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Strasser: "Ich freue mich auf ein paar Stunden Schlaf"

Wien, 22.06.2012, 19:10 Uhr
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Schoch. Strasser. Schoch. Strasser. Schoch.

Die Führung beim Race Across America wechselte mehrfach zwischen den beiden Hauptprotagonisten. Erst schlug das Pendel in die eine Richtung aus, dann wieder in die andere.

Am Ende waren es Nuancen, die zugunsten Schochs entschieden. Der Schweizer gewann bei seiner Premiere und verwies Titelverteidiger Strasser knapp auf den zweiten Platz.

Im Wellental der Gefühle

Der 29-Jährige befand sich nach dem Zieleinlauf in einem Wellental der Gefühle. Auf der einen Seite der Stolz, das vielleicht härteste Radrennen der Welt erneut in einer sensationellen Zeit absolviert zu haben.

Auf der anderen die Enttäuschung, den Vorjahressieg nicht wiederholt zu haben. „Ich kann mir nichts vorwerfen. Ich habe alles versucht, um zu gewinnen. Trotz gesundheitlicher Probleme bin ich beinahe dieselbe Zeit gefahren wie im vergangenen Jahr, wo alles perfekt gelaufen ist. Das Ergebnis ist jedoch eine bittere Enttäuschung!“

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4.816,5 km, ein Tornado-Stopp und die quälende Hitze konnten Christoph Strasser nichts anhaben.
4.816,5 km, ein Tornado-Stopp und die quälende Hitze konnten Christoph Strasser nichts anhaben.

Magenprobleme zu Beginn

Gleich zu Beginn des Rennens handelte er sich unerwartet einen Rückstand ein. „Ich habe in den ersten beiden Tagen zwei bis drei Stunden verloren aufgrund meiner Magenprobleme“, so Strasser. „Das kann jedem passieren. Ich will es aber nicht dafür verantwortlich machen, dass ich nicht gewonnen habe.“

Stattdessen habe er sich ein spannendes „Kopf-an-Kopf-Rennen“ mit Schoch geliefert, den er von Beginn an auf dem Radar hatte.

„Freue mich auf Schlaf“

„Er hat schon zwei Rennen als Rookie mit Rekordzeit gewonnen“, erklärt der Steirer, der zum dritten Mal am Start stand. Zugleich zeigt er höchsten Respekt vor seinem Nachfolger: „Wenn jemand stärker ist, muss man das anerkennen.“

Nun steht erst einmal Regeneration auf dem Programm. „Ich freue mich auf ein paar Stunden Schlaf“, so Strasser.

Mit etwas Abstand wird Strasser – trotz der Enttäuschung, nicht gewonnen zu haben – sich seiner außergewöhnlichen Leistung bewusst werden und die Lehren daraus zu ziehen.

Um nächstes Jahr wieder anzugreifen, damit das Pendel wieder in seine Richtung ausschlägt.

Die Siegerliste des Race Across America:

  • 1982 Vereinigte Staaten Lon Haldeman
  • 1983 Vereinigte Staaten Lon Haldeman
  • 1984 Vereinigte Staaten Pete Penseyres
  • 1985 Vereinigte StaatenJonathan Boyer
  • 1986 Vereinigte Staaten Pete Penseyres
  • 1987 Vereinigte Staaten Michael Secrest
  • 1988 Österreich Franz Spilauer
  • 1989 Vereinigte Staaten Paul Solon
  • 1990 Vereinigte Staaten Bob Fourney
  • 1991 Vereinigte Staaten Bob Fourney
  • 1992 Vereinigte StaatenRob Kish
  • 1993 Australien Gerry Tatrai
  • 1994 Vereinigte Staaten Rob Kish
  • 1995 Vereinigte Staaten Rob Kish
  • 1996 Vereinigte Staaten Danny Chew
  • 1997 ÖsterreichWolfgang Fasching
  • 1998 Australien Gerry Tatrai
  • 1999 Vereinigte Staaten Danny Chew
  • 2000 Österreich Wolfgang Fasching
  • 2001 Liechtenstein Andrea Clavadetscher
  • 2002 Österreich Wolfgang Fasching
  • 2003 Vereinigte Staaten Allen Larsen
  • 2004 SlowenienJure Robič
  • 2005 Slowenien Jure Robič
  • 2006 SchweizDaniel Wyss
  • 2007 Slowenien Jure Robič
  • 2008 Slowenien Jure Robič
  • 2009 SchweizDaniel Wyss
  • 2010 Slowenien Jure Robič
  • 2011 ÖsterreichChristoph Strasser
  • 2012 Schweiz Reto Schoch

 

Christoph Nister

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