Fußballspielen im Vatikan

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"Spielen und Glauben" - Auftakt zum "Clericus Cup"

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Während Rom an diesem Wochenende sein 170. Stadtderby feierte, rollt auch im Vatikan der Ball wieder.

Am Wochenende hat in Rom der sechste "Clericus Cup", das Fußball-Turnier der römischen Priesterseminare, begonnen.

16 Mannschaften mit rund 400 sportbegeisterten Priestern und Seminaristen kämpfen um den Titel im sogenannten "Clericus Cup".

351 Fußballer, mehrheitlich Priester und Seminaristen aus 71 Ländern, darunter Osttimor und Trinidad, machen Jagd auf den Titel. Auch ein Team der Schweizer Garde ist mit dabei.

Sportliches Potenzial der Kirche

Das Alter der Spieler reicht von 19 bis 57 Jahren. Nach dem Modell der UEFA-Champions-League kämpfen vier Gruppen zu je vier Mannschaften um den "Klerus Pokal", der am 12. Mai feierlich übergeben wird, berichtete der Vizepräsident von Italiens Olympischem Komitee (CONI), Riccardo Agabio, der an der Vorstellung der Meisterschaft teilgenommen hat.

Die Organisatoren sind sich des sportlichen Potenzials der katholischen Kirche bewusst. Viele der oft jungen Seminaristen kommen aus Fußball-Traditionsländern wie Uruguay, Brasilien und Argentinien.

Erstmals hatte die Kleriker-Meisterschaft im Jahr 2007 stattgefunden. Seither habe sich das Niveau des Turniers sowie die Organisation deutlich gebessert, heißt es vonseiten des Katholischen Sportverbands Italiens (CSI), der den Wettbewerb veranstaltet.

Fluchen verboten

Disziplin ist in der Vatikan-Meisterschaft ein Muss. Am Sonntag, dem Tag des Herrn, sind sportliche Begegnungen strikt untersagt.

Überhaupt sind strengere Maßstäbe als im weltlichen Fußball angesagt. Wer sich auch nur zum geringsten Fluchen, von Gotteslästerungen nicht zu reden, hinreißen lässt, muss sofort in die Kabine.

"Spielen und Glauben" ist der Slogan, der auf den Trikots der Spieler zu lesen ist.

"Damit wollen wir unterstreichen, dass Fußball und Sport ein Weg sein können, um die Verbindung zum Glauben aufrecht erhalten. Der Glaube stärkt die Lebensfreude und die Beziehungen zu den anderen Menschen", sagte Bischof Claudio Paganini, Präsident des "Clericus Cup".

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