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Ab in die Wüste! ÖRV-Asse starten in die Saison

Wien, 03.02.2012, 16:13 Uhr
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Bernhard Eisel will sich auch von einem Eingriff an einer Zehe nicht bremsen lassen.

Der Steirer startet am Sonntag bei der Katar-Rundfahrt an der Seite des britischen Sprintstars Mark Cavendish in das Olympia-Jahr. Bestens vorbereitet hat Eisel nach dem Wechsel zum Team Sky ein enormes Programm vor sich.

Die Frühjahrs-Klassiker, der Giro d'Italia, die Tour de France sowie das Olympia-Rennen in London sind die Höhepunkte.

Auch für Thomas Rohregger, Daniel Schorn (jeweils auf Mallorca), Stefan Denifl, Marco Haller und Georg Preidler beginnt die Saison.

"Noch nie so konsequent"

Das Engagement im britischen Rennstall Sky hat Eisel noch mehr motiviert. "Ich war in der Vorbereitung noch nie so konsequent wie in diesem Winter", erklärte der fast 31-Jährige, der drei Trainingslager auf Mallorca absolviert hat und die Tour Down Under ausließ, um hart zu trainieren. "Ich wollte in Katar vorne mitfahren", sagte der Wahl-Klagenfurter.

Eine Nagelbettentzündung erzwang vergangenen Freitag einen Eingriff, am Mittwoch saß Eisel wieder auf dem Rad. Eine Absage für Katar war kein Thema. "Wenn es nicht geht, weiß ich, warum. Aber ich glaube schon, dass ich vorne mitfahren kann", sagte er.

Auf eigene Rechnung

In Rennen wie in Katar oder in der darauffolgenden Woche im nahen Oman kann der Voitsberger auch auf eigene Rechnung fahren. In Katar hat er 2006 eine Etappe gewonnen und war in späteren Jahren Gesamt-Vierter (2007) bzw. Achter (2011). Bei den WorldTour-Rennen stellt er sich aber meist in den Dienst von Cavendish und Co. - dafür wurde er verpflichtet.

Erfahrung und Gefühl für die richtige Renntaktik haben ihm im Vorjahr bei der Tour die Kapitänsrolle eingebracht. Eisel ist eine fixe Größe im Peloton, auch ohne ein Seriensieger zu sein.

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Das Rennpferd loslassen

Auch für den Kletter-Spezialisten Thomas Rohregger ist der Giro d'Italia heuer die erste große Rundfahrt. Der Tiroler hat seinen Platz unter den 30 Profis im großen Team RadioShack Nissan Trek, das unter dem Ex-Armstrong-Teamchef Johan Bruyneel vor allem um den Sieg in der Tour de France fährt.

"Ich fühle mich sehr wohl und bin sehr motiviert. Jetzt wird es Zeit, dass das Rennpferd losgelassen wird", erklärte Rohregger vor seinem ersten Einsatz am Sonntag.

Denifl will ersten Sieg

Sein Landsmann und bisheriger Teamkollege Denifl wechselte ebenfalls innerhalb der WorldTour zum Rennstall Vacansoleil. Dort muss er Helfer-Aufgaben übernehmen, wird aber auch selbst Chancen bekommen.

"Das ist ein wichtiges Jahr für mich. Ich war oft nahe daran, zu gewinnen, jetzt will ich meinen ersten Sieg. Das ist mein Ziel", erklärte der Tiroler, der am Mittwoch zur Mittelmeer-Rundfahrt antritt, gegenüber velonation.com.

Auch Haller in Katar

Der junge Sprinter Haller ist als vierter Österreicher in einer Equipe der WorldTour engagiert. Der Kärntner nimmt im Trikot des russischen Katusha-Teams wie Eisel die Katar-Rundfahrt in Angriff.

In Rennställen der zweiten Division (Professional Continental Tour) sind Matthias Brändle und Schorn (beide im deutschen Team NetApp) sowie Preidler (Team Type 1-Sanofi) unter Vertrag. Sprint-Spezialist Schorn startet auf Mallorca in die Rennsaison, Preidler bestreitet derzeit den "Stern von Besseges" in Südfrankreich.

ÖRV-Legionäre

Österreichische Rad-Profis bei Rennställen der WorldTour bzw. bei Professional Continental Teams: WorldTour: Bernhard Eisel (Team Sky), Thomas Rohregger (RadioShack Nissan Trek), Stefan Denifl (Vacansoleil), Marco Haller (Katjuscha).

Professional Continental Teams: Matthias Brändle, Daniel Schorn (beide Team NetApp), Georg Preidler (Team Type 1 Sanofi)

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