Ray Lewis darf weitermachen

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Ravens-Defense beendet Saison der Colts

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BALTIMORE RAVENS (4)                                    24:9                         INDIANAPOLIS COLTS (5)

Die beeindruckende Karriere von Ray Lewis geht zumindest für eine Woche weiter.

Die Baltimore Ravens gewannen ihr AFC-Wildcard-Game gegen die Indianapolis Colts mit 24:9 und treffen nun in der nächsten Runde auf Peyton Manning und die Denver Broncos.

Es wird also nicht zu dem von vielen ersehnten Duell zwischen der Quarterback-Legende und seinem Ex-Team, den Colts, kommen.

Ravens-Defense macht Luck das Leben schwer

Großen Anteil daran hatte wie so oft die Defensive der Baltimore Ravens, die mit Ray Lewis wieder auf ihr Herzstück vertrauen konnte.

Der 37-jährige Linebacker konnte trotz einer Armverletzung auflaufen und das letzte Heimspiel seiner 17-jährigen Karriere bei den Ravens absolvieren.

Für den letzten Kneel-Down stand Lewis sogar als Fullback am Platz. Vor über 70.000 jubelnden Fans legte er einen letzten seiner charakteristischen Tänze hin, ehe er sich in einer emotionalen Ehrenrunde für die Unterstützung bedankte.

Obwohl Lewis mit 13 Tackles seinen Teil zum Sieg beitrug, müssen vor allem Quarterback Joe Flacco, Wide Receiver Anquan Boldin und eine starke Defensive Line als Garanten für den Erfolg hervorgehoben werden.

Ersterer warf für insgesamt 282 Yards und zwei Touchdowns. Zweiterer erreichte mit 145 Receiving-Yards einen Vereinsrekord und fing zudem neben eine 50- und einem 46-Yard-Pass auch den entscheidenden Ball zum 24:9 in der Endzone.

Die Defensive Line setzte Colts-Quarterback Andrew Luck immer wieder gut unter Druck und hatte so ihren Anteil daran, dass der Rookie keinen einzigen Pass in die Endzone werfen konnte.

Pierce springt für Rice ein

Da fiel es für die Ravens auch nicht ins Gewicht, dass Running Back Ray Rice seine ersten beiden Fumbles der Saison produzierte.

Ersatzmann Bernard Pierce sprang ein und lief für insgesamt 103 Yards - darunter der 43-Yard-Lauf, der zu Boldins 18-Yard-Touchdown führte.

Zuvor fand Flacco bereits Dennis Pitta mit einem 20-Yard-Pass in der Endzone. Die restlichen Scores der Ravens kamen in der ersten Hälfte durch ein 23-Yard-Field-Goal von Rookie Justin Tucker und einen 2-Yard-Lauf von Fullback Vonta Leach.

Schweres Spiel für Luck

Auf der Gegenseite kam die Offensive der Colts nie so richtig in Fahrt. Dies lag wohl auch an der Abwesenheit von Offensive Coordinator Bruce Arians, der wegen einer noch nicht näher bekannten Krankheit vor dem Spiel ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Quarterback-Coach Clyde Christensen sprang ein und sagte die Spielzüge an.

Zudem hatte Andrew Luck seine Probleme mit der agressiven Ravens-Defense. Der 23-Jährige warf zwar für insgesamt 288 Yards. Mit 54 Passversuchen stellte er zudem eine Rookie-Rekord in den Playoffs auf.

Ein Touchdown-Pass war ihm aber nicht vergönnt. Zudem leistete er sich im ersten Viertel in aussichtsreicher Feldposition einen Fumble und warf eine Interception.

Vinateri verschießt aus 40 Yards

Sein riesiges Potenzial ließ Luck dennoch aufblitzen. Als er keine Anspielstation fand, lief er gleich drei Mal zu einem First Down.

Die einzigen Punkte der Colts mussten dennoch aus Field Goals kommen. Adam Vinateri traf in der ersten Hälfte aus 47 und 52 Yards sowie in der zweiten aus 26. Allerdings verschoss der Routinier auch aus 40 Yards.

STIMMEN ZUM SPIEL:

Ray Lewis (Linebacker Baltimore Ravens): "Es gibt für mich keine größere Belohnung, als diese Ehrenrunde laufen zu dürfen. Wir wollen hier nicht aufhören, aber es war mein letztes Spiel im Ravens-Stadion. Das ist das Großartigste, was man sich in einer Profi-Karriere wünschen kann."

Anquan Boldin (Wide Receiver Baltimore Ravens): "Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass ich 200 Yards erzielen werde. Ich wollte unbedingt gegen Denver spielen, weil sie uns besiegt haben. Das ist riesig für uns und die ganze Stadt. Sie haben uns das ganze Jahr unterstützt und sie erwarten viel von uns. Im Gegenzug wollen wir es ihnen geben."


Manuel Preusser

Neben Luck versuchte auch Reggie Wayne alles, um die Niederlage abzuwenden. Der Wide Receiver fing Pässe für insgesamt 108 Yards.

Colts versprechen einiges für die Zukunft

Mit insgesamt 91 Playoff-Catches verbesserte sich der 34-Jährige auf den zweiten Platz in der ewigen Bestenliste - nur hinter Jerry Rice.

Am Ende half aber alles nichts. Das Märchen um Head Coach Chuck Pagano, der während der Saison an Leukämie erkrankte, fand vorerst kein Happy End.

Mit diesem Team, das sich in nur einer Saison von 2-14 auf 11-5 verbesserte, könnte aber auch in den nächsten Jahren sehr viel möglich sein.

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