"Ihm gehört die Zukunft"

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"Ihm gehört die Zukunft im österreichischen Fußball"

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Eine erste, leichte Standortbestimmung - nicht mehr und nicht weniger war das Gastspiel des SK Rapid in der ersten Cup-Runde beim SC Weiz.

Beim 5:1-Kantersieg ließen die Grün-Weißen im Vergleich zur letzten Saison, als man zum Auftakt in Amstetten gleich in die Verlängerung musste, nichts anbrennen.

Nach einem Blitzstart mit drei schnellen Toren waren die Hoffnungen der Steirer merklich gedämpft. Genau so hat sich Trainer Zoran Barisic seine Mannschaft vorgestellt.

"Wir sind sehr gut gestartet und haben den Gegner von Anfang an ernst genommen. Wir wollten das Spiel so schnell wie möglich entscheiden und das ist der Mannschaft eindrucksvoll gelungen", hatte der Coach der Grün-Weißen wenig auszusetzen.

"Schiedsrichter hat viel durchgehen lassen"

Infolge der drei Treffer habe man die Zügel etwas schleifen lassen, weshalb die Weizer, die sich nach dem anfänglichen Schock wieder erfingen, auch zu einem Torerfolg kamen.

"Sie waren sehr zweikampfbetont und standen eng am Mann. Der Schiedsrichter hat auch viel durchgehen lassen. Wir haben das akzeptiert und so bestand nie die Gefahr, dass etwas anbrennt", so Barisic. 

Eine Woche vor dem Meisterschaftsstart gegen die SV Ried (Samstag, 18:30 Uhr) läuft aus Rapid-Sicht vieles in die richtige Richtung, noch gebe es aber genügend Verbesserungspotenzial: "Vor allem was die flüssigen Kombinationen betrifft. Da haben wir noch sehr viel Luft nach oben, das haben wir schon viel besser gemacht", bleibt der Trainer kritisch.

Das betrifft auch die beiden Neuzugänge in der Startformation der Hütteldorfer. Stephan Auer feierte auf der rechten Verteidiger-Position sein Pflichtspieldebüt, während Richard Strebinger erstmals im Tor stand.

Auer selbst fand seinen Auftritt "relativ souverän". Es habe ihn vor allem gefreut, überhaupt spielen zu dürfen. Coach Barisic sah hingegen noch die "kleine Abstimmungsprobleme, was das Attackieren und das Nachrücken betrifft."

Zurückhaltender Keeper im Kampf ums Einserleiberl

Auch in der Offensivarbeit sieht er beim Ex-Admiraner noch Potenzial, hält aber klipp und klar fest: "Wir haben mit Stephan Auer sicher einen Spieler geholt, der uns in Zukunft weiterbringen kann." 

Das soll auch für Strebinger gelten, der gute Karten im Kampf um den Platz zwischen den Posten haben dürfte, nicht nur weil Jan Novota in der Steiermark krankheitsbedingt fehlte. Der 22-jährige Ex-Werderaner hatte nicht allzu viel zu tun, zeigte aber keine Scheu in Luftduellen, auch wenn er nicht immer hundertprozentig sicher wirkte.

Strebinger wollte nach Schlusspfiff ein mögliches Duell um das Einserleiberl bei Rapid nicht groß kommentieren: "Jeder kämpft um seinen Platz. Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben." 

Da Novota bereits wieder am Training teilnimmt, könnte der Slowake theoretisch gegen Ried wieder das Tor des SK Rapid hüten. Hört man aber Trainer Barisic zu, scheint es eine klare Tendenz zu geben.

Bei der Zukunft denkt Barisic an Strebinger

Er lobt ausdrücklich Strebingers Strafraumbeherrschung und aktives Verhalten im Spiel: "Er verteidigt sehr offensiv, war sehr gut bei Flanken und Outeinwürfen. Es ist etwas, was uns in der Zukunft sicher zu Gute kommen wird." 

Gleichzeitig weiß Barisic aber sehr vorsichtig mit seiner möglichen neuen Nummer eins umzugehen: "Ich werde den Teufel tun und den jungen Spieler unter Druck setzen. Er hat mit Jan einen sehr starken Konkurrenten, den es erst zu verdrängen gilt."

Am Ende wird aber doch klar, wie groß die Hoffnungen in den Keeper, für den die Wiener immerhin kolportierte 500.000 Euro Ablöse nach Bremen überwiesen haben, sind: "Wir haben Richi geholt, weil wir wissen, dass er ein sehr guter Torhüter ist, dem einfach die Zukunft auf dieser Position im österreichischen Fußball gehört." 

Genug Möglichkeiten, dies zu beweisen, stehen unmittelbar bevor. Nach dem Liga-Auftakt wartet am 28. Juli in der Champions-League-Qualifikation niemand Geringerer als Ajax Amsterdam.

"Kein Gegner von den möglichen war einfach, aber Ajax ist eine Riesenmannschaft. Aber wir können auch selbstbewusst auftreten", meint Strebinger. 

Barisic ergänzt: "Wir haben in beiden Duellen sehr viel zu gewinnen." 

 

Andreas Terler

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