Es schlägt ein bosnisches Herz

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Hadzic glaubt an Duell auf Augenhöhe

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Geht es nach Anel Hadzic, dann gibt es im Fußball-Testspiel am Dienstag (20.30 Uhr) zwischen Österreich und Bosnien-Herzegowina keinen klaren Favoriten.

Der Profi von Sturm Graz sieht beide Teams vor dem Duell im Wiener Happel-Stadion ungefähr auf Augenhöhe. "Es wird ein ausgeglichenes Match auf hohem Niveau", vermutete der 25-Jährige.

Von der ÖFB-Auswahl hat Hadzic eine hohe Meinung. "Ich bin überzeugt, dass sich die Österreicher für die EM qualifizieren. Die Arbeit von Marcel Koller trägt Früchte. Jetzt sieht man, dass die Ergebnisse kommen, wenn man mit einer Mannschaft Geduld hat."

Schwache Quali

Während David Alaba und Co. nach dem 5:0 in Liechtenstein Gruppe G mit vier Punkten Vorsprung auf Schweden anführen, liegt Bosnien-Herzegowina in Pool B nach fünf Runden nur an fünfter Stelle.

Auf Rang zwei, der auf jeden Fall zur EM-Teilnahme berechtigt, fehlen auch nach dem 3:0 in Andorra vier Punkte. "Wenn wir Zweiter werden wollen, müssen wir vier der letzten fünf Partien gewinnen", vermutete Hadzic, der in Andorra auf der Bank saß.

Die Quali begann mit einer 1:2-Heimniederlage gegen Zypern denkbar schlecht. "Wir haben den Gegner in diesem Match ein bisschen unterschätzt. Dadurch sind wir in den Spielen danach unter Druck gekommen, weil die Erwartungshaltung seit der WM höher geworden ist", erzählte Hadzic.

An Glaube fehlt es nicht

Nachdem aus den ersten vier Partien nur zwei Punkte herausgeschaut hatten, wurde Teamchef Safet Susic im vergangenen November entlassen und durch Mehmed Bazdarevic ersetzt. Mit dem neuen Coach soll nun alles besser werden. "Ich bin überzeugt, dass wir es noch zur EM schaffen", meinte Hadzic.

Optimistisch stimmt den Zentrumsspieler der starke Zusammenhalt innerhalb des Teams. "In der Mannschaft stimmt alles. Wir sind eine eingeschworene Truppe und werden den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen, diese Qualität haben wir."

Hadzic wurde 1989 in der bosnischen Stadt Velika Kladusa geboren, floh als Bub mit seinen Eltern vor dem Krieg, wuchs in Oberösterreich auf und spielte sogar für österreichische Nachwuchs-Auswahlen, ehe er sich für den Verband Bosnien-Herzegowinas entschied.

"Ich bin in Österreich aufgewachsen und diesem Land dafür dankbar, was es mir ermöglicht hat. Aber in meiner Brust schlägt ein bosnisches Herz", erklärte Hadzic.

 

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