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Bild: Pondella

Grünes Licht für Sprung aus dem All

Wien, 06.02.2012, 23:55 Uhr
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Felix Baumgartner ist bereit für den freien Fall vom Rande des Weltraumes.

Gemeinsam mit einem Team von Raumfahrt-Experten nimmt der österreichische Extremsportler die Mission Red Bull Stratos wieder in Angriff.

Mit einem Sprung aus über 36.000 Metern Höhe will der Salzburger als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen. Dabei sollen gleich vier Rekorde aufgestellt und neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen
werden.

Startpunkt der Mission ist der geschichtsträchtige Ort Roswell in New Mexico.

Den Ablauf durchgespielt

Die Vorbereitungen für Red Bull Stratos sind wieder voll im Gange. Gemeinsam mit einem Team aus führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Raumfahrt und der Medizin feilt Felix Baumgartner derzeit an seinem Sprung aus der Stratosphäre.

In der Brooks-City-Base in Texas wurden die Bodentests in der Druckkammer bereits erfolgreich absolviert. Dabei wurden die Bedingungen in über 36.000 Metern Höhe simuliert und die Funktionalität des Druckanzuges überprüft.

Mit einer Serie von Übungen trainierte Baumgartner außerdem wichtige Abläufe des Fluges – wie etwa das Handling von Ballon und Kapsel sowie das Lösen der Rettungsleine kurz vor dem Absprung.

Back to the roots

Als Ausgangspunkt für Red Bull Stratos wurde der Ort Roswell in New Mexico
bestimmt. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Die Wettersituation ist dort optimal, die nötige Infrastruktur vorhanden und die Bevölkerungsdichte gering.

Davon abgesehen kehrt Felix Baumgartner gleichsam an jenen Ort zurück, an dem Colonel Joe Kittinger vor 52 Jahren zu seiner historischen Mission „Excelsior“ gestartet ist.

1960 schrieb der Amerikaner mit seinem Sprung aus 31.000 Metern Höhe Geschichte und ist heute ein wichtiges Mitglied des Red-Bull-Stratos-Teams.

Wissenschaft und Rekorde

Mit Hilfe von Kittingers Erfahrung und einer führenden Riege an Experten soll es Baumgartner gelingen gleich vier Rekorde zu brechen: den höchsten bemannten Ballonflug (35.576 Meter), den höchsten freien Fall, Überschallgeschwindigkeit im freien Fall und den am längsten dauernden freien Fall (geschätzte Dauer etwa 5:30 Minuten).

Zusätzlich verspricht sich das Team völlig neuartige Erkenntnisse im Bereich Raumfahrt und Medizin.

Die gewonnenen wissenschaftlichen Daten sollen dazu beitragen, den Aufenthalt im Weltraum durch neue technische Errungenschaften in Zukunft noch sicherer zu machen.

"Nachwelt etwas Wertvolles hinterlassen"

Felix Baumgartner und sein Team aus führenden Technikern und Wissenschaftlern haben sich nunmehr fünf Jahre lang der Entwicklung von Ausrüstung und Sicherheitsprotokollen gewidmet, um die Herausforderung Red Bull Stratos anzunehmen. Folgende Statements gibt es zu den
jüngsten, erfreulichen Entwicklungen rund um die Mission.

Felix Baumgartner: „Es geht darum, Pionierarbeit zu leisten. Vielleicht tragen Raumfahrer in wenigen Jahren schon ausgereifte Anzüge und denken dabei an Felix Baumgartner und das Red-Bull-Stratos-Team, die ihnen das ermöglicht haben. Wir werden der Nachwelt mit Sicherheit etwas Wertvolles hinterlassen.”

Dr. Jonathan Clark, medizinischer Direktor von Red Bull Stratos und ehemaliger Chefarzt bei sechs Spaceshuttle-Flügen: „Wir setzen neue Maßstäbe in der Luftfahrt. Niemand hat bisher ohne den Schutz eines Fluggerätes an der Schallmauer gekratzt. Red Bull Stratos testet neue Ausrüstung und entwickelt Abläufe für den Aufenthalt in großen Höhen und bei sehr schneller Beschleunigung. So soll die Sicherheit für Raumfahrt-Profis und potentielle Weltraum-Touristen erhöht werden.“

Art Thompson, technischer Direktor von Red Bull Stratos und Mitentwickler des B-2 Stealth-Bombers: „Der Test in der Kammer war ein entscheidender Augenblick für uns. Es ist die dichteste Annäherung an Bedingungen in Weltraum-Nähe ohne die Erde zu verlassen. Wir haben somit unseren Testplan absolviert und stehen kurz vor dem Versuch.“

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