Die NFL hat im Kopfgeld-Skandal rund um die New Orleans Saints nun auch bei den Spielern durchgegriffen.
Vier hat es erwischt und das mit teilweise erheblichen Konsequenzen: Allen voran trifft es Jonathan Vilma am härtesten.
2012er Saison ohne Vilma
Der Star-Linebacker muss die komplette Saison 2012/13 zusehen.
Defensive Tackle Anthony Hargrove, der mittlerweile zu den Green Bay Packers gewechselt ist, wird für acht Spiele gesperrt, Defensive End Will Smith für vier und Linebacker Scott Fujita (nun Cleveland) drei.
Alle Spieler werden während der Zeit ihrer Sperre nicht bezahlt.
Diese können in den nächsten drei Tagen Berufung einlegen. Die Spielergewerkschaft (NFLPA) lässt ausrichten, sie habe bislang keine Beweise als Grundlage für die Bestrafung der Spieler erhalten.
"Wir haben klar gemacht, dass Bestrafung ohne Beweise nicht fair ist. Wir haben mit den Spielern sowie ihren Repräsentanten gesprochen und werden sie schützen und alle Optionen in ihren Namen verfolgen", so die NFLPA.
"Kein Programm ohne Spieler"
Auf der anderen Seite hält NFL Commissioner Roger Goodell, der sich die Berufung der Spieler anhören wird, klipp und klar fest: "Kein solches Programm kann ohne Spieler, die sich aktiv daran beteiligen, existieren."
Anfang März kam heraus, dass die Saints zwischen 2009 und 2011 Extra-Prämien an Spieler gezahlt haben, die gegnerische Akteure gezielt hart attackierten und dabei auch Verletzungen in Kauf nahmen.
Im Zuge dessen wurde auch Defensive Coordinator Gregg Williams auf unbestimmte Zeit gesperrt, Head Coach Sean Payton wie Vilma eine Saison.
Vilma wird von der NFL beschuldigt, Williams beim Programm geholfen und es mitbegründet zu haben.
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