Sturm peilt 1. Auswärts-Sieg an

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Sturm will die Auswärtsmisere in Neustadt beenden

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Am 22. Mai hat Sturm Graz in Wiener Neustadt mit einem umstrittenen 2:1-Sieg den Grundstein zum Meistertitel gelegt.

Fast genau ein halbes Jahr später wollen die Grazer im selben Stadion in der 15. Bundesliga-Runde ihren Auswärtsfluch ablegen.

"Wir wollen endlich einmal auch auswärts gewinnen", gab Coach Franco Foda die Marschroute für der Partie am Samstag (16.00 Uhr) vor.

"Es ist wie verrückt"

In sieben Anläufen sind die Foda-Schützlinge in der Fremde bisher sieglos geblieben, haben nur drei Punkte geholt und gleich 17 Gegentreffer kassiert.

Warum es in fremden Stadien bisher zu keinem Sieg gereicht hat, ist auch Sturms Trainer ein Rätsel.

"Es ist verrückt. Gegen Mattersburg (3:3 nach 3:1-Führung) und Salzburg (1:1 nach 1:0-Führung) hätte es beinahe geklappt, aber Konzentrationsfehler haben den Sieg wieder zunichtegemacht", sagte Foda.

Sturm noch voll im Rennen

Trotz der Auswärtsmisere sind die Grazer aber voll im Rennen um die Europacup-Startplätze. Dem Tabellensechsten fehlen mit 20 Punkten nur drei Zähler auf den Tabellenzweiten Austria, auch Überraschungs-Tabellenführer Admira (27) ist alles andere als außer Sichtweite.

"Oberstes Gebot im Herbst ist, den Abstand nach vorne so gering wie möglich zu halten", meinte Foda. In den jüngsten vier Partien habe seine Elf gut gepunktet.

Nach einem bitteren 3:3 in Mattersburg, bei dem man erst in der Nachspielzeit den Sieg verspielt hatte, folgten ein 2:1-Erfolg gegen Salzburg, eine verdiente 2:3-Niederlage in Wien gegen Rapid und ein glücklicher 1:0-Last-Minute-Erfolg zuletzt im Steiermark-Derby gegen Kapfenberg.

Lazarett lichtet sich

"Wir werden versuchen dort anzuschließen, wo wir vor der Pause aufgehört haben und wollen uns weiter nach vorne orientieren", sagte Sturms Trainer.

Die Länderspielpause ist den Grazern aus personeller Sicht zugutegekommen. Jürgen Säumel und Ferdinand Feldhofer sind wieder fit und werden wohl auch beginnen, zudem steht auch Trainersohn Sandro Foda als Alternative zur Verfügung.

Mit Goalie Christian Gratzei, Andreas Hölzl, Imre Szabics und Milan Dudic fehlen dem Deutschen aber immer noch vier Stammspieler verletzungsbedingt.

Rollen sind klar verteilt

Die Niederösterreicher gehen nicht nur von der Papierform, sondern auch von der Statistik als krasser Außenseiter in die Partie, haben sie doch seit dem Wiederaufstieg gegen Sturm in neun Spielen noch nie gewonnen und dabei gleich sieben Niederlagen kassiert - zuletzt am 27. August in der sechsten Runde mit 0:5 in Graz.

Punkte sind für die achtplatzierte Truppe von Coach Peter Stöger, die zuletzt gegen die Admira zu Hause ein torloses Remis geholt hatte, wichtig, um den Fünf-Punkte-Polster auf Schlusslicht Kapfenberg zumindest gleich zu halten.

Seit dem 0:5 hat sich die Lage bei den Blau-Weißen verändert. "Wir haben in den letzten Wochen im Vergleich zum Saisonstart an Konstanz und Kompaktheit zugelegt. Der Grundgedanke sollte schon sein, auch gegen Titelkandidaten wie Sturm, Austria oder Salzburg drei Punkte zu holen", meinte Stöger.

Stöger sieht Chancen

In den kommenden Runden warten auf den SC-Coach eben diese Partien gegen seinen Ex-Club sowie den Vizemeister. Chancenlos sieht sich Wr. Neustadt gegen die Steirer keineswegs.

"Das ist eine sehr gute Mannschaft mit Stärken im Offensivspiel. Auch ohne Szabics sind da noch Bodul und Kienast. Aber in der Abwehr sind sie ab und zu leichtsinnig", urteilte Stöger über den Gegner.

Von Beginn weg aufbieten könnte der Wiener Günter Friesenbichler, auch wenn der lange verletzte Mittelstürmer wohl noch nicht Kraft für 90 Minuten hat.

Schatten der letzten Partie

Das jüngste Duell in Wiener Neustadt wird jedenfalls noch lange in Erinnerung bleiben, hatte der Neustädter Edin Salkic doch im Strafraum den Ball unerklärlicherweise mit der Hand heruntergefangen und Sturm damit zumindest mit zum Erfolg verholfen.

Samir Muratovic hatte damals den verhängten Elfmeter in der 87. Minute souverän zum 2:1-Sieg verwandelt und damit den vorletzten Schritt zum Titelgewinn gemacht.

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