Wintersport

Winter-Mix

Bild: GEPA

Wer darf schon die Koffer für Sotschi packen?

Sotschi/Wien, Dienstag, 29.10.2013, 12:37 Uhr
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Wer darf zu den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi und Krasnaja Poljana?

Und wie könnte das bis zu 120 Sportlerinnen und Sportler umfassende Rekord-Aufgebot des ÖOC aussehen?

Ein Überblick über Quotenplätze und Quali-Kriterien.

 

SKI ALPIN: Das Maximum beträgt nach wie vor 22 Athleten pro Nation und dabei nicht mehr als 14 pro Geschlecht. Der Internationale Skiverband (FIS) hat die Quotenplatzregelung für Olympia zugunsten der "kleineren" Nationen geändert, allerdings wurde die Alpin-Quote vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) um 30 auf 350 erhöht.

Damit wird der ÖSV wohl wieder das volle Kontingent ausschöpfen können. Nach derzeitigem Stand hat Österreich 19 Quotenplätze für zehn Bewerbe. 2010 in Whistler gingen die ÖSV-Herren leer aus, Marcel Hirscher und Co. wollen in Krasnaja Poljana wieder vorne mitmischen.

Bei den Damen wurde Andrea Fischbacher Super-G-Olympiasiegerin, Elisabeth Görgl gewann in Abfahrt und Riesentorlauf jeweils Bronze, Marlies Schild im Slalom Silber.


SKI-FREESTYLE: In den zehn Freestyle-Medaillenentscheidungen hält der Internationale Skiverband (FIS) für Österreich derzeit vier Quotenplätze bereit. Alle vier werden derzeit von den Ski-Crossern (2 Damen/2 Herren) gehalten, die beim Debüt 2010 in Vancouver durch Andreas Matt die Silbermedaille gewonnen haben.

Neu im Programm sind Halfpipe und Slopestyle. Österreicher bemühen sich in den diversen Disziplinen noch um Quotenplätze. Die Chancen, mit ein paar Athleten ins Kontingent reinzurutschen, stehen gut.


SNOWBOARD: 17 Quotenplätze stehen dem ÖSV derzeit zur Verfügung, in den Parallel-Rennen (der Slalom ist neu im Programm) je vier pro Geschlecht, im Cross vier bei Männern und zwei bei Frauen, im Slopestyle zwei bei Männern und eine bei Frauen.

Es ist damit zu rechnen, dass die von Andreas Prommegger, Benjamin Karl, Markus Schairer und Julia Dujmovits angeführte Mannschaft die alpinen Plätze voll in Anspruch nehmen werden, in der jungen Sportart Slopestyle ist noch vieles offen.

Ausbeute 2010: Silber für Karl und Bronze für Marion Kreiner (jeweils Parallel-Riesentorlauf).


SKISPRINGEN: Fünf Quotenplätze und damit die maximal zulässige Zahl haben Österreichs männliche Skispringer, bei den Damen sind es zwei Spots. Gregor Schlierenzauer überstrahlt das ÖSV-Aufgebot und hofft auf sein erstes Olympia-Einzel-Gold, Ex-Weltmeisterin Daniela Iraschko-Stolz freut sich über die Olympia-Premiere der Damen.

Die Herren beginnen ihre Weltcup-Saison am 22. November in Klingenthal, die Damen am 6.12. in Lillehammer. In Whistler gab es zweimal Einzel-Bronze durch Schlierenzauer sowie Gold im Teambewerb.

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Lokalaugenschein in Sotschi 112 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele 2014 - das Olympia-Stadion.
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NORDISCHE KOMBINATION: Auch die erfolgsverwöhnten Kombinierer, die Ende November in Kuusamo in die Weltcup-Saison starten, haben derzeit alle fünf Quotenplätze inne.

Die von den Team-Olympiasiegern 2010, Mario Stecher und Bernhard Gruber, angeführten ÖSV-Athleten sind sowohl für den Mannschafts-, als auch die Teambewerbe Medaillenkandidaten.

Für den 36-jährigen Stecher steht eine erstmalige Olympia-Einzelmedaille ganz oben auf der Wunschliste. Bernhard Gruber war in Whistler Dritter geworden, die Mannschaft siegte.


LANGLAUF: Maximal 20 Athleten und Athletinnen darf eine Nation ins Rennen schicken, der ÖSV hat derzeit Anrecht auf acht Positionen. Realistisch sind durch eine geschickte Besetzungspolitik aber sogar zehn bis elf Sportler.

Ziel wäre es für den ÖSV, sowohl die Herren- als auch die Damen-Staffelbewerbe zu besetzen. Die Langläufer starten wie die Kombinierer in Kuusamo in die Weltcup-Saison.


BIATHLON: Bei den Biathleten ist die Lage glasklar: Sechs Herren bzw. vier Damen aus dem ÖSV-Lager sind fix dabei. Geplant ist auch die Besetzung der erstmals olympischen Mixed-Staffel, mit der die Weltcup-Saison am 24.11. in Östersund übrigens auch beginnt.

Bei den letzten Winterspielen jubelte Christoph Sumann über Verfolgungs-Silber, auch die Staffel wurde Zweiter.


EISKUNSTLAUF: Viktor Pfeifer und Kerstin Frank haben sich Quotenplätze gesichert und Frank hat die OÖC-Vorgabe auch bereits erfüllt.

Die Paarläufer Miriam Ziegler/Severin Kiefer dürfen noch darauf hoffen, in das Teilnehmerfeld zu rutschen. Der Quotenplatz wurde verpasst, aber bei einigen Paaren sind noch Nationalitätenfragen offen.

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Einkehrschwung auf Wolke 7: Österreichs Sport hat ein neues Traumpaar!
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EISSCHNELLAUF:
Die Qualifikation läuft vom 8. November bis 8. Dezember über die ersten vier Saison-Weltcups in Calgary, Salt Lake City, Astana (KAZ) und Berlin. In weiterer Folge zählt aber auch die im zweiten Halbjahr 2013 bis 13. Jänner 2014 erbrachte Topzeit auf einer Strecke.

Daher sind die Leistungen auf den schnellen Bahnen am zweiten und dritten November-Wochenende in Calgary und Salt Lake City besonders wertvoll.

Von den ÖESV-Aktiven darf sich Anna Rokita Hoffnungen auf ihre dritte Olympia-Teilnahme machen, auch Vanessa Bittner will sich empfehlen.


SHORT TRACK: Bei den Weltcup-Stationen ab 7. November in Turin und 14. November in Kolomna (Russland) hat Veronika Windisch die Chance, sich für Olympia zu qualifizieren. Die Steirerin muss ihr Glück auf der Restplatzbörse versuchen.


RODELN: Der österreichische Verband hat je drei Startplätze bei den Einsitzern für Damen und Herren sowie zwei für den Doppelsitzerbewerb. Das Ziel ist es auch, zehn Athleten und Athletinnen zu entsenden.

Österreich ist zudem auch Fixstarter für die erstmals durchgeführte Team-Staffel.

Whistler 2010 verlief mit Gold für Andreas und Wolfgang Linger sowie Silber für Nina Reitmayer sehr erfolgreich. Weltcup-Aufakt ist am 16./17. November.


BOB: Nach dem Rücktritt des zweifachen Olympia-Teilnehmers Jürgen Loacker ist bei den Herren ein Loch entstanden. Und so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Österreichs Herren erstmals seit langer Zeit mit keinem Schlitten im Zeichen der Fünf Ringe starten.

Für die noch sehr jungen Athleten kommt diese Herausforderung wohl zu früh. Dafür kommt es bei den Damen aller Voraussicht nach zu einer Premiere: Pilotin Christina Hengster hat sehr gute Chancen.

Herangezogen wird nach einem komplizierten System die nationen-bereinigte Weltcupwertung. Österreich ist beim Weltcup-Auftakt Ende November in Calgary nur durch die Damen vertreten.


SKELETON: Die Chancen stehen gut, dass Österreich mit zwei Herren und einer Dame vertreten sein wird. Bei den Herren wird ein Platz in den Top 40 verlangt, bei den Damen einer in den ersten 45.

Diese Kriterien wurden in der vergangenen Saison von Raphael Maier, Matthias Guggenberger bzw. Janine Flock klar erfüllt.

Skeleton-Coach Martin Rettl erwartet, dass es dieses Trio bei programmgemäßem Verlauf schafft. Die Weltcup-Saison beginnt Ende November in Calgary.


EISHOCKEY: Die ÖEHV-Auswahl der Männer hat im vergangenen Februar das Qualifikationsturnier in Deutschland gewonnen und ist erstmals seit Salt Lake City 2002 wieder bei den Spielen dabei.

Durch die Olympia-Pause der nordamerikanischen NHL stehen auch die Stars Thomas Vanek und Michael Grabner zur Verfügung.

Der Olympia-Kader umfasst 25 Spieler (3 Torhüter, 22 Feldspieler), Eishockey stellt damit das größte Kontingent im ÖOC. Österreichs Damen sind in der Vor-Qualifikation im November 2012 gescheitert.


CURLING: Kein österreichisches Team schaffte die Qualifikation. Für die Sotschi-Teilnahme zählte der Ausgang der Weltmeisterschaften 2012 und 2013.

Am Restplatz-Turnier dürfen nur Nationen teilnehmen, die bei den WM-Turnieren 2011, 2012 und 2013 dabei waren. Rot-weiß-rote Mannschaften waren allerdings nicht vertreten.

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