Bei einer Führung des Spaniers Pablo Larrazabal wurde am Mittwoch der großteils verregnete erste Tag der mit einer Mio. Euro dotierten Lyoness-Golf Open 2012 in Atzenbrugg wegen Einbruch der Dunkelheit beendet.
Der Spanier führte nach einer 64er-Runde und der Einstellung des Platzrekordes einen Schlag vor dem dänischen Mitfavoriten Thornbjörn Olesen, der allerdings nur 14 Löcher absolviert hatte.#
"Ball gut getroffen"
"Ich habe den Ball sehr gut getroffen und mir viele Chancen erarbeitet, von denen ich auch die meisten genützt habe. Dass ich viele Putts gelocht habe, war der Hauptgrund für mein gutes Ergebnis", freute sich der 29-Jährige aus Barcelona
Olesen war einer der 72 Spieler der Nachmittagsrunde, die wegen einer langen Regenunterbrechung nicht zu Ende spielen konnten. Sie alle müssen Donnerstag-Früh (ab 7.30 Uhr) zunächst ihre erste Runde beenden, ehe es mit der zweiten Runde weitergeht.
Danach wird der Cut gemacht, nur noch die besten 65 und Schlaggleichen sind auch am Freitag und Samstag noch dabei und kämpfen um das Preisgeld von einer Mio. Euro.
Wiesberger bester Österreicher
Österreichs Top-Spieler Bernd Wiesberger, der wegen der fast vierstündigen Regenpause erst um 16.45 Uhr seinen ersten Ball über den Par-72-Country Cours schlug, muss ebenfalls besonders früh aufstehen.
Der Burgenländer hatte am späten Nachmittag allerdings trockene und an sich gute Bedingungen. Wiesberger lag nach 14 von 18 Löchern bei zwei unter Par und war damit als vorläufig 21. bester Österreicher.
Donnerstag hat Wiesberger Gelegenheit, Boden auf die Spitze gut zu machen. Dort tummeln sich allerdings die ganz großen Kaliber.
Larrazabal, Olesen und der nur einen weiteren Schlag zurück liegende Franzose Thomas Levet gehören zu den ganz großen Favoriten bei Österreichs bedeutendstem Golf-Profiturnier.
Brier hinter Ex-Tennisstar
"Hausherr" Markus Brier (76) und auch Amateur-Jungstar Matthias Schwab (77) bekamen hingegen als Frühstarter den heftigen Regen voll ab und fanden sich nach schwachen Startrunden sogar hinter dem russischen Ex-Tennis-Star und "Halbprofi" Jewgenij Kafelnikow (75) wieder.
"Zwei Bälle verloren, zwei Bälle im Wasser versenkt – meine schlechte Schläge waren heute richtig schlecht. Ich arbeite gerade an einer Schwungumstellung, die noch etwas Zeit braucht, bis alles wieder richtig sitzt“, begründete der Wiener die Streuung in seinem langen Spiel.
Überraschungen
Dafür etablierte sich Christoph Pfau mit einer 71er-Runde etwas unerwartet als vorerst zweitbester Österreicher.
"Das war sehr solide. Ich habe nichts Außergewöhnliches probiert und bin mit dieser Taktik gut gefahren. Daher werde ich sie auch beibehalten. Mein Ziel ist es, hier zu cutten", meinte Pfau.
Der in Pakistan aufgewachsene Tiroler Hamza Amin, der zwischendurch mit drei unter Par auf Platz zwei gelegen war, brachte letztlich eine 72 ins Clubhaus.
"Leider ist mir am letzten Loch noch ein Bogey passiert. Ich habe nach der Unterbrechung meinen Rhythmus etwas verloren", trauerte Amin einer möglichen 70er-Runde nach.
| Name | Schläge | |
|---|---|---|
| 1. | Pablo Larrazabal (ESP) | 64 Schläge (-8/alle 18 Löcher) |
| 2. | Thorbjörn Olesen (DEN) | -7 nach 14 Löchern |
| 3. | Thomas Levet (FRA) | -6/14 |
| Wil Besseling (NED) | -6/13 | |
| 5. | Anthony Wall (GBR) | -5/13 |
| 21. | Bernd Wiesberger (AUT) | -2/14 |
| 34. | Christoph Pfau (AUT) | 71 (-1/18) |
| 49. | Hamza Amin (AUT) | 72 (Par/18) |
| Tobias Nemecz (AUT/Am) | Par/9 | |
| Steven Waltman (AUT) | Par/9 | |
| Clemens Prader (AUT) | Par/9 | |
| 76. | Markus Maukner (AUT/Am) | 73/18, |
| Manuel Trappel (AUT/Am) | +1/7 | |
| 90. | Roland Steiner (AUT) | 74/18 |
| Uli Weinhandl (AUT) | +2/16 | |
| Hans Peter Bacher (AUT) | +2/13 | |
| 102. | Jewgenij Kafelnikow (RUS) | 75/18 |
| Lukas Nemecz (AUT/Am) | 75/18 | |
| Johannes Schwab (AUT/Am) | +3/13 | |
| Alexander Kleszcz (AUT/Am) | +3/9 | |
| 115. | Markus Brier (AUT) | 767/18 |
| 122. | Florian Pogatschnigg (AUT) | 77/18 |
| Matthias Schwab (AUT/Am) | 77/18 | |
| 126. | Jürgen Maurer (AUT) | 78/18 |
| Karl Ableidinger (AUT) | +6/8 |