Die Dukes Klosterneuburg wittern eine "historische Chance".
Sie haben am Donnerstag (19.30 Uhr) im vierten Finalspiel der Admiral Basketball Bundesliga (ABL) gegen die Swans Gmunden die Möglichkeit, nach 22 Jahren wieder den Meistertitel in die Babenbergerstadt zu holen.
Die Niederösterreicher führen in der best-of-five-Serie mit 2:1. Die möglicherweise entscheidende Partie im Freizeitzentrum Happyland ist seit Tagen restlos ausverkauft.
Lange Durststrecke
Mit der Mehrheit von 1.100 Fans im Rücken werden die Dukes alles daransetzen, erstmals seit 1990 und zum zehnten Mal insgesamt den Meisterpokal zu erobern.
Sie wollen die Trophäe vor allem auch für ihren Kapitän Damir Hamidovic (Hier im LAOLA1-Interview) gewinnen, der mit bald 41 Jahren und nach 20 Saisonen (seit 1992/93) im Klosterneuburger Dress seine ABL-Karriere definitiv beenden wird.
Daran kann wohl auch das Transparent "Ein Jahr geht noch, Damir" der Fans nichts ändern. Hamidovic wird am Donnerstag möglicherweise sein letztes ABL-Spiel überhaupt, aber jedenfalls sein letztes vor heimischer Kulisse bestreiten.
Sallomon erwartet Kampfbetontes Spiel
Coach Werner Sallomon erwartet neuerlich ein "hartes und kampfbetontes Spiel". Sein Team habe beim 68:56 am Sonntag jedoch gezeigt, dass es "dagegenhalten" könne. "Gelingt uns das wieder, haben wir eine gute Chance."
Vielleicht findet ja auch Curtis Bobb seine Wurfqualitäten wieder. Der US-Amerikaner hat seit dem vierten Viertel des ersten Finalspiels schon 15 Dreipunkter in Serie nicht getroffen.
"Mit dem Rücken zur Wand"
"Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen die nächste Partie gewinnen", weiß Gmunden-Coach Mathias Fischer. Verloren ist für den vierfachen Meister freilich noch nichts. Erst im vergangenen Jahr hatten die Swans selbst 2:1 geführt, ehe die Oberwart Gunners die folgenden zwei Spiele für sich entschieden.
Diashow
Auf Gmundens Sharaud Curry könnte am Donnerstag im Happyland ein Spießrutenlauf warten. Nach einem ausschlussreifen Foul an Hamidovic war schon im Schlussviertel der dritten Partie jede Aktion des Swans-Playmakers von gellenden Pfiffen begleitet.
Curry hat sich bei seinem Gegenspieler unmittelbar nach Spielschluss entschuldigt, wird für die Klosterneuburger Fans aber wohl der "Buhmann" bleiben.
Katastrophen-Quoten in Spiel drei
Einen in der 36. Finalbegegnung der Vereinsgeschichte am Sonntag erzielten Negativ-Rekord wollen die Swans jedenfalls vergessen machen.
Mit lediglich 31,4 Prozent oder 11 von 35 verwerteten Zweipunktern haben sie so schlecht wie nie zuvor in einer Endspielserie um die Meisterschaft getroffen. Nur 5 von 18 "Dreiern" (27,8 Prozent) waren es zuletzt in der ersten Finalpartie 2010. Ebenfalls schlecht war die Freiwurfquote (19/37 oder 51,4 Prozent). "Das wird uns am Donnerstag nicht noch einmal passieren", kündigte Gmunden-Manager Harald Stelzer an.
Gelingt den Swans der Ausgleich, kommt es am Pfingstsonntag (19.30 Uhr) am Traunsee zum "finalen Showdown". Dann würde die Endspielserie zum dritten Mal hintereinander und zum vierten Mal in den vergangenen fünf Saisonen über die volle Distanz gehen.
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