Rookie als Serientäter

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Blitzstart von Lorenzo

Jorge Lorenzo läuft Dani Pedrosa langsam aber sicher den Titel des besten Starters im Feld ab.

Wie schon in Indianapolis kam er am besten Weg und bog als Führender in die erste Kurve ein, obwohl er nur von Platz fünf aus gestartet war.

Cal Crutchlow konnte seine Pole Position jedoch erneut nicht nutzen und musste auch Marc Marquez und Dani Pedrosa am Start ziehen lassen. Lorenzo machte gleich zu Beginn des Rennens ernst und fuhr in den ersten beiden Runden fast 1,5 Sekunden Vorsprung heraus.

Im dritten Umlauf konterte Marquez jedoch und drückte den Abstand wieder auf rund eine Sekunde. Dahinter braute sich zwischen Crutchlow, Bautista und Valentino Rossi nach ihrer sensationellen letzten Runde in Indianapolis erneut ein interessanter Dreikampf zusammen.

Bauer stürzt früh

Einige Piloten hatten sich zu diesem Moment schon aus dem Rennen verabschiedet. Hector Barbera und Claudio Corti kollidierten, Bradley Smith und Lukas Pesek stürzten.

Wildcard-Pilot Martin Bauer ging ebenfalls zu Boden, er konnte aber im Gegensatz zu Barbera, Corti, Smith und Pesek sein Rennen fortsetzen.

Polesitter fiegt ab

An der Spitze setzte sich wieder einmal das spanische Trio Lorenzo, Marquez und Pedrosa ab, wobei Lorenzo seinerseits knapp fünf Zehntel Vorsprung auf die Repsol-Honda-Piloten hatte.

Seine Verfolger näherten sich jedoch zusehends, während Crutchlow die schnellsten Zeiten im Feld fuhr. Allerdings nur bis Runde sieben, als er es in der Zielkurve übertrieb und in den Kies rutschte.

Er konnte seine Yamaha zwar zurück auf die Strecke bringen, sein Rennen war aber natürlich gelaufen. Aus dem Dreikampf um Platz vier war also ein Zweikampf geworden, in dem Rossi sofort an Bautista vorbeiging.

Erste Attacke von Marquez

Mit noch neun zu fahrenden Runden begann es leicht zu nieseln und die weiße Flagge wurde geschwenkt.

Die Piloten hatten also nun die Möglichkeit, auf ihre Wet-Bikes zu wechseln. Vorerst sah aber niemand einen Grund dazu und schon bald hatte der Regen wieder aufgehört.

Nun wagte Marquez den Angriff auf Lorenzo. Sieben Runden vor Ende bremste er sich neben Lorenzo in Kurve drei, dieser konterte aber in Kurve vier und holte sich die Führung zurück. In derselben Runde bahnte sich der Rookie aber in Kurve elf den Weg an die Spitze.

Marquez macht ernst

Diese behielt er für zwei Runden, dann schlug Lorenzo in der Zielschikane zurück und ging wieder vorbei, nur um Marquez in Kurve drei wieder ziehen lassen zu müssen.

Der Kampf um den Sieg war nun offiziell eröffnet. Drei Umläufe vor Ende musste Lorenzo auch Pedrosa ziehen lassen, der nun Jagd auf seinen Teamkollegen an der Spitze machte. Marc Marquez hielt aber dagegen und sicherte sich seinen vierten Sieg in Serie.

Dani Pedrosa holte Rang zwei vor Jorge Lorenzo. Dahinter entschied Valentino Rossi den Kampf um Rang vier gegen Alvaro Bautista für sich, Stefan Bradl wurde Sechster. Martin Bauer kam bei seinem WM-Debüt nach dem frühen Sturz auf Rang 21.

Marquez vom Sieg überrascht

"Ich war am Anfang sogar etwas von Jorge überrascht und fragte mich: 'Wow, kann ich da überhaupt mithalten?' Nach und nach fand ich aber in einen Rhythmus und ich wusste, dass die Honda am Rennende stärker sein würde."

So entschloss sich Marquez sieben Runden vor Rennende anzugreifen. "Das hat richtig Spaß gemacht, so gegen Jorge zu kämpfen. Dani war auch mit dabei, das war echt cool."

Obwohl seine beiden Hauptkonkurrenten wieder fit sind, konnte sich der 20-Jährige am Ende durchsetzen und strahlte: "Ich bin sehr glücklich, weil ich besonders hier wirklich keinen Sieg erwartet hatte. Jorge und Yamaha waren hier immer so stark und haben dazu noch getestet. Auch Dani war im letzten Jahr extrem gut in Brünn."

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