Unverständnis bei Milanic

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Auch wenn die Niederösterreicher nicht an die phasenweise im Herbst gezeigten Leistungen anschließen konnten, sei die Runde laut Meinung des 56-Jährigen aufgrund der Niederlage von Abstiegskonkurrent Wacker Innsbruck für die Admira gelaufen.

„Die Partie war zum Teil auf des Messers Schneide. Wir haben schon gelernt, dass wir dann so einen Punkt auch mitnehmen. Das haben wir im Herbst zum Teil nicht getan. Die Mannschaft hat dazugelernt“, so Knaller, „so gut waren wir nicht, dass wir die Partie entscheiden.“

Seine Vermutung: „Der eine Punkt kann entscheidend sein.“

Schmerböck als Lichtblick: „Er hat einen unglaublichen linken Fuß“

Von Spielerseite her konnte man sich zumindest damit trösten, dass der Ausgleich nicht wirklich auf die eigene Kappe ging. „Es war kein schwerwiegender Fehler in der Defensive, solche Gegentore passieren“, fand Stefan Schwab. Richard Windbichler sprach von einem „Tausend-Gulden-Schuss“.

Auch wenn die beiden Treffer die Aufmerksamkeit für seine Person steigern, gilt es vorerst wohl einmal kleinere Brötchen zu backen. Sein nächstes Ziel sei es, sich einen Stammplatz bei Sturm zu erkämpfen.

BVB-Star Reus als Vorbild

Was die längerfristige Zukunft betrifft, sind höher gesteckte Ziele freilich erlaubt: „Mein Traum wäre die deutsche Bundesliga, am liebsten bei Borussia Dortmund.“

Nicht nur, weil der BVB in Deutschland sein bevorzugtes Team ist, sondern auch wegen eines konkreten Spielers: „Marco Reus. Er spielt eine ähnliche Position und ist ein ähnlicher Typ.“

Die Schusstechnik des DFB-Teamspielers ist ja bekanntlich auch nicht von schlechten Eltern. Vorerst gilt es für Schmerböck jedoch, sich in Graz zu etablieren.

Sein Trainer ist guter Dinge. Milanic: „Er ist bei uns, weil wir glauben, dass er etwas erreichen kann in seiner Karriere.“


Peter Altmann

Während so mancher etablierte Kollege bisweilen verkrampft wirkt, absolviert der Teenager seine ersten Geh- und Schussversuche in der höchsten Spielklasse offenbar mit der nötigen Lockerheit.

„Er scheißt sich nichts, und das ist schön. Er muss so weiter machen, dann haben wir noch Spaß“, gratulierte Beichler. Weber: „Gerade die Unbekümmertheit zeichnet ihn aus. Er hat nicht viel überlegt, hat einfach draufgehalten. Er hat eine super Schusstechnik.“

„Ich weiß, dass ich gut schießen kann“

Dessen ist sich Schmerböck bewusst: „Ich weiß, dass ich gut schießen kann und schaue, dass ich im Spiel auch dazu komme. Aber dass es so gut läuft, hätte ich mir nicht gedacht.“

Drei Punkte ohne eigenen Torerfolg seien ihm zwar lieber gewesen, so muss sich der Oststeirer daran gewöhnen, plötzlich im Rampenlicht zu stehen: „Es geht natürlich alles sehr schnell, aber es ist schön.“

Im Profikader des SK Sturm tauchte Schmerböck bereits im Sommer 2012 auf, mit dem Bundesliga-Debüt wollte es jedoch erst in dieser Saison klappen. „Ich habe unter Trainer Hyballa links hinten gespielt, das war nicht meine Position. Jetzt, wo ich in der Offensive spiele, läuft es wieder besser“, begründete er diese Verzögerung.

Admira Sturm
Torschüsse Auer 4 Beichler 3
Torschuss-Vorlagen Thürauer 4 Klem, Schloffer, Beichler 2
Ballkontakte Windbichler, Schwab 61 Vujadinovic 66
Zweikampfquote Windbichler 83,3% (20/4) Vujadinovic 76,2% (16/5)
Passquote Schößwendter 85,2% (23/4) Weber 91,3% (21/2)
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