Quo vadis, Ross Brawn?

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Rätselraten um die Zukunft von Ross Brawn

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Während bei Force India noch ein Cockpit für die bevorstehende Formel-1-Saison zu haben ist, sind die Personalrochaden und Gerüchte abseits der Rennfahrer derzeit dominierend.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Teams McLaren und Mercedes.

Besonders das Bekanntwerden des Abschieds von Paddy Lowe als Technischer Direktor bei McLaren befeuert die Gerüchteküche von Neuem.

Denn es ist weitaus mehr als eine Personalie, die hinter dem Ende dieser Ära steckt.

Niki Lauda kryptisch

Lowe steht nämlich vor einem Engagement bei Mercedes.

Bestätigen will das dort aber noch niemand. "Ob Paddy Lowe kommt oder nicht, das kann ich jetzt nicht sagen. Machen sie sich ihr eigenes Bild", gibt sich Mercedes-GP-Aufsichtsratsvorsitzender Niki Lauda kryptisch.

Allerdings deuten mehrere Zeichen darauf hin.

Zum einen darf Lowe nicht sofort das Team wechseln, sondern wird bei McLaren bis zum Saisonende "in einer anderen Position", wie es von seinem Arbeitgeber heißt, eingesetzt. "Gardening leave" nennt man so etwas auf Englisch, zu Deutsch: Gartenarbeit.

Viele Führungspersönlichkeiten bei Mercedes

Damit wird verhindert, dass er schon jetzt bei den Silberpfeilen an der Entwicklung des Autos für die wichtige Saison 2014, in der es einige Regeländerungen gibt, mitarbeiten kann.

Zum anderen würde Lowe so wieder mit Lewis Hamilton zusammengeführt zu werden, mit dem er schon bei McLaren gearbeitet hat.

Käme das Engagement zustande, hätte Mercedes bereits den fünften Mann im Team, der einmal Technischer Direktor bei einem Formel-1-Rennstall war. Dort würden sich also sehr viele Führungspersönlichkeiten tummeln.

Lauda: "Ross stand niemals zur Debatte"

Wie die BBC berichtet, würde Lowe sportliche und technische Agenden bei Mercedes übernehmen, während Toto Wolff eher für werbetechnische und administrative Belange verantwortlich wäre.

Für Ross Brawn wäre da kein Platz.

Allerdings dementiert Niki Lauda die Spekulationen bereits: "Ich möchte klarstellen, dass die Position von Ross niemals zur Debatte stand", so der 64-Jährige gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters".

Unter Umständen verlässt Brawn das Team aber aus freien Stücken.

Ob es soweit kommt weiß nur der 58-Jährige selbst. "Sollte ich mich entscheiden, das Team zu verlassen, dann würde Paddy kommen. So einen Plan gibt es", so sein Statement.

So schnell dürften die Spekulationen damit nicht abreißen.

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