.

Hagara und Steinacher wissen aber, dass es nicht leicht wird, am Ende auch - erstmals - als Gesamtsieger dazustehen. "Es ist brutal eng, und alle neun Teams können hier Rennen gewinnen", sagte er.

Faktor Wetter

Am Mittwoch sind Hagara und Co. die Gejagten, da werden Windboen mit 16 Knoten erwartet.

"Wir wissen, dass sich in diesem Revier das Wetter schlagartig ändern kann. Im Vorjahr sind bei diesen Bedingungen am dritten Tag vier Boote gekentert. Wir auch", erinnerte sich Hagara.

"Wir müssen auf alles vorbereitet sein. Auch auf Materialbruch und Kollisionen. Auf jeden Fall werden wir acht Boote gegen uns haben."

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